USA

Eine Rundreise durch den Südwesten
01.07.2007

...Fortsetzung...

Monument Valley

Die Nacht verbrachten wir in Page. Der Lake Powell ist der zweitgrösste Stausee der USA und ein Erholungsgebiet und Wassersport-Mekka. Wir hatten leider keine Zeit zu einer Bootsfahrt auf dem See, denn am nächsten Tag ging es bereits weiter ein Stück nach Süden, bis wir auf die 160 stiessen, der wir noch weiter nach Osten folgten. In Kayenta bezogen wir ein Zimmer und fuhren danach gleich weiter ins Monument Valley. Das "Tal" mit den von Bildern bekannten Monumenten liegt rechts der Strasse nach Norden, eine Abzweigung führt bereits nach wenigen Kilometern von der Hauptstrasse ab. Dennoch lohnt es sich, zunächst der 163 weiter zu folgen und den "Mexican Hat" anzusehen oder noch etwas später einer kleinen Abzweigung nach links Richtung "Goosenecks" zu folgen. Hinter Goosenecks verbirgt sich ein beindruckender Ausblick auf den "San Juan", der später in den Colorado mündet. Er hat sich an dieser Stelle mehrere Hundert Meter in sehr engen Wendungen - Gänsehälse eben - in den Fels gegraben. Zurück auf der Hauptstrasse fuhren wir wieder nach Süden und bogen diesmal ins eigentliche Monument Valley ab. Man kann mit dem eigenen Auto auf einer sandigen Piste zwischen den Felsmonumenten durch fahren. Vielleicht waren wir verwöhnt oder übersättigt vom Bryce Canyon, aber die Tour durch Monument Valley schien uns am Ende des Urlaubs der entbehrlichste Teil zu sein. Wirklich bedauerlich ist der Schrott, den die zum Teil in Wellblechhütten siedelnden Navajo-Indianer zurück lassen. Der Weg wird von Autowracks und anderem Hausmüll geziert. An jedem Parkplatz und Aussichtspunkt stehen Navajo Frauen mit Ständen, und verkaufen indianischen Schmuck.

Grand Canyon

Am folgenden Tag fuhren wir von Kayenta zurück nach Westen auf der 160. An der Kreuzung zur 89 geht es ca. 20 km nach Süden und dann auf der 64 weiter nach Westen. 60 km später steht man ziemlich unvermittelt am Südrand des Grand Canyon. Natürlich gibt es auch hier den unvermeidlichen Scenic Drive. Unglaublich praktisch für Wanderfaule oder Leute mit begrenzter Zeit. Der Scenic Drive unterteilt sich in einen East- und einen West Rim Drive. Den östlichen Teil darf man mit dem eigenen PKW befahren, wohingegen den westlichen Teil ein Shuttelbus befährt, der an allen wichtigen Aussichtspunkten hält. Wir fuhren abends den östlichen Teil der Strasse von Aussichtspunkt zu Aussichtspunkt bis die Strasse nach Süden abbiegt und in die 180 übergeht. Wenige Kilometer südlich liegt das Best Western Squire Inn, in dem wir die Nacht verbrachten. Am nächsten Tag liefen wir zunächst ein gutes Stück den westlichen Weg am Rande des Grand Canyon entlang, bis wir der Hitze erlagen und den Rest mit dem Bus fuhren. Die Wanderung ist unbedingt empfehlenswert, weil man tatsächlich meistens direkt "am Abgrund" entlang läuft. Ausserdem bewegen sich die meisten Leute nicht wesentlich von den Aussichtspunkten und Bushaltestellen weg. Möchte man ein bischen Ruhe, genügt es auch hier, ein paar Schritte weiter zu gehen.

London Bridge in Lake Havasu City
London Bridge in Lake Havasu City
Calico Ghost Town
Calico Ghost Town
Die "Queen Mary" im Hafen von Long Beach
Die "Queen Mary" im Hafen von Long Beach
Spass im Straßenverkehr
Spass im Straßenverkehr
Spass im Luftverkehr - Los Angeles Flughafen
Spass im Luftverkehr - Los Angeles Flughafen

 

Lake Havasu City

Abends fuhren wir nach Süden und übernachteten in Williams. Am nächsten Tag ging es weiter Richtung Westen auf der 40. Da wir viel Zeit hatten, bogen wir hinter Ash Fork auf die Route 66 ab, der wir bis Kingman folgten. 50 km hinter Kingman überquert die 40 den Colorado. Kurz davor machten wir einen Abstecher nach Lake Havasu City, wo wir wiederum die Nacht verbrachten. Der Lake Havasu ist ebenfalls ein Wassersport- und Naherholungsgebiet. Wirklich sehenswert ist dort die London Bridge, die ein Geschäftsmann 1968 der Stadt London abkaufte. Er liess die Brücke in London Stein für Stein abbauen und in Lake Havasu City zwischen dem Ufer und einer künstlich angelegten Insel im See wieder aufbauen. Um die Brücke ist mittlerweile ein ganzes Stadtviertel, das sogenannte "English Village" entstanden, das Touristen vor allem nette Lokale und Souvenirläden bietet. Der Rest der Reise bestand aus der Rückfahrt nach Los Angeles. Dabei besuchten wir kurz die "Calico Ghost Town", eine alte, wieder aufgebaute Goldgräberstadt. Der Eintritt war übertrieben hoch, das Arrangement von alten Hütten eher lieblos gestaltet. In Los Angeles verbrachten wir noch 2 Tage. Einen sehr kurzweiligen Tag lang besuchten wir die Universal Studios. Den letzten Tag verbrachten wir am Meer in Long Beach. Kein richtig schöner Strand, aber die Hafenrundfahrt und das Schifffahrtsmuseum waren interessant.

Am nächsten Tag ging es dann zurück nach Frankfurt.