USA

Eine Rundreise durch den Südwesten
01.07.2007

...Fortsetzung...

Death Valley

Vom Mono Lake aus fuhren wir wieder Richtung Süden auf der 395. Die Nacht verbrachten wir wenig südlich des Sees in Mammoth Lakes. Am nächsten Tag ging es weiter auf der 395 nach Süden, bis zum Abzweig der 136 Richtung Death Valley. Die Kreuzung liegt etwas südlich von Lone Pine. Man fährt zunächst an dem ausgetrockneten Salzsee Owens Lake entlang. Ein Spaziergang in der kargen weissen Leere und uns bisher nicht bekannten absoluten Stille vermittelt ein unheimliches Gefühl. Die Strasse stösst bald auf die 190, die in östlicher Richtung ins Death Valley führt. Das abflusslose Tal ist nicht nur das tiefste, sondern auch das heisseste und trockenste Gebiet Nordamerikas. Im Durchschnitt fallen hier nur 40 - 100 mm Niederschlag im Jahr. Der tiefste Punkt - Bad Water - liegt ganze 80 m unter dem Meeresspiegel. Gegen Nachmittag kamen wir in der Talsohle an und bezogen unser Zimmer auf der Furnace Creek Ranch. Da es noch relativ früh am Nachmittag war beschlossen wir, noch mal loszufahren, um die ersten Sehenswürdigkeiten hinter uns zu bringen. Allerdings hatten wir im klimatisierten Auto die Aussentemperatur unterschätzt, die nahezu 50 °C betrug. Nach einem fünfminütigen Spaziergang um eine ehemalige Abbaustelle für Borax flüchteten wir wieder ins Auto, um nochmals aus dem Tal heraus zu fahren. Erst kurz vor Sonnenuntergang trauten wir uns wieder ins Tal und bewältigten tatsächlich den etwa halbstündigen Spaziergang durch den Mosaic Canyon, der mit seinen leuchtenden Farben in der tiefstehenden Sonne besonders malerisch wirkte. Aufgrund dieser Erfahrungen beschlossen wir, den nächsten Tag bereits bei Sonnenaufgang zu beginnen. Sehr empfehlenswert ist es, den Sonnenaufgang am Zabriskie Point wenige Meilen Südöstlich von Furnace Creek zu bewundern. Die dortigen Sandgebirge nehmen im goldenen Licht der aufgehenden Sonne wunderbare Färbungen an und die knapp 30 °C morgens um fünf kommen einem sehr angenehm vor. Wir waren noch bis etwa 9 Uhr unterwegs und zogen uns dann ins Hotel zurück, wo wir zwischen Pool und Zimmer pendelten. Erst am späteren Nachmittag zogen wir noch mal los, um den Artists Drive entlang zu fahren, ein verschlungener Weg zwischen Sandgebirgen mit in vielen Farben leuchtenden Gesteinsbildungen.

Roter Sandsteinturm am Eingang des Bryce Canyon
Roter Sandsteinturm am Eingang des Bryce Canyon
Blick über den Bryce Canyon
Blick über den Bryce Canyon
Streifenhörnchen im Bryce Canyon
Streifenhörnchen im Bryce Canyon
Sandsteintürmchen im Bryce Canyon
Sandsteintürmchen im Bryce Canyon
Sandsteintürmchen im Bryce Canyon
Sandsteintürmchen im Bryce Canyon
Sandsteinmonument im Bryce Canyon
Sandsteinmonument im Bryce Canyon
Naturbogen im Bryce Canyon
Naturbogen im Bryce Canyon
Kodachrome Basin
Kodachrome Basin
Grosvenor Arch
Grosvenor Arch
Blick über den Lake Powell
Blick über den Lake Powell

 

Las Vegas

Am nächsten Tag ging es weiter auf der 190 nach Osten. Am Talausgang machten wir noch den Abstecher nach Dante's View, von wo aus man einen guten Ausblick auf das ganze Tal hat. Die 190 stösst an der Death Valley Junction auf die Richtung Norden führende 373, von der aus man auf die Richtung Las Vegas führende 95 gelangt. Natürlich durfte eine Nacht in Las Vegas nicht auf dieser Tour fehlen. Wir entschieden uns für eine Nacht im Luxor Hotel. Besonders überwältigend ist die Stadt nach Einbruch der Dunkelheit und der Blick vom Stratosphere Tower auf die Millionen Lichter der Stadt ist sehr beeindruckend. Jedes der grossen Hotels ist sowohl von aussen als auch von innen eine Sehenswürdigkeit, und obwohl wir uns nicht gerade wie besessen auf die Spielautomaten stürzten bedauerten wir, nicht einen Tag länger in dieser Stadt verbringen zu können. Allerdings wäre zumindest für mich mit zwei Tagen vermutlich die Grenze des Erträglichen erreicht. Die Menschenmengen und der Overkill an Sinnesreizen zehrt ziemlich am Nervenkostüm.

Der Hoover-Damm

Natürlich mussten wir auf der Weiterfahrt einen Abstecher zum Hoover-Damm machen. Das in den Dreissiger Jahren errichtete Bauwerk mag ein Geniestreich der Ingenieurskunst sein; es ist aber touristisch gesehen eine Katastrophe. Über den schmalen Damm und durch die anschliessenden Täler drängt sich eine geschlossenen Autoschlange. Kaum ist es möglich, das Auto auf einem der wenigen Parkplätze los zu werden, um zu Fuss auf den Damm zu laufen und wir waren froh, als wir nach dem obligatorischen Foto schnell weiter fahren konnten. Wir folgten der A15 nach Nordosten bis St. George, wo wir die Nacht verbrachten. Den ansonsten bedeutungslosen Ort verliessen wir am folgenden Tag wieder zu unserer vermutlich längsten Etappe des Urlaubs.

Zion Nationalpark

Leider hatten wir nicht viel mehr Zeit, als durch den Zion Nationalpark nur hindurch zu fahren. Den Abstecher in den Zion Canyon (Scenic Drive) darf man nicht mit dem privaten PKW machen, sondern ist auf einen Shuttelbus angewiesen. Eine sehr sinnvolle und begrüssenswerte Regelung; leider fehlte uns an dem Tag die Zeit dazu. Stattdessen machten wir eine anderthalb Stündige Wanderung zum Canyon Overlook und fuhren dann weiter durch den Park hindurch. An der Mount Carmel Junction bogen wir Richtung Norden auf die 89 ab, die sich nach etwa 45 km Richtung Osten zum Bryce Canyon verzweigt.

Der Mexican Hat im Monument Valley
Der Mexican Hat im Monument Valley
Goosenecks nördlich des Monument Valley
Goosenecks nördlich des Monument Valley
Monument Valley
Monument Valley
Monument im Monument Valley
Monument im Monument Valley
Monument Valley
Monument Valley
Grand Canyon in Abendstimmung
Grand Canyon in Abendstimmung
Am Südrand des Grand Canyon
Am Südrand des Grand Canyon
Fels im Grand Canyon
Fels im Grand Canyon
Rabe im Grand Canyon
Rabe im Grand Canyon
Blick in den Grand Canyon
Blick in den Grand Canyon

 

Bryce Canyon

Der Bryce Canyon war für uns der schönste Ort der Rundreise. Bereits der Weg in den Canyon führt an fantastischen, leuchtend roten Felsformationen vorbei. Die Erosion schafft aus dem roten Sandstein ständig neue Türmchen, Spitzen, Brücken, während alte relativ rasch abgetragen werden oder einstürzen. Von Norden her auf dem Scenic Drive in den Park fahrend, gelangt man nach dem Visitor Center an einen grossen Parkplatz beim Sunset Point. Von dort hat man einen wunderbaren Blick über das Amphitheater und den ganzen Canyon. Oben am Parkplatz ist viel los und es lohnt sich, zwischen den roten Sandsteinsäulen hindurch ins Tal zu steigen. Man kann zahlreiche Rundwanderung von dort aus machen. Folgt man dem Scenic Drive und klappert die verschiedenen Aussichtspunkte ab, wird man feststellen, dass der Canyon überall gleichermassen atemberaubend ist. Besonders sehenswert ist die natürliche Brücke, solange Wind und Wasser sie noch nicht zum Einsturz gebracht haben. Den Scenic Drive muss man zurück nach Norden fahren bis er wieder auf die 12 trifft. Dieser folgten wir ein Stück nach Osten, bis zu einem Abzweig nach Süden auf der Höhe von Cannonville. Die nach Page an den Lake Powell führende Strasse ist unbefestigt und für die etwa 40 km lange Strecke benötigt man an die 2 Stunden. Die Strecke ist für normale PKW nicht unbedingt empfehlenswert. Auf der Strecke trifft man kaum ein Auto, fährt an keiner Ortschaft vorbei. Aber man passiert den sehenswerten Grosvernor Arch, der nach dem Gründer der National Geographic Society benannt wurde.

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