USA

Eine Rundreise durch den Südwesten
01.07.2007

Bei dieser Reise kamen folgende Reiseführer zum Einsatz:

Magic Southwest - Es gibt sie wirklich: Rostrote Felstürme und bizarre Sandsteinbögen, die in der Abendsonne leuchten, jähe Canyons, in deren Abgründen wilde Wasser tosen, gelbbraune Sand- und Steinwüsten, deren einzige Farbtupfer mannshohe Kakteen und seltsam anmutende Baumyuccas sind. Keine andere Großlandschaft auf unserem Planeten übt eine solch magische Anziehungskraft aus wie der Südwesten der USA.

Im Juli 2000 machten wir mit dem Auto eine Rundreise durch den Südwesten der USA - um so viele Nationalparks zu besuchen, wie wir in 2 ½ Wochen erwischen konnten.

Anreise

Um in die USA zu kommen, nahmen wir einen Direktflug Frankfurt - Los Angeles, wo wir direkt am Flughafen unseren Mietwagen in Empfang nahmen. Wir hatten einen Jeep gemietet, weil wir - im Alltag Clio-Fahrer - mal ein grosses Auto fahren wollten. Das erwies sich als relativ weitsichtig, denn in den USA sind die meisten Autos das, was man hier als "gross" bezeichnen würde. Und in einem Jeep behält man auch in den USA typischen Dimensionen des Strassenverkehrs eine ganz gute Übersicht. Zunächst mussten wir nur eine kurze Strecke bis zum Hotel in Los Angeles bewältigen. Am nächsten Tag besichtigten wir das, was von der Stadt sehenswert ist - ein Tag reichte uns völlig... - und dann ging es los, auf eine ca. 5000 km lange Rundreise. Den Mietwagen und die Hotelzimmer für den gesamten Aufenthalt hatten wir von Deutschland aus gebucht, was eine etwas längere Planungsphase bedeutete, im Urlaub selbst aber die Sicherheit gab, abends nicht noch eine Unterkunft suchen zu müssen. Wirklich schlechte Erfahrungen haben wir mit keinem der Hotels gemacht, in denen wir übernachtet haben. Ein allgemeiner Hinweis sei hier aber noch angebracht für alle, die diese Erfahrung nicht schon selbst gemacht haben: Telefonieren von amerikanischen Hotelzimmern aus ins Ausland macht einen sehr schnell arm. Ein kurzer Anruf bei den Eltern, um mitzuteilen dass man gut angekommen ist, hat uns etwa 60 US Dollar gekostet. Dabei war "kurz" wirklich nur knappe 3 Minuten!

Los Angeles - die Stadt

Unser Weg in die Stadt führte uns zuerst nach Hollywood, zum Walk of Fame und dem Mann's Chinese Theater. Nicht wirklich beeindruckend, in Natura fehlt der Glamour, den man aus dem Fernsehen kenn. Imposanter fanden wir den Civic Center in der Downtown mit den teils sehr beeindruckenden Verwaltungs- und Regierungsgebäuden. Mehr haben wir an einem Tag nicht geschafft, alles in allem waren wir aber nicht enttäuscht, die Stadt am nächsten Tag verlassen zu müssen.

Mann´s Chinese Theater, Los Angeles
Mann´s Chinese Theater, Los Angeles
Los Angeles Downtown, Civic Center
Los Angeles Downtown, Civic Center
Riesige Sequoias im Sequoia Nationalpark
Riesige Sequoias im Sequoia Nationalpark
 Kolibri vor dem Hotel in Three Rivers
Kolibri vor dem Hotel in Three Rivers
Lake Kaweah, westlich des Sequoia Nationalparks
Lake Kaweah, westlich des Sequoia Nationalparks
Half Dome, Yosemite Nationalpark
Half Dome, Yosemite Nationalpark
Kleiner See auf Wanderung im Yosemite Nationalpark
Kleiner See auf Wanderung im Yosemite Nationalpark
See im Yosemite Park nahe dem Tioga Pass
See im Yosemite Park nahe dem Tioga Pass
Mono Lake
Mono Lake
Salzsee "Owens Lake"
Salzsee "Owens Lake"

 

Sequoia National Park

Auf der A5 Richtung Norden fuhren wir an Bakersfield vorbei und auf der Höhe von Tulare rechts ab zum Sequoia National Park. Wir verbrachten die Nacht in Three Rivers, nicht jedoch, ohne vorher in den Park zu fahren, um die grossen, uralten Sequoia Bäume anzuschauen. Hier gilt wie überall in den Nationalparks: ein bischen abseits der ausgewiesenen Sehenswürdigkeiten ist es meist viel schöner als direkt neben dem "Sightseeing" Schild. Ein allgemeiner Tip für alle, die eine grössere Tour durch mehrere Nationalparks machen möchten: Wir kauften gleich am Eingang des ersten Nationalparks den sogenannten "Golden Eagle-Pass", eine Jahreskarte, mit der man dann für die meisten der Nationalparks freien Eintritt hat.

Yosemite Nationalpark

Am nächsten Tag fuhren wir weiter Richtung Norden, bis (auf der Höhe von Fresno) zur Abzweigung zum Yosemite Nationalpark. Dort bezogen wir ein Zimmer ein paar Kilometer vor dem westlichen Parkeingang. Am Nachmittag hatten wir noch Zeit, ins ca. 13 km lange und bis zu 3 km breite Yosemite Valley zu fahren. Ausserdem gelang uns noch der Abstecher etwas südlich bis zum Glacier Point. Das Valley ist stark von Touristen frequentiert, hier drängeln sich über vier Millionen Besucher im Jahr und viele Autos und Busse quälen sich durch das Tal. Auch den Anblick der wunderschönen Yosemite Falls muss man sich mit vielen teilen. Ruhiger wird es, wenn man sich die Mühe macht, im Süden aus dem Tal heraus zu fahren. Vom Glacier Point hat man einen wunderbaren Ausblick auf das nördlich gelegene Yosemite Tal und den imposanten Half Dome. Am folgenden Tag fuhren wir noch mal in den Park, allerdings nicht mehr ins Tal sondern nördlich davon die Strasse, die über den nur im Sommer befahrbaren Tioga-Pass zum Mono Lake führt. Auf der Höhe von Tolumne Meadows machten wir eine kleine Wanderung (ca. eine dreiviertel Stunde einfach) zu einem sehr schön gelegenen See. Hier hätte sich übrigens die Verwendung von Mückenspray sehr empfohlen.

Sonnenaufgang am Zabrisky Point, Death Valley
Sonnenaufgang am Zabrisky Point, Death Valley
Sonnenaufgangsstimmung am Zabrisky Point,
Death Valley
Sonnenaufgangsstimmung am Zabrisky Point, Death Valley
Badwater, Death Valley
Badwater, Death Valley
Rinnsal in Badwater
Rinnsal in Badwater
Dante´s View, Ausblick auf das Death Valley
Dante´s View, Ausblick auf das Death Valley
Ein Joshua Tree in der Mojave Wüste
Ein Joshua Tree in der Mojave Wüste
Luxor Hotel, Las Vegas
Luxor Hotel, Las Vegas
Blick vom Stratosphere Tower auf Las Vegas
Blick vom Stratosphere Tower auf Las Vegas
Hoover Damm
Hoover Damm
Zion Nationalpark
Zion Nationalpark

 

Mono Lake

Der See mit einem Durchmesser von etwa 20 km ist vermutlich vulkanischen Ursprungs und über 700 000 Jahre alt. Er hat zwar mehrere Zuflüsse, aber keinen oberirdischen Abfluss. Durch eine hohe Verdunstung hat er einen hohen Salzgehalt. In den letzten Jahren nimmt dieser noch zu, wobei der Wasserspiegel stetig sinkt. Der immense Wasserbedarf im Ballungsraum von Los Angeles hat dazu geführt, dass auch die Zuflüsse des Mono Lake angezapft wurden. Durch den sinkenden Wasserspiegel gelangen immer mehr der bizarren Kalktürmchen an die Oberfläche des Sees. Besonders am Südufer sind diese bis zu 13 000 Jahre alten Ablagerungen zu bewundern.

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