Seychellen

Schnorcheln und Wandern im Paradies
25.03.2007

...Fortsetzung...

Die Bevölkerung, das Leben auf den Seychellen

Die Bevölkerung ist inhomogen und multikulturell. Ausserhalb der Hauptstadt sieht man aber kaum Weisse. Die kleinen Ortschaften haben fast alle eine Schule - es gibt viele Kinder. Ausserdem hat jeder Ort wenigstens einen Laden. Der ist vielleicht 25 - 50 Quadratmeter gross und gefüllt mit überwiegend leeren Regalen. Zu kaufen scheint es zu geben, was eben gerade in diese Ecke der Insel geliefert wurde. Zum Beispiel eine Kombination aus 3 verschiedenen Sorten Reis, eine Sorte Kekse (wenn man Glück hat mit Schokolade...) und Meersalz in Tüten. Daneben Haarwaschmittel und Brennspiritus. Nächste Woche kommt dann vielleicht Seife dazu.

Schwierig zu bekommen waren Getränke. Im November 2001, als wir auf Mahé waren, hatte es schon 3 Monate nicht mehr vernünftig geregnet. Kein Problem für das Hotel, dort gab es frisches Wasser zum Duschen den ganzen Tag. Den Einheimischen wurde in dieser Zeit oft mehrere Tage am Stück das Wasser abgedreht. Die Trinkwasserversorgung erfolgte an der Küste entlang etwa 2 mal pro Woche per Tank-Schiff. Und es gab kaum mehr Trinkwasser in Flaschen zu kaufen, das sonst auf den Seychellen direkt abgefüllt wird. Auch hier kein Problem im Hotel; dort liessen sie sich das Wasser in Flaschen allerdings in Gold aufwiegen.
Die Versorgung mit Bier und auch süßen Getränken wie Limonade und Cola war aber über die gesamte Trockenzeit gesichert.
Sehr gut gefallen hat uns die kreolische Küche, obwohl wir es nie geschafft haben, ausserhalb des Hotels zu essen. Das kreolische Essen ist mit wenig Fett gekocht und sehr pikant gewürzt, ohne scharf zu sein. Es gibt viel Fisch und Meeresfrüchte, in einer Frische und Qualität, die auch einen Meeresfrüchte-Skeptiker überzeugen kann. Ausserdem wird viel Gemüse zubereitet, auch als Rohkost und unvergleichlich natürlich die frischen Früchte zum Frühstück und als Dessert.

Die schwarze Bevölkerung spricht kreolisch, das klanglich dem Französischen ähnelt. Englisch ist die Amtssprache und mit Englisch kommt man zu allem was man benötigt, nicht nur im Hotel. Selbst jüngere Kinder, sobald sie in die Schule gehen, können Englisch verstehen und sich verständlich machen. Bemerkenswert ist die Freundlichkeit der Einheimischen. Jeder grüsst einen, von der Ladefläche vorbeifahrender Autos winken einem fröhlich Jugendliche zu als sei man ein guter Bekannter.

Die Haupteinnahmequelle der Inseln ist der Tourismus, gefolgt von Fischerei. Weitere wichtige Arbeitgeber - besonders für die einheimischen Frauen - sind verschiedene Gewürz-, Tee- und Obstplantagen im Innern von Mahé. Neben Fisch sind Zimt und Kopra die Hauptexportartikel der Seychellen.

Gefangener Flughund
Gefangener Flughund
Jackfrucht, Gemüse und Nahrung für Flughunde
Jackfrucht, Gemüse und Nahrung für Flughunde
Riesenschildkröte beim Mittagessen
Riesenschildkröte beim Mittagessen
Tenrek
Tenrek
Tenrek
Tenrek
Grauer Gecko im Hotelgarten
Grauer Gecko im Hotelgarten
Grüner Gecko auf La Digue
Grüner Gecko auf La Digue
Skinke
Skinke
Palmspinne
Palmspinne
Sand- oder Geisterkrabbe
Sand- oder Geisterkrabbe

Die Insel Mahé

Die etwa 100 Inseln welche die Seychellen ausmachen sind zum Teil Granitinseln mit schroffen Bergen, zum Teil sehr flache Koralleninseln. Sie erstrecken sich über ungefähr 1200 Kilometer im Indischen Ozean.
Die grösste der Inseln ist Mahé mit 152 Quadratkilometern. Auf ihr liegt die Hauptstadt Victoria und der internationale Flughafen, und auf dieser leben zur Zeit etwa 90 % der gesamten Bevölkerung der Seychellen.

Die Fauna

In Victoria sollte man nicht versäumen, den botanischen Garten zu besuchen. Dort sieht man neben vielen einheimischen Pflanzen und Palmen eine ganze Kolonie Flughunde, riesige Fledermäuse mit fast einem Meter Spannweite. Diese kann man in der Dämmerung über der gesamten Insel fliegen sehen. Sie ernähren sich ausschliesslich von Früchten, am liebsten Mango, weshalb sie bei den Einheimischen nicht sehr beliebt sind.
In Parkanlagen sind oft Gehege mit Riesenschildkröten zu besuchen. Man kann sie üblicherweise streicheln, was sie besonders am Hals sehr schätzen.
Wenn man sich die Mühe macht, etwas in den regenwaldartigen Wäldern zu wandern, kommt man nicht umhin, auch am helllichten Tage über den einen oder anderen Tenrek zu stolpern. Dabei handelt es sich um eine Igelart, die aus Madagaskar importiert wurde. Sie sehen und hören nicht besonders gut, daher lassen sie sich leicht beobachten und fotografieren, wenn man nicht gerade im Wind steht.
Nicht zu übersehen sind leider auch die riesigen Palmspinnen, die aber harmlos sind und meist mehrere Meter über der Erde zwischen Bäumen und Stromleitungen riesige Netze spinnen.
Herrlich sind die kleinen grauen und insbesondere die smaragdgrünen Geckos, die man besonders abends überall an den Wänden - auch mal im Hotelzimmer - findet. Häufig sind auch die kupfer-braunen Seychellen-Skinke (Mabuya seychellensis) anzutreffen.
Es gibt praktisch keine giftige oder anderweitig gefährliche Tiere auf den Seychellen. Man kann auch im dichtesten Unterholz bedenkenlos mit kurzen Hosen und Sandalen wandern.



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