...Fortsetzung...
Wir sind samstags verhältnismäßig spät in Inverness angekommen (unter anderem weil British Airways es nicht geschafft hatte, all unsere Gepäckstücke von London nach Edinburgh weiter zu leiten), haben das Boot übernommen und eingekauft. Losgefahren sind wir ausgeruht am Sonntagmorgen. Das hatte den Vorteil, dass alle anderen die am Samstag Boote übernommen hatten schon eine Strecke voraus waren und wir das erste Stück der Fahrt fast alleine unterwegs waren.
Beim ersten Stopp haben wir Urquhart Castle besichtigt. Es gibt einen sehr praktischen Anlegesteg direkt unterhalb des Schlosses, und die Ruine ist sehr schön am Loch Ness gelegen. Von einem gut erhaltenen Turm aus hat man eine schöne Aussicht über den See.
Die erste Nacht verbrachten wir am Südufer des Loch Ness in Foyers. Von dem sehr ruhigen Anlegesteg aus unternahmen wir noch einen ca. zweistündigen Spaziergang zu den Foyers Falls, ein mehrstufiger Wasserfall der in einer malerischen Schlucht gelegen ist.
Montag erreichten wir am späten Vormittag Fort Augustus und hatten bis zur nächsten Schleusung etwa drei Stunden um Vorräte aufzufüllen und das Örtchen anzuschauen. Nachmittags schafften wir dann noch ein Stück Kanal und die Hälfte von Loch Oich, wo wir unterhalb von Invergarry Castle festmachten. Von dem Castle ist nicht mehr viel übrig, der Steg aber sehr schön und ruhig gelegen.
Auf der Weiterfahrt am darauf folgenden Dienstag wurden wir von jedem verfügbaren Schleusenwärter über den heranziehenden Sturm gewarnt. Wir fuhren in etwas durchwachsenem Wetter bis Fort William, zur Achtfach-Schleuse „Neptunes Staircase“. Für Charterboote ist dies der Umkehrpunkt der Tour. Abends spazierten wir noch bis zur Whiskey Distillerie Ben Nevis und nahmen an einer Führung mit Verkostung teil.
Mittwoch war tatsächlich sehr windig und wir blieben in Fort William liegen. Der Tag war gut mit einem Spaziergang zu den Sea Locks zu verbringen, die den Caledonian Canal mit Loch Linnie verbinden, der wiederum ins offene Meer mündet.
Für den Rückweg blieben uns nun noch Donnerstag, an dem wir in einem Rutsch bis Fort Augustus fuhren und Freitag, an dem wir noch einen Abstecher nach Urquhart Bay machten. Dort machten wir für ein paar Stunden im Hafen fest und liefen nach Drumnadrochit, um die Nessie Monster Exhibition zu besuchen. Diese gibt tatsächlich einen informativen Einblick in die Geschichte der Nessie Legende. Ferner hat Drumnadrochit ein paar Läden mit landestypischen Spezialitäten und Mitbringseln (sprich: Souvenirs) zu bieten. Allen voran sei dabei der sehr gut sortierte Whiskey Shop genannt.
Nachdem wir Samstag das Boot zurückgegeben hatten, sind wir mit dem Mietwagen nach Edinburgh gefahren um noch einen halben Tag die Stadt und das Schloss zu besichtigen. Von Edinburgh ging es dann am Sonntag zurück über London nach Zürich.
Hausbooturlaub ist eine sehr entspannte Möglichkeit, ein Land aus einer anderen Perspektive kennen zu lernen. Die Boote lassen sich einfach von zwei Erwachsenen auch ohne jede Bootserfahrung handhaben. Und wir planen bereits die nächste Kanalfahrt…