Norwegen

Mit dem Camper durch das Fjordland
25.02.2007

Bei dieser Reise kamen folgende Reiseführer zum Einsatz:

35 Tages- und Halbtagestouren in den klassischen Wandergebieten im Zentrum Norwegens zwischen Hardangervidda und Trollheimen - bewährte Klassiker und attraktive neue Routen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

Alle Infos und Tips und für einen gelungenen Urlaub zu jeder Jahreszeit, in Süd - und Mittelnorwegen sowie auf den Inseln der Lofoten und Vesterålen. Wissenswertes und Hintergründiges zu Land und Leuten, Kunst, Kultur und Wirtschaft. Ausführliche Beschreibung aller Hauptsehenswürdigkeiten sowie zahlloser relativ unbekannterer Reiseziele; die grandiosesten Fjorde, Bergregionen, Gletscher und...

Anreise

Nach den positiven Eindrücken unseres Island-Urlaubs wollten wir erneut einen Camper-Urlaub im Norden unternehmen. Der Monat Mai ist natürlich nicht der wärmste Monat in Norwegen, aber einer der trockensten. Außerdem hat die Vorsaison den Vorteil niedrigerer Mitpreise für den Camper und natürlich ist es wesentlich ruhiger an den klassischen Touristen-Sammelplätzen. Ein Nachteil des Mai besteht darin, dass manche Strassen im Gebirge noch geschlossen sein können. Uns war es daher nicht vergönnt, den Trollstigen zu fahren, und auf den Aussichtsberg Dalsnibba gelangten wir nur mit einer unfreiwilligen aber wunderschönen Wanderung.
Nach Norwegen gelangten wir mittels eines Direktfluges von Zürich nach Oslo. Dort nahmen wir den – auch diesmal wieder völlig problemlos über das Internet - gemieteten Camper in Empfang und nach einer kurzen Einweisung ging es los.
Grundsätzlich herrscht in Norwegen das „Jedermannsrecht“, welches unter gewissen Voraussetzungen das Campen in freier Natur gestattet. Allerdings sind Campingplätze bezahlbar (18 – 25 Euro für zwei Erwachsene und einen Camper) und dicht genug gestreut. Interessanter für uns war der Teil des Jedermannsrechts der das Angeln in Salzwasser (Meere und Fjorde) für jedermann kostenlos erlaubt!
Fortbewegung in Norwegens Fjordland schließt zwangsläufig Fähren mit ein. In unserem Fall kamen auf etwa 3000 zurückgelegten Kilometern 10 Fähren. Diese fahren auf den wichtigen Verbindungen viertel- oder halbstündlich und wir mussten nie länger als 30 Minuten warten.
Die Straßen sind nicht immer die breitesten, aber mit zahlreichen Ausweichbuchten versehen. Und dank des sehr geringen LKW Verkehrs kann man auch mit dem breiteren Camper problemlos überall durchkommen.

 

 

An der Südküste
An der Südküste
Nationalfeiertag in Kragerø
Nationalfeiertag in Kragerø
Holzhäuser in Stavanger
Holzhäuser in Stavanger
Wanderung zum Preikestolen
Wanderung zum Preikestolen
Der Preikestolen
Der Preikestolen
Wanderung zum Preikestolen
Wanderung zum Preikestolen
Blick auf den Lysefjord
Blick auf den Lysefjord
Am Boknafjord
Am Boknafjord
Von Sauda nach Rødal
Von Sauda nach Rødal
Von Sauda nach Rødal
Von Sauda nach Rødal

Von Oslo nach Stavanger

Um es gleich vorweg zu nehmen: die Südküste gehört zu den entbehrlichen Teilen, wenn man nicht allzu viel Zeit hat. Verglichen mit dem fjorddurchsetzten nördlicheren Teil hat sie weniger zu bieten. Andererseits ist die hügelige Landschaft mit zahllosen kleinen und sehr hübschen Seen bestückt und an der Küste findet sich das eine oder andere idyllische Fischerdörfchen. Wenn man also zwei bis drei Tage entbehren kann, lohnt sich die Strecke im Süden durchaus. Außerdem ist das Klima deutlich milder und dieses Stück unserer Reise bescherte uns die ersten zwei sehr sommerlichen Tage.
Am Tag unserer Anreise schafften wir es auf der E18 noch bis etwas südlich von Skien an die Küste. Der zweite Tag war der 17. Mai – der Norwegische Nationalfeiertag. Auf dem Weg Richtung Westen verließen wir die Schnellstrasse, um auf kleineren Strassen näher an der Küste zu sein. Halt machten wir in den Städtchen Kragerø und Risør, um etwas von dem bunten Treiben anlässlich des Feiertags mitzubekommen. Es war uns empfohlen worden, die Festivitäten in einer größeren Stadt zu erleben, wir wollten aber unseren Urlaub nicht mit allzu viel Trubel zu beginnen. Dementsprechend umfuhren wir auf unserer Weiterfahrt Kristiansand und suchten erst westlich von Flekkefjord den nächsten Campingplatz auf.
Am darauf folgenden Tag fuhren wir auf den kleineren Strassen (Rv 44 und 507) Richtung Stavanger. Auch für dieses Stück lohnt es sich, die E39 zu verlassen und den langsameren Weg durch sehr reizvolle und abwechslungsreiche Landschaft zu wählen.
Stavanger ist eine reiche Stadt. Dies liegt an den in den 1970er Jahren entdeckten Erdöl- und Erdgasfeldern. Die Bohrinseln werden von Stavanger aus bedient, und hierher kehren auch die Besatzungen zurück, um das verdiente Geld wieder unter das Volk zu bringen… Besonders hübsch in Stavanger ist die Altstadt Gamle Stavanger, deren malerische Holzhäuser in den 70er Jahren komplett restauriert wurden.
Abends fuhren wir ein kurzes Stück nach Osten, bis zu dem Campingplatz unterhalb des Preikestolen.

Stabskirche von Rødal
Stabskirche von Rødal
Langfoss
Langfoss
Am Langfoss
Am Langfoss
Låtefoss
Låtefoss
Beim Vøringfoss
Beim Vøringfoss
Am Eidfjord
Am Eidfjord
Am Eidfjord
Am Eidfjord
Blick auf den Eidfjord
Blick auf den Eidfjord
Die Statsraat Lehmkuh
Die Statsraat Lehmkuh
Holzhäuser der Brygge in Bergen
Holzhäuser der Brygge in Bergen

Durch Rogaland und Hordaland bis Bergen

Gelegentliche Regenschauer und tiefe Wolken konnten uns von der Wanderung auf den Preikestolen nicht abhalten. Leider war die Postkartenaussicht auf den Lysefjord etwas Wolkenverhangen. Dennoch sollte man sich die schöne und leicht zu findende Wanderung nicht entgehen lassen, wenn es das Wetter zulässt.
Weiter ging es auf der Rv 13 nach Norden, über Sand und Sauda durch die Berge nach Hordalia. Auf einem kleinen Abstecher fuhren wir nach Rødal, um die dortige Stabkirche anzuschauen. Dies war die erste Stabkirche an unsrem Weg. Hübsch – aber es gibt beeindruckendere.
Weiter ging es auf der 13 nach Norden. An der Kreuzung der E 134, die nach Haugesund führt, kann man einem 20 km langen Abstecher zum sehenswerten Wasserfall Langfoss unternehmen. Zurück au der Rv 13 kommt man noch am Wasserfall Låtefoss vorbei, bevor es über Odda auf einem sehr schönen Stück direkt am Sørfjord entlang bis Eidfjord geht. Von Eidfjord unternahmen wir einen weiteren kurzen Abstecher nach Osten bis zum Vøringfoss Wasserfall.
Den Eidfjord überquerend, ging es dann zurück nach Westen Richtung Bergen. Hierzu verließen wir wieder die Rv 13 und fuhren auf der kleineren Strasse 7 direkt am Hardangerfjord entlang.

Panorama: Bergen

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Bergen ist wie Stavanger einen Besuch wert. Um sich einen Überblick zu verschaffen, lohnt eine Fahrt mit der Standseilbahn auf den Hausberg Fløyen. Von dort hat man – in unserem Fall zwischen zwei Schneeschauern – einen hübschen Blick auf die Stadt mit Hafen und die vorgelagerten Inseln. Unbedingt sehenswert sind natürlich die Holzhäuser Brygge, die von hanseatischen Kaufläuten als Wohnhäuser und Kontore genutzt wurden. Die Häuser wurden nach dem obligatorischen Grossbrand 1703 (jede Norwegische Stadt scheint wenigstens einmal abgebrannt und wieder aufgebaut worden zu sein…) originalgetreu wieder aufgebaut und von der UNESCO unter Schutz gestellt. Den Mittelpunkt der Stadt bildet der Torget, auf dem Werktags der tägliche Fischmarkt stattfindet.

Blick vom Fløyen auf Bergen
Blick vom Fløyen auf Bergen
Mit der Flåm-Bahn nach Myrdal
Mit der Flåm-Bahn nach Myrdal
Die Flåm-Bahn
Die Flåm-Bahn
Kjosfoss
Kjosfoss
Im Laerdalstunnel
Im Laerdalstunnel
Stabskirche Borgund
Stabskirche Borgund
Stabskirche Borgund
Stabskirche Borgund
Lustrafjord
Lustrafjord
Lustrafjord
Lustrafjord
Durch Jotunheimen
Durch Jotunheimen


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