Malediven

Viele bunte Fische, auch ohne Tauchen!
05.03.2007

Anreise

Der internationale Flughafen der Malediven heisst, wie die Hauptstadt (oder Hauptinsel) Male. Wir sind von Zürich aus mit Edelweiss geflogen. Der Hinflug geht über Colombo, man muss dort aber nicht mal aussteigen. Der Flug dauert zwischen 10 und 11 Stunden.
Von Male aus geht es mit einem Boot (Schnellboot oder traditionelles Dhoni) weiter zum Ferienresort.
Wir verbrachten die Woche im Full Moon Beach Resort im Nord-Male Atoll, in der Landesprache heisst die Insel Furana Fushi. Von Male dauert die Fahrt mit dem Boot nur eine knappe halbe Stunde.

 Am Strand des Resorts
Am Strand des Resorts
 Bungalows mit je 4 Wohnungen
Bungalows mit je 4 Wohnungen
 Wasserbungalows
Wasserbungalows
Nordküste
Nordküste
Strandcafe
Strandcafe
Am Strand
Am Strand
Gartenanlage
Gartenanlage
Bougainville
Bougainville
Schönechse
Schönechse
 Rochen am Ufer
Rochen am Ufer

Klima

Auf den Malediven gibt es keine Jahreszeiten, die Feriensaison orientiert sich hauptsächlich an den weltweit typischen Urlaubszeiten. Das ganze Jahr über herrschen relativ unverändert eine hohe Luftfeuchtigkeit von etwa 80 % und die eher gemässigten Temperaturen von etwa 28 bis 32 °C. Die Wassertemperatur liegt derzeit ganzjährig bei etwa 27 °C. Von Dezember bis April herrscht Nordost-Monsun, dieses ist die trockenere Periode. Von Mai bis November herrscht Südwest-Monsun mit mehr Niederschlag.
Während unseres Aufenthalts im März gestaltete sich das Wetter folgendermassen: Über eine Periode von 2-3 Tagen baute sich unter zunehmendem Wind ein Gewitter auf, das sehr heftig sein konnte. Nach Entladen des Gewitters (ab dem späteren Nachmittag oder nachts) folgte ruhiges Wetter mit wenig Wind und keinen Wolken, 2-3 Tage später gab es wieder ein Gewitter.
Tropische Schauer sind beeindruckend – sehr nass und sehr laut! Sie sind am besten vom überdachten Balkon des Hotelzimmer aus zu geniessen...
Der Wind ist an Land angenehm, da er die drückende Schwüle etwas vertreibt. Beim Schnorcheln hatten wir allerdings manchmal ziemlich mit der Brandung zu kämpfen.

Das Ferienresort

Für die Malediven sind keine besonderen Impfungen nötig, da es keine ansteckenden oder von Tieren übertragene Krankheiten gibt.
Es gibt drei Kategorien von Inseln: unbewohnte Inseln, solche die von Einheimischen bewohnt sind und, streng getrennt davon, die Touristeninseln. Die Touristeninseln beherbergen häufig lediglich eine exklusive Hotelanlage, meist in Form von separaten Bungalows. Die verschiedenen Angebote kann man online vergleichen, zum Beispiel auf tui.com.
Das Full Moon Beach Resort ist eine der „grösseren“ Inseln, ca. 200 m breit und 800 m lang. Es hat eine vom Meer durch Mauern abgeschirmte Lagune zum Baden und eine Seite die sich besonders zum Schnorcheln eignet. Die Insel ist sehr schön ausgebaut und biete mehr Komfort, als wir benötigt hätten. Es gibt 4 verschiedene Restaurants, diverse Bars und Cafes und einen ausgezeichneten Service.
Die Küche hat uns hervorragend gefallen, man isst in allen Restaurants sehr gut. Insbesondere die Büffets mit thailändischem Einschlag haben uns sehr zugesagt. Die Preise sind hoch, da wirklich alles mit dem Schiff auf die Insel gebracht werden muss. Allerdings ist nichts unverschämt überteuert und angesichts des Services auf hohem Niveau gerechtfertigt.
Auf der Insel gibt es 150 Zimmer, zum Teil als Wasserbungalows, zum Teil als zweistöckige Bungalows mit Balkon oder Terrasse. Im März war es recht ruhig, die Insel ist aber gross genug, dass sich auch eine grössere Zahl Touristen nicht auf die Füsse tritt. Neben dem obligatorischen Süsswasser-Pool gibt es Tennisplätze, ein Wellness-Zentrum, eine Tauchbasis, einen Verleih von Surfbrettern und Schnorchelausrüstungen. Ausserdem gibt es natürlich einen kleinen Souvenirladen.
Wir haben es in der einen Woche nicht geschafft, an einem der angebotenen Ausflüge teil zu nehmen. Im Nachhinein bereuen wir etwas, nicht wenigstens Male angeschaut zu haben!

Muräne
Muräne
"Ein Strauss" Dreibinden-Preussenfische
"Ein Strauss" Dreibinden-Preussenfische
Riesenmuschel (Tridacna)
Riesenmuschel (Tridacna)
Koralle mit Preussenfischen
Koralle mit Preussenfischen
Rotfeuerfisch
Rotfeuerfisch
Junger Riesendrückerfisch
Junger Riesendrückerfisch
Korallen
Korallen
Halfterfisch
Halfterfisch
Schwarmfische
Schwarmfische
Schwarzspitzenriffhai
Schwarzspitzenriffhai

Die Fauna

Viele Tiere gibt es an Land nicht zu bewundern – sieht man von Insekten mal ab. Immerhin gibt es eine sehr schöne Agamenart (Schönechse, calotes versicolor) und zwei verschiedene Sorten nachtaktiver Geckos. Das eine ist hemidactylus frenatus, der Asiatische Hausgecko. Das andere muss eine verwandte Art sein, die etwas dunkler gefärbt ist und durch das charakteristische „geckgeckgeck“ auffällt, durch das der Gecko zu seinem Namen gekommen ist.
Weiterhin findet man besonders in der Dämmerung ganze Wanderungen von Land-Einsiedlerkrebsen und diverse Krabben.
An Vögeln haben wir nur einen Graureiher gesehen und eine einzelne Ralle, welche die Büsche am Strand nach Insekten absuchte. Es gab aber auf der Insel einen Baum der voll mit grossen Flughunden hing.

Kugelfisch
Kugelfisch
Korallen
Korallen
Picasso-Drückerfisch
Picasso-Drückerfisch
Leoparden-Drückerfisch mit Putzerfisch
Leoparden-Drückerfisch mit Putzerfisch
Meeresschildkröte
Meeresschildkröte

Schnorcheln

Umso belebter war dafür die Welt unter Wasser. Selbst in der abgeschirmten Badebuch konnte man eine Vielzahl an kleineren Fischen beobachten, mit dem Vorteil, dass man nicht gegen die ermüdende Strömung und Wellen anpaddeln musste. Dort haben wir zum Beispiel unseren ersten und einzigen Feuerfisch gesehen. Es gibt verschiedene kleine Korallenstöcke und interessante Mauern, deren genaue Beobachtung sich lohnt.
Das absolute Schnorchelparadies findet man auf der anderen Seite der Insel. Auf einem weitläufigen, flachen Stück findet man kleinere Modelle von fast allem, das auf unserem „Riff-Fisch Führer“ für den indischen Ozean verzeichnet ist. Der Wasserstand hier ist so niedrig, dass man allerdings bei Ebbe vielleicht 3-4 Stunden nicht gut Schnorcheln kann, ohne auf den Korallen aufzulaufen.
Macht man sich die Mühe und paddelt etwa 50 Meter über diese Stück hinweg, trifft man auf ein vielleicht 15 Meter tiefes Becken mit sandigem Grund und einer Ausdehnung von etwa 30 x 200 Metern. Das Becken liegt bereits ausserhalb der Zone wo sich die Wellen brechen. Wenn man sich dort hindurch gekämpft hat, kann man in relativ ruhigem Wasser ohne grosse Anstrengung schnorcheln. An den Kanten dieses Beckens findet man die gleichen Fische eine Kategorie grösser, ausserdem Schwarmfische, grössere Adlerrochen und mit etwas Glück Riff-Haie die leider sehr scheu sind. Auch eine Schildkröte haben wir dort angetroffen. Diese war so desinteressiert an uns, dass sie sich beim Auftauchen aus nächster Nähe beobachten und sogar anfassen liess.

Obwohl der Flug mit 10 Stunden recht lang ist, hat er sich selbst für den Zeitraum einer Woche absolut gelohnt. Zum Schnorcheln und Ausspannen sind die Malediven wunderbar geeignet, denn neben kristallklarem Wasser und beeindruckender Fischvielfalt gibt es auch ausgezeichnete Unterkunftsmöglichkeiten auf den Malediven. Man sollte allerdings viel Lesestoff im Gepäck haben, da die Schnorchel-Ausdauer begrenzt ist.