Kanada

Drei Wochen in den kanadischen Rockies und auf Vancouver Island
01.03.2009

...Fortsetzung...

Banff

Der folgende Freitag begann mit Regen und Gewitter. Da unser Wanderbedarf erstmal gestillt war, störte das nicht weiter und wir fuhren über Golden in den Yoho National Park, dann weiter über den Kicking Horse Pass Richtung Banff. Im Yoho Nationalpark lohnt ein Abstecher auf einer ca. 17 km lange Stichstrasse nach Norden zu den Takakkaw Falls, die zu den höchsten Wasserfällen Kanadas gehören.

In Banff schauten wir uns am nächsten Morgen das Städtchen an und kauften T-Shirts. Dann fuhren wir zurück Richtung Lake Louise, wobei wir den ruhigeren Bow Valley Parkway (1a) nahmen, die parallel zum Icefield Parkway verläuft. Hier empfiehlt sich der Halt nach 25 km am Johnston Canyon. Die 1.1 km zu den unteren Wasserfällen sind stark frequentiert, am Aussichtspunkt zum Wasserfall muss man anstehen. Etwas besser wird es, wenn man den Weg zu den Upper Falls auf sich nimmt, weitere 1.6 km. Richtig schön und ruhig wird es, wenn man von dort aus weiter bergauf zu den Inkpots läuft. Nach etwa einer halben Stunde kommt man auf ein von Bergen gesäumtes Plateau mit türkisgrünen Tümpeln. Dieser Ort lädt mit Bänken und grandiosen Ausblicken zum Picknicken ein.
Der Bow Valley Parkway führt bis Lake Louise, wo wir übernachteten.

Yoho River, Yoho National Park
Yoho River, Yoho National Park
Takkakaw Falls, Yoho National Park
Takkakaw Falls, Yoho National Park
Banff
Banff
Johnston Canyon
Johnston Canyon
Auf dem Weg zu den Inkpots
Auf dem Weg zu den Inkpots
Inkpots
Inkpots
Rabe bei den Inkpots
Rabe bei den Inkpots
Moraine Lake
Moraine Lake
Moraine Lake
Moraine Lake
Lake Louise, Chateau Lake Louise
Lake Louise, Chateau Lake Louise

 

Lake Louise

Am folgenden morgen brachen wir recht früh auf zum 12 km entfernten Moraine Lake. Diese Empfehlung des Reiseführers bewährte sich sogar für die Nachsaison – am Moraine Lake sind die durchaus zahlreichen Parkplätze sehr schnell belegt. Insbesondere das Unterbringen eines Campers ist später am Tag nicht ganz einfach. Wir bekamen einen schönen Parkplatz, mussten dann aber warten bis die Sonne es über die Berge schaffte. Die Zeit des Wartens nutzten wir, um dem Lakeshore Walk bis ans andere Ende des Sees zu folgen.

Panorama der Plain-of-the-Six-Glaciers

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Die zweite Etappe des Tages war der Lake Louise. In der Nähe der Parkplätze ist dieser sehr überlaufen, sogar noch Mitte September. Läuft man am nördlichen Ufer entlang Richtung Ende des Sees, wird man nicht nur mit mehr Ruhe, sondern auch mit einer sehr fotogenen Aussicht auf das Chateau Lake Louise belohnt. Wir wanderten weiter zur „Plain of the six glaciers“ (vom Parkplatz aus inklusive Rückweg etwa 11 km und 350 Höhenmeter). Auch wenn wir selbst bei großzügiger Zählweise nur 5 Gletscher entdecken konnten, lohnte sich die Tour dank grandioser Aussicht.

Unterwegs zur Plain of The Six Glaciers
Unterwegs zur Plain of The Six Glaciers
Blick auf den Victoria Glacier
Blick auf den Victoria Glacier
Peyto Lake
Peyto Lake
Waterfowl Lake, mit Blick auf Mount Chephren
Waterfowl Lake, mit Blick auf Mount Chephren
Beim Mistaya Canyon
Beim Mistaya Canyon
Saskatchewan River
Saskatchewan River
Saskatchewan River
Saskatchewan River
Saskatchewan River
Saskatchewan River
Saskatchewan River
Saskatchewan River
Athabasca Glacier, Columbia Icefield
Athabasca Glacier, Columbia Icefield

 

Icefield Parkway

Nach einer weiteren Nacht in Lake Louise machten wir uns auf dem Icefield Parkway auf Richtung Jasper. Auf den gut 200 km kann man alle paar Kilometer halt machen und zu einem See, Aussichtspunkt, Wasserfall oder Gletscher spazieren – meist in Parkplatznähe. Trotz kurzer Distanzen zu Fuss sind es so viele Stopps, dass man abends angemessen müde ist. Gut zu erreichen ist zum Beispiel der Bow Lake direkt an der Strasse. Auf keinen Fall verpassen sollte man den türkisfarbenen Peyto Lake, der nur einen ca. zehnminütigen Spaziergang erfordert. Den nächsten Haltepunkt erreicht man nach etwa 30 km: ein kurzer Weg führt zu einer Fussgängerbrücke über den Mistaya Canyon.

Panorama des Bow Lake

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Nach etwa 2/3 der Strecke erreicht man die Grenze zum Jasper Nationalpark und kurz darauf das Columbia Icefield. Von einem großen Informationszentrum aus werden geführte Touren auf den Gletscher angeboten, man kann aber auch auf eigene Faust bis zur Kante des Athabascagletschers spazieren.
Auf der verbleibenden Strecke bis Jasper sollte man noch bei den Sunwapta Falls und den Athabasca Falls halt machen. Beide sind in wenigen Minuten von der Strasse aus zu erreichen.

Sunwapta Falls
Sunwapta Falls
Sunwapta Falls
Sunwapta Falls
Athabasca Falls
Athabasca Falls
Athabasca Falls
Athabasca Falls
Lac Beauvert, Jasper
Lac Beauvert, Jasper
Lac Beauvert, Jasper
Lac Beauvert, Jasper
Lac Beauvert, Jasper
Lac Beauvert, Jasper
Lac Beauvert, Jasper
Lac Beauvert, Jasper
Nonnengans auf dem Lac Beauvert
Nonnengans auf dem Lac Beauvert
Nonnengans auf dem Lac Beauvert
Nonnengans auf dem Lac Beauvert

Jasper

Über den Campingplatz in Japser möchte ich ein paar Worte verlieren: Dieser war zum einen für Mitte September noch erstaunlich voll, wie auch Banff und Lake Louise zuvor. Das liegt unter anderem daran, dass die kleineren Campingplätze nach dem Labour Day schliessen und sich der Touristenstrom auf die verbleibenden großen Plätze konzentriert. Möchte man einen Stromanschluss, empfiehlt sich zeitiges Eintreffen. Der Campingplatz von Jasper liegt ausserhalb im Wald und biete so viel Platz auf den Stellplätzen, dass man das Gefühl hat, alleine im Wald zu campen. Der Weg zur Dusche lässt sich nur mit Taschenlampe und Karte bewältigen. Die Wahrscheinlichkeit, auf Hirsche (die dortigen Elks) zu treffen ist kaum geringer als einen anderen Menschen zu sehen.

Den folgenden Tag verbrachten wir in der Region um Jasper. Nach einem kurzen Besuch des Ortes und der Touristeninformation unternahmen wir einen schönen Spaziergang um den Lac Beauvert herum. Dieser liegt wenige Kilometer südöstlich von Jasper und lässt sich in einer Stunde bequem umrunden. Bemerkenswert ist besonders das unglaublich klare Wasser dieses Sees.

Nachmittags fuhren wir ein paar Kilometer zurück nach Süden. Ca 10 km vor Jasper ist der Startpunkt zum Valley of the five lakes. Dieser Trail bot die Wanderung, die wir zur schönsten des ganzen Urlaubs erklärten. Der Rundweg, den man je nach Lust und Laune 4 km oder länger gestalten kann, bietet eine wunderschöne Mischung aus grünen Feuchtwiesen, türkisfarbenen Seen, Bergen und Mitte September herbstfarbenen Hängen und Sträuchern. Insbesondere im Herbst und bei schönem Wetter sollte man sich diese Tour auf keinen Fall entgehen lassen.

Am folgenden Mittwoch brachen wir sehr früh auf, um noch in der Dämmerung die Strasse zum Maligne Lake zu fahren. Der Reiseführer stellte die Chance in Aussicht, von der Strasse aus Bären zu beobachten, was uns leider nicht gelang. Entlang der Strecke kann man eine geologische Besonderheit sehen: der Medicine Lake verschwindet jedes Jahr im Herbst in einem unterirdischen Höhlensystem, bis das starke Schmelzwasser des Frühsommers den See wieder auffüllt.

Da wir in den letzten Tagen genug Seen gesehen hatten und es noch ziemlich früh und ziemlich kalt war, frühstückten wir am Maligne Lake auf dem Parkplatz (Vorteil eines Campers…) und fuhren zurück, ohne dort zu wandern. Auf dem Rückweg hielten wir am Maligne Canyon und machten einen Spaziergang entlang der zum Teil spektakulären Schlucht.

Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Indian Paintbrush
Indian Paintbrush
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Valley of the five Lakes, südlich von Jasper
Streifenhörnchen
Streifenhörnchen
Elk auf dem Campingplatz von Jasper
Elk auf dem Campingplatz von Jasper
Medicine Lake
Medicine Lake

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