Island

Feuerinsel im hohen Norden
24.03.2007

...Fortsetzung...

Wasserfälle

Der Isländische Begriff für Wasserfall ist "Foss". Hinter praktische jedem Foss auf der Landkarte verbirgt sich eine Sehenswürdigkeit, oft sind auch Wasserfälle sehr schön die nicht speziell als sehenswert gekennzeichnet sind.

Gullfoss – der goldene Wasserfall (1A)

Der Gullfoss wird von vielen für den schönsten und spektakulärsten Wasserfall gehalten. Er ist in einer Tagestour mit dem Bus oder Auto von Reykjavik aus zu erreichen und sicherlich einer der meistbesuchten Attraktionen der Insel. Der Gullfoss wird durch den Gletscherfluss Hvítá gebildet, der vom Langjökull gebildet wird. "Hvítá" bedeutet "weißer Fluss", ein Name den er dem vielen Sand und Geröll zu verdanken hat, das transportiert wird. Im Durchschnitt führt die Hvítá 100 m³ Wasser pro Sekunde, in der warmen Sommerzeit wesentlich mehr als im Winter.

Panorama: Gullfoss

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Skógáfoss (1B)

Der Skógáfoss liegt an der Südküste bei dem Dörfchen Skogar und wird durch den gleichnamigen Fluss Skógá gebildet. Der Fall ist gut 60 m hoch und stürzt eine ehemalige Steilküste hinab. Vom Meer hat er sich durch Erosion jedoch mittlerweile zurückgezogen. Zugleich ist der Meeresspiegel deutlich niedriger als in wärmeren Zeitaltern und am Ende der letzten Eiszeit hob sich Island insgesamt etwas. Dies alles führt dazu, dass der alten Steilküste heute mehrere Kilometer flaches Land vorgelagert sind. Den Abstecher zum Skógáfoss kann man sehr gut in kurzer Zeit unternehmen, wenn man auf der Ringstrasse im Süden um die Insel fährt.

Blick auf den Snaefellsjökull
Blick auf den Snaefellsjökull
Snaefellsjökull
Snaefellsjökull
Küste in der Nähe von Ólafsvík
Küste in der Nähe von Ólafsvík
Strokkur
Strokkur
Strokkur
Strokkur
Heiße Quelle im Strokkur-Gebiet
Heiße Quelle im Strokkur-Gebiet
Heiße Quelle im Strokkur-Gebiet
Heiße Quelle im Strokkur-Gebiet
Heiße Quelle bei Hveravellir
Heiße Quelle bei Hveravellir
Landschaft beim Laki-Krater
Landschaft beim Laki-Krater
Námafjall
Námafjall

Fagrifoss (1C)

Der Fagrifoss ist ebenfalls ein sehr schöner und sehenswerter Wasserfall. Leider erwischten wir einen etwas feuchten und nebligen Tag, um ihn zu besuchen. Der Fagrifoss ist nur mit einem allradgetriebenen Wagen zu erreichen, der das Furten von Flüssen erlaubt. Er liegt etwa 20 km nördlich der südlichen Ringstrasse und die Anfahrt ist etwas beschwerlich, jedoch mit einem entsprechenden Auto und genügend Zeit sehr gut zu bewältigen.

Svartifoss (1D)

Der Svartifoss ist für uns der schönste Wasserfall Islands, obwohl er eher wenig Wasser führt und auf unserer Karte nicht einmal näher bezeichnet war. Die Basaltsäulenwand hinter dem Wasserfall ist jedoch einzigartig und macht den Wasserfall zu einem besonderen Kleinod. Der Wasserfall ist von einem Parkplatz in Skaftafell (südlich des Vatnajökull) in knapp 30 Minuten zu Fuß zu erreichen oder man fährt mit dem Auto bis zu einem Parklplatz etwas oberhalb, von wo man in etwa 10 Minuten am Wasserfall ist.

Dettifoss (1E)

Der Dettifoss ist gemessen an der Wassermenge von durchschnittlich etwa 200 Tonnen pro Sekunde der größte Wasserfall Islands und wird von der Jökulsá á Fjöllum gebildet, die als mehrere kleine Flüsse dem Vatnajökul entspringt. Man erreicht das westliche Ufer vom Mývatn aus über ein Stück von etwa 20 km sehr schlechter Straße, die allerdings auch mit einem normalen PKW befahrbar ist, wenn man etwas Geduld mitbringt. Etwas bequemer ist die Strasse von Norden her oder der Weg am Ostufer. Der Wasserfall ist von beiden Seiten gleich spektakulär. Je nach aktueller Windrichtung wird man allerdings auf einer der beiden Seiten sehr nass...

Godafoss (1F)

Der Godafoss ist ein kleinerer aber breiter und recht hübscher Wasserfall, an dem man zwangsläufig vorbei kommt, wenn man von Akureyri Richtung Mývatn unterwegs ist.

Kochender Schlammtopf bei Námafjall
Kochender Schlammtopf bei Námafjall
Kochender Schlammtopf bei Námafjall
Kochender Schlammtopf bei Námafjall
Námafjall
Námafjall
Schlot bei Námafjall
Schlot bei Námafjall
Námafjall
Námafjall
Krafla-Gebiet
Krafla-Gebiet
Krafla-Gebiet
Krafla-Gebiet
Krafla-Gebiet
Krafla-Gebiet
Krafla-Gebiet
Krafla-Gebiet
Basalt-Rosette bei Hljódarklettar
Basalt-Rosette bei Hljódarklettar

Seen

Mývatn – der Mückensee (2A)

Der Mývatn gehört zu den gebieten Islands, die man unbedingt besuchen muss. Nicht nur die spektakulären vulkanischen Gebiete im Bereich des Mývatns, sondern auch der 38 km² große See selbst ist einen Besuch wert. Der Mývatn entstand beim Ausbruch eines Schildvulkans vor etwa 3500 Jahren, dessen Lava den Abfluss des Wassers blockierte und den heutigen See aufstaute. Sehenswert sind die vielen Pseudokrater am südlichen Ufer, die durch Wasserdampfexplosionen entstanden, wo heiße Lava auf den feuchten Untergrund traf. Dank zahlreicher Quellen im Grund des Sees friert dieser trotz seiner geringen Wassertiefe von knapp 5 m auch im Winter nicht zu. Das Naturschutzgebiet bietet Lebensraum für zahlreiche Wasservögel und leider auch für unzählige Mücken. Dass es sich bei den meisten nur um nichtstechende Zuckmücken handelt, ist ein schwacher Trost. Lästig ist es dennoch, dass man bei Wanderungen in schwarzen Wolken der kleinen Quälgeister versinkt. Am Mývatn empfiehlt sich eine Wanderung durch Dimmuborgir, am östlichen Ufer gelegen. Das Gebiet mit wilden Lavaformationen muss einer der Hauptentstehungsorte der Isländischen Göttersaga "Edda" sein. Die versteinerten Riesen und Trolle sind jedenfalls noch da!

Panorama: Myvatn

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Thingvallavatn - die Althing-Stätte (2B)

Der sehr geschichtsträchtige Thingvallavatn liegt in der Ebene von Thingvellir, welche als Teil eines Grabenbruchs Teil des Mittelatlantischen Rückens ist. Hier driften die Amerikanische und die Eurasische Kontinentalplatte auseinander. Zahlreiche Dehnungsspalten klaffen in der Ebene wie Risse und veranschaulichen deutlich die Entwicklung der letzten Jahrtausende. In Thingvellir fand früher das "Althing" statt, die altisländische Parlamentsversammlung. Seit dem Jahre 930 trafen sich einmal jährlich im Juni die Thingmitglieder zu einer gesetzgebenden und rechtsprechenden Versammlung. Das "Althing" war jedoch auch Volksfest, an dem jeder teilnehmen konnte und diente der Kommunikation, Information und dem Handel. Das Thingvellir Gebiet ist ebenfalls mit Auto oder Bus von Reykjavik zu erreichen und kann sehr gut mit einem Besuch beim Gullfoss und dem Geysir Strokkur kombiniert werden.

Panorama: Thingvellir

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Jökulsarlón - die Gletscherlagune (2C)

Wenn man auf der Ringstrasse südlich um Island fährt, kommt man an den Lagunen des Vatnajökull vorbei. Besonders schön ist die Jökulsarlón, die das ganze Jahr mit Eisbergen gefüllt ist. Der enge Abfluss zum Meer hin verhindert, dass die Eisberge aus der Lagune entkommen, während der kalbende Gletscher besonders in den Sommermonaten für Nachschub sorgt. Auf der Lagune kann man mit Amphibienfahrzeugen oder kleineren Gummibooten Rundfahrten zwischen den Eisbergen buchen. Aber auch vom Ufer aus kommt man dank der unglaublichen Formenvielfalt auf seine Kosten. Die benachbarte kleinere Breidárlón beherbergt wesentlich weniger Eisberge. Allerdings lohnt sich dennoch der Abstecher, da der Blick auf den Gletscher von dort wesentlich schöner ist.

Bei Ólafsvík – Bugsvatn (2D)

Auf dem Weg von Ólafsvík nach Grundarfjördur liegt rechts an der Strasse ein kleines Gewässer mit dem Namen Bugsvatn (Biegewasser) (Anm.: Der Name des Gewässers blieb uns fünf Jahre lang verborgen. Vielen Dank an Lars Nygaard aus Grundarfjörður, der uns per Mail den Namen 2007 verriet.). Ich erwähne ihn hier überhaupt nur, weil ich unbedingt 2 Fotos dazu unterbringen möchte. Wir kamen dort nämlich relativ früh morgens und bei absoluter Windstille vorbei. Und die Landschaft spiegelte sich so schön in der Wasseroberfläche.

Panorama: Olafsvik

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