Island

Feuerinsel im hohen Norden
24.03.2007

...Fortsetzung...

Fortbewegung und Wetter

In 2 Wochen haben wir knapp 2500 km zurückgelegt, wobei wir im wesentlichen von Reykjavík im Uhrzeigersinn die Ringstrasse einmal um die Insel gefahren sind, mit vielen Abstechern und Extratouren. Wenn man sich an Haupt- und Fernstrassen hält, kommt man gut mit 70 – 90 km/h voran, selbst auf unbefestigten Strecken. Für die Strassen, die als Nebenstrassen auf der Karte bezeichnet sind, lohnt es sich, ein etwas robusteres Gefährt zu haben. Befahrbar sind diese Strassen auch mit einem PKW, allerdings mit stark vermindertem Tempo. Lediglich die schlechtest mögliche Variante der befahrbaren Strassen (auf unserer Karte ein blassgrauer Strich, als Fahrweg bezeichnet) zwingt einen ab und zu zum Furten von Flüssen und erfordert Allradantrieb. Was das Wetter angeht, behaupte ich nach nunmehr 5 Wochen, die ich in meinem Leben auf der Insel zugebracht habe: das Wetter auf Island ist besser als sein Ruf. Oder muss ich sagen: ich hatte ausgesprochenes Glück? Diesmal hatten wir 2 Tage, die derart verregnet waren, dass man praktisch nichts unternehmen konnte außer fahren oder Museen besichtigen. Daneben gab es Tage mit Schauern und halbe Tage mit Nebel oder Nieselregen. Außerdem gab es Tage mit Sonne von morgens bis abends.

Am Svartifoss
Am Svartifoss
Dettifoss
Dettifoss
Godafoss
Godafoss
Pseudokrater am Mývatn
Pseudokrater am Mývatn
Mývatn
Mývatn
Dimmuborgir
Dimmuborgir
Höhle mit warmem Wasser
Höhle mit warmem Wasser
Straße zum Thingvallavatn
Straße zum Thingvallavatn
Thingvallavatn
Thingvallavatn
Erdspalte im Thingvellir
Erdspalte im Thingvellir

Die Temperaturen lagen tagsüber zwischen 10 und 20 °C, nachts war das kälteste einmal etwa 2 °C. Generell kann man sagen, dass das Wetter auf der Nordseite etwas besser ist als im Süden, wo Wolken vom Meer am Vatnajökull hängen bleiben und gern für Dauerregen sorgen. Im großen und ganzen ändert sich das Wetter rasch und ständig, und damit auch oft zum Besseren. Wer jedoch Badeurlaub gewöhnt ist, eine Cumuluswolke für eine Bedrohung und bedeckten Himmel für eine Katastrophe hält – für den hat Island tatsächlich viel schlechtes Wetter zu bieten. Und wenn man mit Zelt und Fahrrad unterwegs ist, hat man trotz gelegentlichem Sonnenschein und blauem Himmel selten die Chance, seine Sachen ganz trocken zu bekommen. Außerdem ist es fast immer leicht bis stark windig, aus rasch wechselnden Richtungen. Um noch mal auf das Fahrradfahren zurück zu kommen: wir haben sowohl unterwegs als auch auf verschiedenen Campingplätzen und am Flughafen vor dem Abflug viele Fahrradfahrer getroffen, die fast alle mehr oder weniger erschlagen waren. Ohne es ausprobiert zu haben oder es uns auch nur zuzutrauen: Island per Fahrrad scheint viel Kondition und Durchhaltevermögen zu erfordern. Das liegt zum einen an den klimatischen Bedingungen; verhältnismäßig kalt, gerne feucht und windig, aber auch an den oft schlechten Strassen und endlosen Steigungen. Island ist an fast keiner Stelle wirklich flach, auch wenn es nicht deutlich erkennbar bergig ist! Ein Fahrradfahrer erzählte abends, er habe 50 Kilometer auf einer "ebenen" Küstenstrasse zurückgelegt und nebenbei 800 Höhenmeter überwunden. Uns jedenfalls nötigten die zahlreichen Fahrradfahrer großen Respekt ab.

Stricklava
Stricklava
Jökulsarlón
Jökulsarlón
Amphibienfahrzeug an der Jökulsarlón
Amphibienfahrzeug an der Jökulsarlón
Eisberge in der Jökulsarlón
Eisberge in der Jökulsarlón
Breidarlón
Breidarlón
See (Bugsvatn) bei Ólafsvík
See (Bugsvatn) bei Ólafsvík
See (Bugsvatn) bei Ólafsvík
See (Bugsvatn) bei Ólafsvík
Küste bei Vík, Dyrhólaey
Küste bei Vík, Dyrhólaey
Strand in der Nähe von Vík
Strand in der Nähe von Vík
Küste bei Arnarstapi, Sneafellsnes
Küste bei Arnarstapi, Sneafellsnes

Die Landschaft

Nach längerem hin und her habe ich beschlossen, in diesem Reisebericht nicht chronologisch unsere Tour zu beschreiben. Statt dessen werde ich auf verschiedene Landschaftsmerkmale gruppenweise eingehen und sie mit einem Link auf eine Islandkarte versehen. Beginnen muss die Aufzählung natürlich mit den omnipräsenten Wasserfällen.

Panorama: Hochland

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