...Fortsetzung...
Am nächsten Tag fuhren wir direkt bis zum Ayers Rock. Die Wanderung drum herum beträgt etwa 10 km und lohnt sich trotz der Hitze (der grösste Teil des Weges liegt in der Sonne). Der Berg, der von weitem so gleichförmig wirkt, bietet hinter jeder Ecke neue Perspektiven. Den Aufstieg auf den Berg sparten wir uns dafür; teils aus Rücksichtnahme auf die Aborigines, für die der Uluru eine heilige Stätte darstellt – teils aus Müdigkeit. Den Abend besiegelten wir mit dutzenden anderer Touristen am Sunset Point. Ein spektakulärer Sonnenuntergang wurde allerdings durch Wolken vereitelt.
Nach einer Nacht im nahe gelegenen Ressort waren wir früh auf den Beinen und versuchten unser Glück mit der Sonne und dem Berg noch mal beim Sunrise Point. Das Spektakel fiel aber gleichermassen dürftig aus, da sich der Himmel weiter zugezogen hatte. Dieser Umstand kam uns allerdings sehr gelegen bei der folgenden Wanderung durch die Olgas, die noch ca. 40 km weiter Richtung Westen liegen. Am Nachmittag schafften wir noch die Strecke zurück bis Erlunda, von wo wir am folgenden Morgen die Reise nach Norden antraten.
Etwa 130 km südlich von Alice Springs zweigt eine unbefestigte Piste nach Osten ab zum Rainbow Valley. Wer von bunten Steinen noch nicht genug hat, sollte diesen lohnenden Abstecher unternehmen.
Die folgenden zwei Tage galten hauptsächlich der Streckenbewältigung. Alice Springs nutzten wir wiederum nur zum Einkaufen. Auf den Weg nach Norden sind besonders die Devils Marbels einen Halt wert, ein weites Feld mit Steinkugeln in den verschiedensten Formen und Schichtungen. Auf der Fahrt Richtung Norden wird es von Kilometer zu Kilometer grüner. Auf grössere Mengen fliessendes Wasser trifft man bei Mataranka, wo warme Quellen zum Baden einladen. Das dortige Touristenressort gleicht einer Oase nach der tagelangen Fahrt durch die Wüste.
Ebenfalls einen Abstecher wert ist die Katherine Gorge, eine Schlucht, in der man Bootsfahrten auf dem Fluss Katherine oder Wanderungen unternehmen kann. Knapp 100 km weiter nördlich führt bei Pine Creek der Kakadu Highway in den Kakadu Nationalpark. Dieser ist in der Regenzeit (unser Frühjahr) zu größeren Teilen überflutet. Im Europäischen Herbst (Australischer Frühling) herrscht dort Trockenzeit und alle Straßen sind befahrbar oder begehbar.
Von Süden kommend führt der erste Abstecher zu den Gunlom Falls. Dort kann man baden, besonders lohnend ist aber die kurze Wanderung hinauf zur Abbruchkante. Auch dort kann man in kleinen, natürlichen Wasserbecken baden und die Aussicht geniessen.
Weiter nördlich führt ein kurzer Abstecher zur Gagudju Coinda Lodge. Von dort kann man eine Bootstour auf der Lagune Yellow Water unternehmen, bei der man neben zahlreichen Vögeln auch Salzwasserkrokodile beobachten kann.
Südlich von Jabiru führt eine Strasse zum Nourlangie Rock, der neben Felszeichnungen der Aborigines auch eine gute Aussicht bietet. Nördlich von Jabiru lassen sich beim Ubirr Rock weitere Felszeichnungen bewundern.
Auf dem Weg zurück nach Westen Richtung Darwin kann man noch das Feuchtbiotop Mamukala besuchen, in dem in der Trockenzeit tausende von Magpie-Gänsen leben.