Australien

Vier Wochen fr Naturfreunde und Echsenliebhaber
11.02.2007

...Fortsetzung...

Auf Kangaroo Island fuhren wir auf der South Coast Road nach Südwesten. Auf der Seal Bay Road ging es zum Seal Bay Aquatic Reserve. Hier kann man in geführten Gruppen am Strand zwischen den Seehunden spazieren gehen. Weiter Richtung Westen trifft man auf den Flinders Chase Nationalpark, in dem man auch campen oder Cabins mieten kann. In diesem Park gibt es zahllose schöne Wanderungen und Naturlehrpfade, auf denen man sehr viele nicht allzu scheue Tiere beobachten kann. Neben Kanguruhs und den kleineren Wallabies sieht man eine Variante des Australischen „Igels“, den Echidna, zahllose verschiedene Vögel und mit Glück und Geduld das Schnabeltier Platypus.

Auch sollte man an den südlichsten Punkt des Nationalparks zum Cape de Couedic fahren, wo man auf einem kleinen Spaziergang den Admirals Arch bewundern kann, bei dem auch eine Seehundkolonie lebt. Bei einer Wanderung durch das Heideland an der Küste stöberten wir einen Heath Goanna auf, eine ca. 1 Meter lange Echse.

Besonders beeindruckend sind die Remarkable Rocks etwas weiter östlich. Besonders bei tief stehender Morgensonne und ohne Leute lassen sich hier eindrucksvolle Fotos schiessen.

Schnabeligel (Echidna) / Tachyglossus aculeatus
Schnabeligel (Echidna) / Tachyglossus aculeatus
Kirche in Adelaide
Kirche in Adelaide
Strasse südlich von Alcie Springs
Strasse südlich von Alcie Springs
Salzsee östlich vom Ayers Rock
Salzsee östlich vom Ayers Rock
Agame am Ayers Rock
Agame am Ayers Rock
Ayers Rock
Ayers Rock
Der Wanderweg auf den Ayers Rock
Der Wanderweg auf den Ayers Rock
Um den Ayers Rock herum
Um den Ayers Rock herum
Um den Ayers Rock herum
Um den Ayers Rock herum
Sonnenuntergang am Ayers Rock
Sonnenuntergang am Ayers Rock

Bei der Fahrt zurück an die Ostküste erhielten wir einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Fahrt durch das Outback: Beim Versuch zu tanken fanden wir zwar Benzin vor, doch leider war der Strom bei der etwas verlassen gelegenen Tankstelle gerade ausgefallen, somit funktionierte auch die Benzinpumpe nicht.

In Kings Cote ergriffen wir dann doch noch die Gelegenheit, auf einer geführten Tour die Little Blue Penguins zu beobachten. Die Führung in kleinen Gruppen war sehr liebevoll und informativ gemacht, man konnte zwischen den Pinguinen hindurch laufen ohne diese erkennbar zu irritieren und hatte für 13 Dollar ein sicherlich wesentlich pinguinintensiveres Erlebnis als auf der Tribüne von Philipps Island.

Die Strecke von Philipps Island bis Adelaide kann man unerwähnt lassen. Bezeichnend für die Freundlichkeit der Australier ist das, was uns in Adelaide selbst passierte: Wir hatten den Camper abgegeben und wollten mit dem Bus in die Stadt fahren. Nach intensivem Studium der Fahrpläne glaubten wir, immerhin die Bushaltestelle auf der richtigen Strassenseite identifiziert zu haben. Nach ein paar Minuten hielt auch ein Bus – um uns zu sagen dass wir an einer Haltestelle stehen die an diesem Tag nicht angefahren würde, wir sollen zur nächsten Haltestelle laufen. Oder wir sollen doch gerade einsteigen, er setzt uns dort ab. Das fanden wir schon aussergewöhnlich nett, jeder europäische Busfahrer hätte uns wohl an der falschen Haltestelle ignoriert. Auf dem Weg fragte unser Fahrer, wo wir denn hin wollten… irgendwo in die Stadt. Shopping? Ja, Shopping, vielleicht Abendessen. Darauf meinte unser Fahrer, er nehme uns mit in die Stadt. Er sei gerade nicht im Dienst und fahre ungefähr in die Richtung. Auf unserer persönlichen Stadtrundfahrt bekamen wir Tipps zur Besichtigung und zum Abendessen, die Lebensgeschichte des Busfahrers und erzählten im Gegenzug, wo wir herkamen, was wir schon alles gesehen hatten und so weiter. Auf diese weltoffene, unkomplizierte und hilfsbereite Art begegneten und begeisterten uns noch einige andere Australier.

Die Olgas
Die Olgas
Wanderung in den Olgas
Wanderung in den Olgas
Wanderung in den Olgas
Wanderung in den Olgas
Heuschrecken in den Olgas
Heuschrecken in den Olgas
Lined Earless Dragon (Tympanocryptis lineata)
Lined Earless Dragon (Tympanocryptis lineata)
Baum voller Zebrafinken
Baum voller Zebrafinken
Yellow Throated Miner (Honeyeater) / Manorina Flavigula
Yellow Throated Miner (Honeyeater) / Manorina Flavigula
Felsen im Rainbow Valley sdlich von Alice Springs
Felsen im Rainbow Valley sdlich von Alice Springs
Devils Marbels zwischen Barrow Creek und Tennant Creek
Devils Marbels zwischen Barrow Creek und Tennant Creek
Devils Marbels
Devils Marbels

Am folgenden Tag flogen wir von Adelaide ins rote Zentrum nach Alice Springs. Der Flug über das endlose rote Nichts bot einen guten Vorgeschmack auf die Fahrt, die wir vor uns hatten. In Alice Springs holten wir unseren zweiten Camper ab, diesmal ein robusteres Modell mit der Option auf Allradantrieb. Anschliessend kauften wir noch ein und starteten direkt Richtung Süden zum Ayers Rock. Nach knapp 190 km zweigt kurz hinter Henbury eine unbefestigte Piste zu den Henbury Meteoritenkratern ab. Die Strecke beträgt einfach um die 15 km und lohnt nicht wirklich, es sei denn man möchte seinen Mietwagen auf Robustheit testen. Am selben Tag schafften wir noch die Strecke bis Erlunda, wo der Highway nach Westen zum Ayers Rock abzweigt. Erlunda besteht aus der Strassenkreuzung und einem sehr brauchbaren Campingplatz. Da es derer auf der Strecke nicht allzu viele gibt, lohnt sich eine Übernachtung, wenn es in den Zeitplan passt.

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