Hallo Stefan,
schlaflose Nächte ...
Gerade hatte ich mir klargemacht, wie schnell und exakt eine Positionsbestimmung doch ablaufen muss- aber nicht an Fahrzeugnavigation gedacht.
Erstmal ein Auszug von 2000, der Deine Bedenken bestätigt:
Bei den praktischen Messungen, die im Stadtgebiet von Stuttgart mit dem 9-Kanal-GPS-Empfänger Trimble Geodetic System Surveyor SSi durchgeführt wurden, konnten diese theoretischen Genauigkeiten bei weitem nicht erreicht werden.
Die GPS-Positionen weisen häufig Sprünge auf, die zum Teil in etwa parallel zur Fahrstrecke verlaufen. Der Grund für diese Sprünge liegt in der Abschattung einzelner oder aller Satelliten, die zu häufig wechselnden Satellitenkonstellationen führt.
In ungünstiger Lage können die Sprünge bis zu 800m erreichen. Vermutlich wurden bei diesen großen Ausreißern nur die Signalreflexionen, aber nicht das direkte Signal empfangen. Streckenabschnitte mit häufigen Sprüngen sind z.B. die
teilweise unterirdisch geführte B14, und die Strecke Olgastr. / Reinsburgstr., die bedingt durch die Hangneigung und durch tiefe Häuserschluchten eine extreme Südabschattungen aufweist.
(Aus Diss. Czommer, 149 Seiten!)
Die Erhöhung und Sicherung der Positionsgenauigkeit ist ein weites Feld.
Autohersteller bauen sonstige Sensoren ein (Odometer) , Softwarehersteller haben das Map-Matching (Ziehen der Position in den Straßenverlauf), GPS-Hersteller optimieren die Positionsbestimmungen durch bessere Chips und bessere Firmware, mit SAPOS bietet die Landesvermessung Korrektursignale an usw.
Links, die mir hilfreich erschienen, habe ich trotz einiger Versuche (natürlich!) nicht gefunden, aber vielleicht hat jemand anderes was auf der Pfanne.
Und das Wochenende steht auch bevor.
Grüße Roland