B14 hat geschrieben:...
Das Samsung Galaxy S3 schneidet „gefühlt“ am besten ab.
...
Hallo Bernd,
zunächst mal vielen Dank für diesen hochinteressanten Test!
Dass insbesondere Samsung bei etlichen seiner Smartphones den GNSS-Empfang inzwischen schon so gut im Griff hat, nimmt man ja schon fast als selbstverständlich wahr, obwohl es natürlich trotzdem noch immer ziemlich sensationell ist.
Ich habe ähnlich hervorragende Ergebnisse auch schon mit einem Galaxy S2 (CSR SirfStarIV) erleben dürfen: in verschiedensten Empfangssituationen eigentlich immer besser als alle aktuellen Garmin-Geräte für den Outdoor-Gebrauch (GPSMAP60CSx, Oregon 550, Montana 650, eTrex 30). Und das trotz winzigstem Gehäuse (mit entsprechender Erschwernis für die Antenneneinrichtung) und sicher primärer Optimierung des GNSS-Systems auf minimalen Energiebedarf.
Aber was die Tracks vom NV08C-CSM mit der TW2410 betrifft, wäre es durchaus noch interessant, wie dessen eigene Positionierung ausgesehen hat.
Hast Du vielleicht auch noch die NMEA-Daten vom zweiten VCP aufgezeichnet?
Ohne es wirklich fundiert begründen zu können, würde ich kinematisches RTK für ein solch typisches Straßenfahrzeug-Tracking wohl nicht favorisieren (schon vom Ansatz her) und somit vermutlich auch selbst gar nicht erst testen, gerade daher ist ein solcher Trackvergleich mal sehr anschaulich!
Eine Frage noch: der zweite Track vom NV08C-CSM war im RTKNAVI von vorn herein auf SINGLE eingestellt? Oder doch kinematisches PPP (mit Broadcast-Daten)?
Was mich bei kinematischen Anwendungen mit dem NV08C-CSM am meisten interessieren würde, wäre ein Szenario, bei dem RTK ohnehin schon gern und gut dabei ist: das möglichst präzise Fahren auf dem Acker nämlich. Zumeist freier Himmel, relativ geringe Geschwindigkeiten und ein wiederholtes Abfahren der gleichen Fahrspuren (zumindest innerhalb einer Vegetationsperiode von der ersten Anlage der Fahrspuren bis zur Ernte).
Habe hierfür bisher leider noch keine Zeit gehabt (und in den vergangenen Wochen noch nicht mal mehr die nötige Hardware, da ich zwischenzeitlich mit dem "Denga10" regelrecht ausverkauft war), will das aber bei nächstbester Gelegenheit unbedingt mal realisieren! Natürlich jetzt im Spätherbst erst mal noch ohne Fahrspuren, und es muss ja auch nicht wirklich ein echter Acker sein, aber eben doch eine möglichst langsame (10 bis max. 20 km/h) Geradeausfahrt mit entsprechenden Vorgewende-Kehren (gleichmäßige enge 90°-Kurven) unter freien Himmel.
Da will ich dann schon mal sehen, wie sich RTK und Realtime-PPP (jeweils mit RTKNAVI, bei RTK möglichst mit einer hochgenauen VRS, bei PPP dann hoffentlich auch schon mit EGNOS-Daten) im Vergleich mit anderen Empfängern sehen lassen können. Als Vergleichsobjekt bei den Low-Cost-L1-Rohdatenempfängern würde ich dann wohl am liebsten einen LEA-6T von u-blox nehmen wollen, da dieser in solcherlei Anwendungen eben doch schon sehr oft erprobt wurde. Selbstverständlich sollten dann auch identische Antennen in identischer Montage am Fahrzeug verwendet werden. Mal sehen, vielleicht kann ich in einen solchen Test auch noch ein Zweifrequenz-RTK mit hinzunehmen.
Was jedoch die von Dir gezeigte Anwendung (Straßenfahrzeug in üblicher Geschwindigkeit durch Stadt, Wald und Flur) betrifft: Könnte vielleicht mal jemand einen Hinweis dazu geben, ob die Nutzung von Trägerphasen-Messungen hier überhaupt noch vorteilhaft sein kann bzw. sollte (sozusagen in grundsätzlicher Hinsicht)?
Viele Grüße aus Grimma,
Hagen
P.S.: Habe inzwischen wieder Hardware mit dem NV08C-CSM bei mir zur Verfügung und werde meine Beitragsreihe zur Verwendung mit RTKNAVI ("MB_mod") schnellstmöglich wieder fortsetzen. Großes Indianer-Ehrenwort!
