GPX-Track für Geotagging mit i-Blue 747 Datenlogger
Das Gerät
Diese Anleitung bezieht sich nur auf den GPS-Datenlogger i–Blue 747 und möglicherweise andere ähnliche Geräte mit dem MTK-Chipsatz. Sie soll zeigen, wie man mit diesem GPS-Datenlogger zu einer GPX-Datei gelangt, die zum Geotagging geeignet ist.
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Der i–Blue 747 ist zur Zeit (März 2007) einer der interessantesten GPS-Datenlogger. Er hat einen MTK-Chipsatz der empfangseigenschaften aufweist, die mit dem weit verbreiteten SIRF–III Chipsatz mithalten können, dabei aber deutlich weniger Strom verbraucht. Es handelt sich um einen Bluetooth-GPS-Logger mit USB-Anschluss, er kann also auch als einfche GPS-Maus sowohl mit Kabelverbindung als auch drahtlos eingesetzt werden. Als Logger speichert es bis zu ca. 70000 Positionspunkte, wobei die speicherfrequenz Distanz-, zeitabhängig und kombiniert gewählt werden kann. Mehr dazu findet sich hier (englisch).
Die mitgelieferte Software dient zum Programmieren der Parameter und zum Auslesen der gespeicherten Werte. Toll wäre, wenn sich das Gerät nicht als USB-Stick in Windows ansprechen liesse und man die gespeicherten Daten so abrufen könnte. Eine solche Funktionalität dürfte aber bald bei anderen Geräten zu erwarten sein.
Es gibt auch einige baugleiche Modelle zum i-blue 747 wie den Blumax Bluetooth GPS-4043.
Die Konfiguration des Gerätes
Aufzeichnungsintervall
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Das zu wählende Aufzeichnugsintervall hängt natürlich davon ab, wie lange der Datenspeicher reichen muss. Für einen Tagesausflug kann man kaum etwas falsch machen. Selbst bei Aufzeichnung jede Sekunde reicht der Speicher für fast 24 Stunden. Sicherlich sinnvoll ist dort eine entfernungsabhängige Speicherrate, also alle 10 Meter und zusätzlich alle 60 Sekunden, dann hat man auch Punkte wenn man sich nicht bewegt, was für die Zuordnung der Fotos helfen kann. Bei dieser Einstellung reicht der Speicher für eine Strecke von mindestens 500 km.
Hat man einen längeren Urlaub vor sich und keinen Laptop dabei um die Daten vom Gerät zu laden, wird ein etwas grösseres Intervall notwendig sein. Speichert man also z.B. alle 100 Meter, kann man immerhin etwa 5000 km Strecke speichern. Die Auflösung des Tracks ist natürlich später speziell in Kurven nicht mehr so gut. Bei Schiffsreisen beispielsweise könnte sich eine reine Aufzeichnung nach Zeit empfehlen. Nimmt man alle 30 Sekunden einen Punkt auf, reicht der Speicher für etwa 17 Tage (Tag und Nacht aufgezeichnet). Da sollte man aber das Laden des Akkus zwischendrin nicht vergessen.
Alternativ kann man auch auf automatisches Speichern völlig verzichten. Das Gerät hat einen Knopf auf der Oberseite und speichert bei jedem Drücken des Knopf die aktuellen Daten ab. Da man nicht alle Log-Optionen abwählen darf, muss man, um diesen Modus zu erreichen z.B. die Geschwindigkeit auf 999 km/h setzen. Somit wird (praktisch) nur bei Knopfdruck geloggt.
Datenfelder
Bei der Konfiguration muss man zusätzlich noch angeben, welche Daten man gespeichert haben will. Theoretisch braucht man ja nur Zeit, Längen- und Breitengrad. Wählt man aber sparsam nur diese Felder aus, reicht der Speicher zwar länger, man hat aber später Mühe, die Daten vernünftig zu exportieren. Ausserdem lässt sich dann nicht mehr direkt aus der Software der Track in Google-Earth zeichnen.
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Eine gute Wahl ist der GGA-Datensatz (einer der NMEA-Datensätze) und zusätzlich die Option RCR. Der GGA-Datensatz enthält Zeit, Information zur Gültigkeit der Position und die Höhe. Die RCR-Option den Grund für den Datensatz (Zeit, Strecke, Geschwindigkeit, Knopfdruck). Diese Daten reichen zumindest fürs Geotagging völlig aus.
Ergänzende Bemerkungen
Hat man das Loggen mit Hilfe der Software gestoppt, wird es nach aus- und wieder Einschalten des Gerätes automatisch wieder gestartet.
Im Modus "Nav", also "Loggen und Bluetooth", loggt das Gerät nur bei aktiver Bluetooth-Verbindung. Ohne diese Verbindung fällt das Gerät in einen Standby-Modus um Strom zu sparen. Sobald die Verbindung wieder hergestellt wird, wacht das Gerät wieder auf.
Hat man die Option "RCR" bei den zu loggenden Daten nicht ausgewählt, lässt sich der Track nicht in Google-Earth anzeigen oder als KML-File speichern.
Es gibt zwei Varianten, wie das Gerät mit vollem Speicher umgehen soll. Überschreiben oder Aufzeichnung stoppen.
Die Höhe wird zwar im NMEA-Datensatz korrekt ausgegeben, nach dem Loggen jedoch erhält man die Höhe über dem Ellipsoid, nicht dem Geoid, was z.B. in Süddeutschland einen um 48 Meter zu großen Wert liefert.
Laden der Daten und Umwandeln in GPX
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Ist man nun von der Tour zurück, werden die Daten ausgelesen und können entweder in Google-Earth angezeigt werden oder als (pseudo)-CSV Datei, NMEA-Daten oder KML-daten (Google Earth) gespeichert werden. Leider unterstützt die Software keinen Export als GPX-Datei, was den ganzen Vorgang etwas komplizierter macht.
Für die Weiterverarbeitung speichert man also am Besten ein NMEA-File. Es erhält die Endung .nma.
Der nächste Schritt ist die Konvertierung der NMEA-Daten in eine GPX-File. Das geht am Besten mit GPSBabel. Eine kurze Vorstellung von GPSBabel habe ich hier zusammengestellt, die Homepage der Programms findet man hier (englisch). Man wählt also als Eingangsformat NMEA 0183 aus, die Optionen brauchen nicht verändert werden. Ausgangsformat ist GPX XML, auch braucht bei den Optionen nichts verändert werden. Bei "Was?" noch Tracks auswählen, die Dateinamen angeben "und los".
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Wer das Programm nicht selbst installieren will, kann es auch online benutzen. Bei GPSVisualizer gibt es hier die Möglichkeit, die Konvertierung online durchführen zu lassen.
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Auf der gleichen Seite gibt es hier (englisch) noch einen weiteren Converter, der zwar weniger Optionen hat, aber eine Konvertierung von NMEA zu GPX ebenfalls beherrscht.
Jetzt hat man eine GPX-Datei vorliegen und der nächste Schritt ist, die Fotos mit den GPS-Daten zu verknüpfen.
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