GPS-Anwendung
2009-03-16

COPIKS PhotoMapper

Das Programm COPIKS PhotoMapper ist ein tolles kostenloses Programm zum Zuordnen von GPS-Daten zu Fotos, also zum Geotaggen. Das Programm gibt es hier zum Download. An der Versionsnummer erkennt man, dass es ein recht junges Programm ist. Es bietet bereits jetzt einiges und bei guter Pflege kann ein absolut tolles Tool daraus werden. Beim Start meldet sich das Programm mit recht leeren Fenstern und wartet auf Benutzeraktionen.

Im Grunde genommen gibt es nur "File - Import GPS data" und "File - Import images" Bei den Bildern akzeptiert das Programm nur Jpeg-Dateien, als GPS-Tracks sowohl GPX als auch .HST und .TCX. Seit Version 0.5 auch NMEA-Dateien und auch die etwas schrägen NMEA-Dateien, die die Software des iBlue-GPS-Loggers ausspuckt. Die beiden Formate .HST und .TCX sind Datenformate des Garmin Traningscenters (alt und neu) und somit stehen die Daten von Garmin Forerunner und Edge für das Programm zur Verfügung.

Lädt man nun einen Track, erscheinen diese rechts mit Start und Endezeitpunkt im Fenster angegeben, die Fotos im Bereich unten mit Aufnahmezeit. Das Programm versucht sofort den Bildern Koordinaten zuzuordnen.

Photomapper nach Laden von Bildern und einem Track
Photomapper nach Laden von Bildern und einem Track

Falls die Zeitzonen oder die Uhrzeit zwischen GPS und Kamera nicht ganz stimmen, kann man ganz unten die Zeit der Photos noch korrigieren. Der Effekt der Korrektur, also die neue Position der Bilder wird sofort angezeigt.

Man kann sich auch den Track grafisch anzeigen lassen, dazu klickt man oben auf "GPS view". Wählt man eines der Fotos aus, zeigt ein kleiner roter Kreis die Position des Fotos auf dem Track. Auch in dieser Ansicht sieht man sofort, welche Änderung bei der Position eine Veränderung der Zeitdifferenz zwischen Kamera und GPS-Track bewirkt.

Photomapper nach Laden von Bildern und einem Track
Photomapper nach Laden von Bildern und einem Track

Ist man nicht zufrieden oder hat die falschen Bilder lassen sich diese anklicken und mit "Clear selected images" wieder löschen. Ist man zufrieden kann man die Informationen mit "Tag selected images" in die angewählen Bilder speichern lassen.

Ebenfalls ganz hübsch ist die Exportfunktion in ein Google-Earth File. Google Earth wird dann sofort gestartet und man kann sich Bilder und/oder Track anzeigen lassen. Hier gibt es nochmals eine Reihe Auswahlmöglichkeiten:

"Launch Googel Earth": Man kann Google Earth direkt starten lassen.

"GPS Polygon": Soll der Track angezeigt werden. Falls ja in welches Farbe und auf der Oberfläche (2D) oder im Raum (3D). Dazu muss man natürlich im GPX-File Höhendaten haben. Für NMEA-Daten werden im Moment (Version 0.5) noch keine Höheninformationen verarbeitet, da nur der GPRMC-Satz ausgewertet wird.

"Thumbnails": Sollen nach Anklicken der Positionspunkte für die Bilder diese in Google Earth in einem Fenster angezeigt werden und wie gross und mit welcher Qualität.

"Hyper Links": Soll nach Klicken auf ein Bild eine Web-Seite in Google Earth geöffnet werden.

Hat man sich für seine Optionen entschieden, kann das Ergebnis in Google Earth beispielsweise aussiehen wie hier unten gezeigt:

Exportierter Track aus Photomapper in Google Earth
Luftbild: © Google Earth/Flotron Jermann
Exportierter Track aus Photomapper in Google Earth

 

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