Geocaching
Worum geht es?
Geocaching (Cache = geheimes Versteck) ist eine Art Schatzsuchen oder
Schnitzeljagd. Es geht darum, nur mit Kenntnis der geographischen Koordinaten
eines Verstecks (und natürlich eines GPS-Gerätes), dieses zu
finden. Es soll auch Leute geben, die die Verstecke nur mit Hilfe der
Koordinaten und Landkarten suchen (und wohl auch finden).
Nun scheint es vielleicht auf den ersten Blick keine allzu schwere Aufgabe
zu sein, wenn man die Genauigkeit bedenkt, die mittlerweile von handelsüblichen
GPS-Geräten erreicht wird. Und tatsächlich sind die meisten
Caches überhaupt nicht schwer zu finden, wenn man sie erst einmal
hat. Bei der Suche eines Cache kennt man jedoch beispielsweise das vor
einem liegende Gelände nicht. Auch wenn sich schliesslich herausstellt,
dass der Cache direkt an einem Weg lag, kann man sich vorher trotzdem
einige hundert Meter quer durchs Unterholz dorthin gekämpft haben.
Meist weiss man auch nicht genau, wie der Cache versteckt ist. Wenn
man schliesslich in einem Umkreis von 20 Metern vom angegebenen Punkt
jeden Stein umdreht und um Bäume schleicht, wird klar, dass auch
Positionsgenauigkeiten von unter 20 Metern nicht bedeuten, dass man
an die entsprechenden Punkte nur hinlaufen muss.
Was gibt es denn zu finden?
Die Caches (manchmal auch mit Stash = Stapel) bezeichnet, sind meist irgendwelche Kühl- oder Frischhalteboxen oder irgend ein anderes wasserdichtes Gebinde. Dort hinein gibt der Verstecker ein Logbuch, etwas zum Schreiben und nach Belieben kleine Schätze (häufig sind es nur Plastikfiguren, manchmal auch CDs, Laserpointer, Schlüsselanhänger, Taschenmesser usw.) Manchmal befinden sich auch "Travelbugs" in den Verstecken, doch dazu später.
Einen Cache suchen
Wenn man selbst einen Cache suchen will, schaut man einfach auf www.geocaching.com (englisch) oder der jüngeren Seite www.navicache.com (englisch), was es denn für Caches in der Zielgegend gibt. Hier als Beispiel unser Cache bei Basel. Praktisch ist hier die Möglichkeit
einen Ort oder Koordinaten anzugeben und sich dann Caches im Umkreis anzeigen
zu lassen. Eigentlich sollte man mittlerweile fast überall einen
Geocache in maximal 50 Kilometern Entfernung finden können, da es
über 30000 Caches in fast 150 Ländern (Oktober 2002) gibt. Hat
man sich einen Cache ausgewählt, den man suchen möchte, sollte
man sich zumindest die Koordinaten notieren oder gleich ins GPS-Gerät
übertragen. Vielleicht will man noch die Seite mit den Hinweisen
ausdrucken, für alle Fälle. Auch kann es manchmal nützlich
sein (vor allem, um Frustrationen am Anfang zu vermeiden), die letzten
Logbuch-Einträge des Caches durchzulesen. Meist finden sich dort
glücklicherweise keine Hinweise, die den Spass am suchen verderben
könnten, aber ein Cache, der schon von den letzten drei Besuchern
absolut nicht gefunden werden konnte, ist entweder sehr schwierig oder
nicht mehr da.
Nachdem man vielleicht noch etwas nettes als Schatz eingepackt hat, kann
man sich auf den Weg machen und den Cache suchen. Wer im Umgang mit dem
GPS etwas geübt ist, sollte keine Probleme haben. Anfänger möchten
vielleicht zuerst auf einer grossen Wiese üben, und suchen ein Stück
Holz, das sie am Tag vorher - nicht fünf Minuten vorher, das ist
zu leicht, da sich die echte GPS-(Un)Genauigkeit nicht so schnell zeigt
- "versteckt" haben. Dabei merkt man dann, wie schwierig es
ist, die letzten 20 - 30 Meter zu einem Zielpunkt nach
GPS zu gehen.
Wenn man nun seinen ersten Cache gefunden hat, sollte man sich ins (hoffentlich)
beiliegende Logbuch eintragen. Und man darf etwas vom Schatz herausnehmen
und etwas anderes hineinlegen. Man hat also vielleicht gerade die neueste
Musik-CD gegen ein kleines Schweizer Taschenmesser (sehr beliebt und immer
gleich wieder weg) getauscht. Man sollte auch darauf achten, den Cache
wieder gut zu verschliessen und sorgfältig so und genau dort zu verstecken,
wie es vom Verstecker vorgesehen ist.
Wieder zuhause angekommen sollte man auf geocaching.com oder navicache.com
seinen Besuch wie eintragen. Jeder Besitzer eines Cache freut sich riesig
über diese Einträge und ist auch über Hinweise zum Zustand
des Cache und Verstecks (Wassereinbruch?) dankbar.
Selbst einen Schatz verstecken
Nachdem man beim Suchen auf den Geschmack gekommen ist, möchte man vielleicht selbst einen Cache verstecken. Zu einem Cache gehört, wie oben bereits erwähnt, ein wasserdichter Behälter, ein Logbuch, etwas zum Schreiben (Bleistifte sind vorteilhaft, weil sie weder einfrieren noch austrocknen noch auslaufen können) und ein Schatz.
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Es ist empfehlenswert, dem Cache oder dem Logbuch einen Hinweis beizulegen, was das ganze soll, damit ein eventueller rein zufälliger Finder auch weiss, was er vor sich hat. Wie dieser Hinweis aussehen kann, lässt sich auf den oben genannten Geocache Seiten nachlesen, oder man kann auch einfach unsere Vorlage für www.geocaching.com Caches verwenden (pdf-File). Die Box wird nun an einem sicheren Ort versteckt und die möglichst genauen Koordinaten dieses Ortes notiert. Hierbei sollte auf guten Satellitenempfang, gute Satelliten-Geometrie und vor allem die richtigen Einstellungen des GPS (Koordinatensystem WGS84) geachtet werden. Wer einen GPS mit Möglichkeit der Mittelwertbildung über eine bestimmte Zeit (averaging) besitzt, sollte diese verwenden. Weiterhin versteht sich von selbst, dass der Cache nicht ungefragt im Vorgarten des Nachbarn deponiert werden darf. "Sicherer Ort" ist manchmal sehr relativ. Man glaubt kaum, wozu die Natur, Tiere, spielende Kinder usw. fähig sind. Der Platz für einen Cache sollte also gewissenhaft ausgewählt werden, wenn man den Cache nicht bald wieder "verlieren" möchte.
Wie erfahren die anderen von meinem Cache?
Wenn man nun also seinen Schatz versteckt hat, müssen natürlich
andere Leute davon erfahren. Man kann unter www.geocaching.com (englisch) nun ein Internet-Logbuch für seinen neuen Cache anlegen
und die Koordinaten, ergänzende Texte und vielleicht auch Bilder
dazu ablegen. Man kann seinen Cache auch zusätzlich auf der jüngeren
Seite www.navicache.com (englisch) eintragen, damit möglichst viele Leute davon erfahren.
Daraus ergibt sich allerdings die Gefahr der Verwirrung, da ja Logbuch-Einträge
auf der einen Seite nicht auch auf der anderen Seite erscheinen und
somit die angezeigten Informationen nicht zwingend aktuell sind. Mittlerweile gibt es weitere Geocaching-Seiten, wie beispielsweise www.opencaching.de, will man also wirklich alle Geocachs in seiner Nähe finden muss man vorher im Internet ein wenig stöbern.
Unter www.geocaching.de gibt es zu einigen Seiten eine etwas ausführlichere Erklärung
und Hilfestellung für alle, die sich auf den englischen Seiten
nicht so gut zurecht finden. Von da ab heisst es warten, bis sich die
ersten Besucher melden und ab und an sollte der Cache vom Besitzer besucht
werden, um nach dem Rechten zu sehen. Für die Schweizer Caches
und Geocacher exisitert hier eine Info-Seite.
Und wer auf deutsch über und rund um Geocaches diskutieren möchte, der sollte unbedingt hier mal vorbeischauen.
Travelbugs
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Travelbugs sind "Reisekäfer". Eigentlich handelt es sich
dabei nur um Metallplättchen, die durch eine eindeutige Nummer
identifiziert werden können. Sie sehen aus wie die altbekannten
"Hundemarken" beim Militär und funktionieren auch so
ähnlich. Travelbugs gibt es mittlerweile in vielen Ländern und von vielen Vertriebspartnern. Wenn man nun
einen Travelbug hat, wird dieser auf der geocaching-Seite aktiviert
und man kann ihn entweder so wie er ist verwenden. Oder, was netter
ist, man verbindet ihn mit einem Stofftier oder irgendetwas, gibt ihm
einen schönen Namen und vielleicht noch einen Auftrag. Eine Übersicht,
was da so alles unterwegs ist, findet man hier.
Dieser Auftrag kann beispielsweise darin bestehen, ein bestimmtes Land
zu erreichen, hier kann jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen. Wenn
der Travelbug bereit ist für sein Reise, bringt man ihn einfach
zu einem Geocache, gibt auf der Internetseite an, dass der Travelbug
jetzt dort ist, und wartet, dass er gefunden wird. Von nun an kann der
Travelbug von Cache zu Cache reisen und Dinge erleben.
Jeder, der den Travelbug findet und weiterbewegt, trägt dies im
Internet ein und man kann jederzeit erkennen, wo sich der Travelbug
gerade befindet und welchen Weg er genommen hat. Als Beispiel wieder einen unserer Travelbugs. Auf jeden Fall ist es wichtig, nicht
nur auf der Seite des Cache sondern auch auf der Seite des Travelbugs
einzutragen, was mit dem Travelbug passiert, also wer ihn genommen hat
oder in welchen Cache er gesetzt wurde. Nächeres dazu hier (englisch).
Bei den Travelbugs ergeben sich auch potenziell Probleme mit der zweiten
Geocaching Seite. Wenn ein Travelbug in einem Cache landet, der nur
dort gelistet ist, scheint er verloren, da er zwar aus dem einen Cache
entfernt, aber im Neuen nicht wieder eingetragen werden kann. Irgendwann
wird ihn aber vermutlich wieder jemand finden und in einen Cache legen,
der zu geocaching.com gehört und dann ist die Welt für den
Travelbug wieder in Ordnung.
GeoCoins
Seit einiger Zeit gibt es zusätzlich zu den Travelbugs noch weitere "Trackable Items" wie die GeoCoins. Diese teilweise extrem schön gemachten Münzen (eigentlich Medaillen) sind meist ebenfalls mit einer eindeutigen Nummer versehen und lassen sich auch verfolgen. Viele Geocache-Clans oder Vereine haben bringen eigene Münzen heraus. Die meisten Geocoins sind nicht im Umlauf sondern reine Sammlerstücke. Mittlerweile gibt es eine unüberschaubare Menge verschiedener Geocoins die teilweise auch über ebay gehandelt werden.
Links zum Thema:
www.geocaching.com - Erfinder des Geocachings (englisch)
www.navicache.com - Eine andere Geocaching-Seite (englisch)
www.opencaching.de - Und noch eine Geocaching-Seite (deutsch)
www.swissgeocache.ch - Schweizer Geocaching-Seite
www.geocaching.de - Deutsche Einstiegsseite ins Geocaching
www.geocache-forum.de - Deutsches Diskussionsforum zum Thema Geocaching
www.austrian-geocacher.com - Österreichisches Diskussionsforum zum Thema Geocaching



