Garmin nüvi 255T
Reisefieber
Bisher hatte mich die schiere Masse an reinen klassischen Navis ein wenig abgeschreckt. Aber jetzt musste es einfach mal sein: Ein Blick auf ein tragbares Auto-Navi. Die Auswahl ist riesig und ich habe mich der Einfachheit halber für ein bezahlbares "Allerweltsgerät" entschieden und den nüvi 255T ausgewählt. Die nüvi-Serie hat viele unterschiedliche Varianten aber vieles ist doch allen Geräten gemeinsam und erlaubt daher auch mit dem "Kleinen" einen guten Übersichtstest.
Die Top-Modelle bieten zusätzlich Sprachsteuerung, Freisprecheinrichtung fürs Handy, Spurassistenten, aufwändige Gebäudedarstellungen, Sprachausgabe von Strassen- und Ortsnamen und manches mehr, die Navigation bleibt aber im Wesentlichen die gleiche.
Erster Eindruck
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Das (oder heisst es der?) nüvi 255T kommt in einer kompakten Pappschachtel angereist. Der Lieferumfang besteht aus dem Gerät selbst, einer Autohalterung mit Saugnapf für die Scheibe, einer zusätzlichen Klebehaftscheibe für Montage am Armaturenbrett, einem Stromversorgungskabel für eine 12V Autosteckdose, einer zusätzlichen Wurfantenne und diversem Papierkram, darunter Kurzanleitungen in so ziemlich allen erdenklichen Sprachen.
Auffällig ist sofort das extrem dicke Stromversorgungskabel, welches einem suggeriert, dass das Gerät doch eher an ein Atomkraftwerk denn eine Autosteckdose angeschlossen werden muss. Zusätzlich fällt der "Knubbel" im Kabel nahe einem der Enden ins Auge. Das Geheimnis dahinter: Im Stromversorgungskabel ist der TMC-Empfänger, deswegen das "T" in der Typenbezeichnung, und eine Antenne integriert. Trotz aller Zweckmässigkeit dieser Kontruktion finde ich persönlich ein derartig dickes Kabel im Auto etwas störend. Man muss es zwar nicht verwenden, verzichtet dann aber auf die TMC-Informationen und hat eine auf wenige Stunden begrenzte Akkulaufzeit (Im Test bei mittelmässigem Empfang und 50% Helligkeit waren es 3.5 h). Alternativ kann man eine andere USB-Stromversorgung verwenden. Aber Achtung, es muss dann ein USB-Stecker vom Typ B sein, sonst wechselt das nüvi beim Einstecken in den Massenspeichermodus.
Das Gerät selbst macht sofort einen sympatischen Eindruck. Design ist nicht viel dran, so ein Navi mit Touch-Screen besteht ja im wesentlichen aus einem Display mit Rahmen drumherum, der alles zusammenhält.
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Das Display hat die Masse 71x54 mm, das Gerät ist natürlich etwas grösser und knapp 2 cm dick. Wer heutzutage lieber ein 16:9 Display hat, was mit den seitlich eingeblendeten Symbolen vielleicht nicht ganz dumm ist, kann alternativ auch zum 255WT greifen. Der Buchsstabe W deutet auf "Widescreen", also 16:9 statt 14:3 hin.
Die Verarbeitung ist gut und das Gerät macht einen angenehmen Eindruck.
Nach dem Laden des Akkus fragt das Gerät beim ersten Einschalten zunächst nach der Spracheinstellung und möchte dann Satelliten empfangen. Danach kann man sich um weiteres kümmern.
Kartenumfang und Kartenupdate
Das nüvi 255T ist mit Karten von "ganz" Europa augestattet. Wer sich auskennt: Es ist die Mapsource City Navigator, die es auch für die anderen Garmin-Geräte als Karten zu kaufen gibt. Garmin bietet seit einiger Zeit an, bis zu 60 Tage nach Registrierung des Gerätes die zu diesem Zeitpunkt aktuelle Version des Kartenmaterials kostenlos herunterzuladen. In meinem Fall war die Version 2010 des City Navigator verfügbar und konnte aktualisiert werden. Der Download gestaltete sich nicht ganz ohne Hindernisse, da die Garmin-Webseite gerne einen Download-Manager installiert hätte und hierfür diverse Fenster im Browser geöffnet wurden. Der Manager wollte schlussendlich jedoch nicht funktionieren. Ich konnte die Karte jedoch auch anderweitig herunterladen, musste hierzu jedoch auf einer englischspachigen Seite einem speziellen Link folgen. Eventuell ist dieses Vorgehen nicht für jedermann sofort klar ersichtlich und man müsste sich dann an den Kundendiest wenden.
Der Download selbst ist nichts für schnell mal zwischendurch, das Update-File umfasst 3.2 GB. Netterweise hat man dann aber, zumindest wenn man bereits eine andere Mapsource-Software auf dem Rechner installiert hat, nach Installation der Karte auf dem Nüvi diese auch auf dem PC. Sie lässt sich jedoch verständlicherweise nicht ohne weitere kostenpflichtige Freischaltung auf andere GPS-Geräte laden.
Die Strassendaten sind meist sehr aktuell, ich konnte jedoch auch auf Anhieb Gebiete identifizieren wo auch Strassen, die es 2006 bereits gab, fehlen (z.B. Nordwestschweiz). Dies ist sicherlich kein Garmin-spezifisches Problem da die Kartendaten von Navteq kommen und mittlerweile sehr viele Navi-Produkte diese einsetzen.
Neben den mitgelieferten und auf dem Gerät gespeicherten Karten kann das nüvi eine MicroSD-Speicherkarte verarbeiten die an der linken Geräteseite eingesteckt werden kann.
Das Display ist klar und hell beleuchtet. Je nach Augen und Entfernung der Windschutzscheibe zum Fahrer kann dargestellter Text jedoch schon recht klein sein. Hier hilft die Sprachausgabe im täglichen Einsatz sehr.
Bedienung
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Die Bedienung des Gerätes ist sehr gut gelöst. Es gibt nur oben einen Einschaltschieber, der Rest geht über den Touchscreen. Der Touchscreen reagiert gut, auch auf "Ziehen" der Karte und die Bedienung ist insgesamt sehr intuitiv. Ein Blick ins Handbuch dürfte kaum nötig sein. Es fällt bei allen Touchscreen-Geräte auf, dass die Bedienung am besten mit dem flachen Fingernagel (den Finger also umgekehrt verwenden) funktioniert. Auf diese Weise braucht man kaum Druck aufzuwenden und man hat einen eindeutigeren Punkt für Klicks als mit der weichen Fingerkuppe.
Der Startbildschirm nach dem Einschalten ist übersichtlich und zeigt nur das Wesentliche. Man kann entweder direkt zur Zieleingabe wechseln oder zur Kartenansicht. Weiterhin kann man die ins Lautstärke- oder Einstellungen-Menü wechseln. Oben links und rechts werden Satellitensignalstärke und Akku-Ladestand angezeigt.
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Bei Zieleingabe stehen einige Optionen zur Verfügung. Man kann nach Adresse suchen, sich zum vorher einmal festgelegte Zuhause zurückführen lassen, einen POI (Interessanten Punkt, also z.B. Restaurants, Tankstellen, Parkplätze, Sehenswürdigkeiten etc.) führen lassen, einen bereits kürzlich gefundenen Ort (die letzten 40) oder einen gespeicherten Favoriten auswählen. Ausserdem kann man - und das ist sehr praktisch wenn man keine spezielle Adresse hat, eingeben will oder der Ort an sich das Ziel ist - auch nur einen Ort selbst als Ziel anwählen. Das Gerät nimmt dann einen Punkt in der Mitte an. Man kann auch über die Karte einen Punkt suchen oder einfach Koordinaten als Länge- und Breitengrade eingeben.
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Die Eingabe von beispielsweise einer Adresse gelingt sehr einfach und geschieht über Auswahlmenüs und eine eingeblendete Bildschirmtastatur. Sobald bei Eingabe eines Namens genug Buchstaben für eine begrenzte Liste dazu passender Orte oder Strassen eingegeben wurden, wechselt das System zur Liste und man kann den entsprechenden Ort auswählen.
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Für die Suche gibt es über die Funktion "Nahe..." die Möglichkeit, an der aktuellen Position, einer bestimmten Stadt, in Zielnähe oder entlang der Route zu suchen. Dies ist sehr nützlich, sucht man beispielsweise die nächste Raststätte. So interessiert man sich ja meist nicht für die, an der man gerade vorbeigefahren ist, sondern eben für die nächste, die auf der Strecke/Route liegt. Diese Funktion haben interessanterweise andere Garmin-GPS-Geräte wie der Oregon oder Vista nicht.
Hat man ein Ziel ausgewählt wird sofort die Entfernung, voraussichtliche Reisezeit und Kraftstoffkosten (nach Eingabe einiger Grunddaten) berechnet und ein "Los!"-Knopf eingeblendet. Nach Bestätigung kann es losgehen. Hat man bereits ein anderes Ziel aktiviert, erfolgt eine Nachfrage, ob das gerade gewählte Ziel als neues Ziel oder als Zwischenziel verwendet werden soll.
Sprachausgabe
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Die Sprachausgabe ist klar und deutlich und kann in diversen Sprachen erfolgen. Das nüvi 255T hat jedoch keine Text-to-Speech-Funktion, spricht also keine Strassen- oder Ortsnamen sondern greift auf eine ganze Reihe vordefinierte Hinweise und Abbiegeanweisungen zurück. In den meisten Fällen ist dies durchaus ausreichend, da ein kurzer Blick auf das Display am oberen Bildschirmrand zur Not noch zusätzliche Informationen bietet. Wer mehr will, muss zu den "grösseren" Modellen greifen, diese sind dann gesprächiger.
Kartenansicht
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Die Kartenansicht ist schön und leicht verständlich. Für die Zielauswahl gibt es eine Draufsicht, wobei hier der Übersicht halber immer "Norden oben" eingestellt ist. Mit eingeblendeten Tasten rechts oben lässt sich zoomen. Durch Ziehen der Karte verschiebt man den Bildausschnitt. Die Bedienung so ist wunderbar einfach.
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Bei der Navigation gibt es dann drei unterschiedliche Ansichten. Eine davon ist eine 3D-Ansicht, die die Welt zeigt, als würde man im Flugzeug hinter sich selbst herfliegen. Obwohl dies auf den ersten Blick als ideale Ansicht erscheint, habe ich persönlich damit Mühe. Mir fiel es schwer zu beurteilen, wie weit Abzweigungen noch entfernt sind und ich bin häufig zu früh abgebogen oder aber vorbeigefahren. Ausserdem verlor ich in dieser Ansicht regelmässig völlig das Richtungsgefühl. Man fährt durch halb Deutschland "immer geradeaus", weil die Karte sich ja mitdreht und hat am Ende kein Gefühl mehr dafür, wo man eigentlich ist. Wer jedoch sowieso mit konventionellen Karten auf Kriegsfuss steht oder wem das "wo" egal ist, ist so sicher gut bedient.
Die zweite Variante ist, die Karte in der Draufsicht anzeigen zu lassen. Hier gibt es nun die Möglichkeit "in Fahrtrichtung oben" anzeigen zu lassen, was das Orientierungsproblem wieder mit sich bringt, oder "Norden oben" wie bei einer "richtig herum" gehaltenen Papierkarte. Dies kann zugegebenermassen aber auch sehr gewöhnungsbedürftig sein, da man dann (siehe Bild) umdenken muss wenn man "kopfüber" nach Süden fährt.
Zum Glück kann mit den unterschiedlichen Ansichten jeder machen was er will.
Die Kartenansicht zoomt im übrigen in allen Modi automatisch so, dass in der Nähe von Abbiegevorgängen der Ausschnitt kleiner und die Details besser erkennbar sind. Nach erfolgtem Abiegen wird wieder auf die vorher gewählte Zoomstufe zurückgeschaltet. Das funktioniert so unauffällig, dass ich eine ganze Weile gebraucht habe bis ich realisiert habe was genau da passiert.
Besonders bemerkenswert ist noch die Anzeige links unten auf der Karte. Hier wird die erlaubte Maximalgeschwindigkeit für die Strasse angezeigt auf der man sich gerade befindet. Diese Daten sind erstaunlich gut und nahezu alle, auch nur kurzzeitigen, Beschränkungen sind erfasst. Lediglich bei ganz neuen, baustellenbedingten temporären und variablen Geschwindigkeitensbegrenzungen, kommt es hier zu Unstimmigkeiten. Diese Funktion hilft jedoch ungemein bei der Frage die man sich doch recht häufig stellt: "Wie schnell darf ich hier eigentlich fahren?".
Die TMC-Funktion
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Mit Hilfe eines TMC-Empfängers, der beim nüvi im Stromkabel integriert ist und nur funktioniert, wenn das Gerät über eine Zigarettenanzünder-Steckdose betrieben wird, empfängt das Gerät über UKW-Radiosender Verkehrsinformationen. Das Stromkabel hat wie eingangs erwähnt eine eingebaute Antenne, die jedoch nur begrenzten Empfang liefert. Die mitgelieferte zusätzliche Wurfantenne sorgt für wesentlich besseren Empfang, vergrössert jedoch auch den Kabelsalat im Auto.
Sobald der TMC-Empfänger gefunden wird, enthält das Extras-Menü ein zusätzliches Icon und auf der Karte wird Statussymbol zum Verkehrszustand auf der aktuellen Route eingeblendet. Dies ist grün bei freier Fahrt, kann gelb werden oder auch rot, wenn auf der Strecke eine Verzögerung zu erwarten ist. In diesem Fall wird die voraussichtliche Verzögerung durch das Ereignis ebenfalls angezeigt. Sehr Interessant ist das Verhalten des Routings im Zusammenhang mit dem Verkehrsfunk.
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Grundsätzlich lässt sich bei "Vermeidungen" einstellen, ob Verkehrsfunkinformationen berücksichtigt werden sollen oder nicht. Dies wird genauso ausgewählt wie die Option ob z.B. Mautstrassen vermieden werden sollen.
Hat man sich nun entschieden die Verkehrinfos mit in die Routenberechnung einfliessen zu lassen, agiert das Gerät komplett selbständig. Das Gerät sucht selbständig nach der schnellsten Route und entscheidet ohne weitere Rückfrage ob es voraussichtlich schneller geht z.B. den Stau auszusitzen oder den Bereich zu umfahren. Es kann einem dann durchaus passieren, dass das nüvi einen urplötzlich und ohne grosse Vorwarnung bei der nächsten Ausfahrt von der Autobahn lotsen will, obwohl es soeben noch angesagt hatte, man müsse z.B. 85 km geradeaus fahren. In diesem Fall kam eine neue Verkehrsinformation und das Gerät hat beschlossen den Stau zu umfahren. Das ist im Prinzip gut, irritiert aber anfangs. Ich hätte mir aber eine kleine Ansage wie "Routenänderung aufgrund von Verkehrsbehinderungen" oder ähnliches gewünscht. Ist das nüvi hingegen der Meinung, der Stau geht schneller als der Umweg, schickt es einen direkt hinein und zeigt mit einer Zeit im roten Verkehrssymbol an wie lange man wohl dort stehen wird.
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Während im normalen Modus auf der Karte selbst keinerlei Informationen zu den TMC-Daten angezeigt werden, kommt man durch Tippen auf das Verkehrszustands-Icon zu einem Menü in dem man auf eine Stau-Info Karte umschalten kann oder sich die Verkehrsmeldungen auflisten lassen kann.
Routing
Zum Routing lässt sich eigentlich gar nicht so viel sagen ausser dass es gut funktioniert. Bei den Einstelloptionen kann man zwischen Auto, Fahrrad und Fussgänger wählen, weiterhin die bereits erwähnten Vermeidungen von Mautstrassen, Autobahnen, Fähren, Verkehrsproblemen, ungeteerten Wegen, Fahrgemeinschaftsspuren und Kehrtwenden. Ausserdem wird zwischen "Kürzere Zeit", "Kürzere Strecke", "Weniger Kraftstoff" und Luftlinie unterschieden. Die Option "Weniger Kraftstoff" kam mit dem EcoRoute-Update hinzu, dazu später mehr.
Das Routing funktioniert sehr gut, auffallend waren lediglich einige Fehler bei denen abknickende Vorfahrtsstrassen entweder als Abbiegeanweisungen angegeben wurden obwohl man nur der "Strasse nach" fahren sollte, oder, und das ist verwirrend, auch nicht. Das ist aber kein Geräte- sondern ein Kartendatenproblem.
Nur einmal hatte der nüvi im test nach meinem penetrantem Nichtbefolgen der Anweisungen "keine Lust" mehr und mit der Meldung "Kann keine Route zum Ziel berechnen" die Arbeit aus nicht klar erkennbaren Gründen eingestellt. Nach Stoppen und erneutem Starten der Navigation wurde dann anstandslos wieder eine Route berechnet.
EcoRoute
Diese recht neue Funktion ist ganz interessant, vermutlich kann man sich aber prächtig streiten inwieweit es der Weckung des Bewusstseins für kraftstoffsparendes Fahren dient oder nur als Spielerei angesehen werden muss.
Zum Einen erlaubt die Funktion nach Eingabe einiger Parameter wie Kraftstoffart des Autos, Verbrauch und Kraftstoffkosten die Möglichkeit, die voraussichtlichen Kosten einer Route zu berechnen. Weiterhin kann man für die zurückgelegten und tatsächliche gefahrenen Strecken Daten von der Entfernung über den Verbrauch bis zu den Kosten und der CO2-Emission anzeigen lassen.
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Schliesslich kann man über die Funktion EcoChallenge seine Fahrweise auf möglichst geringen Kraftstoffverbrauch hin optimieren. Wenn diese Funktion aktiv ist wird in der Kartenansicht rechts unter den Zoomtasten eine Zahl und ein farbiges Blatt eingeblendet. Die Zahl ist umso höher, je treibstoffsparender man unterwegs ist. Das Blatt wird dann grün dargestellt. Das Prinzip ist recht simpel, mit Punktabzug "bestraft" werden schnelle Geschwindigkeitsänderungen, also zügiges Beschleunigen, starkes Bremsen und insgesamt schnelles Fahren. Die ideale Geschwindigkeit liegt irgendwo bei 90 km, was den Verdacht aufkommen lässt, dass es eine sehr amerikanische Funktion ist, da es gut zu den dort recht üblichen maximal erlaubten 55 Meilen/h passt.
Ich meine, die Funktion ist mal ganz nett um das Gefühl fürs eigene Fahren zu erkunden, sich beim heutigen Verkehrswahnsinn jedoch danach zu richten erscheint mir schwierig.
Die Routing-Funktion "Weniger Kraftstoff" leitet einen übrigens dementsprechend vorzugsweise über Landstrassen und Strassen auf denen 90 km/h ein akzeptables Tempo ist, vermeidet also Autobahnen und wählt insgesamt kürzere Strecken ohne viel Rücksicht auf die Zeit.
Diverses
Zusatzfunktionen
Neben dem eigentlichen Zwecke eines Navigationsgerätes können die heutigen Geräte natürlich noch mehr. Der nüvi255 bietet noch einen Bildbetrachter und kann auf dem Gerät oder der Speicherkarte abgelegten JPG-Dateien anzeigen wobei auch eine Diashow-Funktion möglich ist. Da das Display recht gross ist, keine schlechte Funktion.
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Weiterhin gibt es eine Weltzeituhr mit Weltkarte, einen einfachen Taschenrechner und einen Einheitenumrechner für die Umrechnung von Geschwindigkeiten, Temperaturen, Volumina und Gewichten.
Ausserdem ist eine Hilfefunktion integriert, die ein wenig das gedruckte Handbuch ersetzen soll.
Einstellungen
Unter "Extras - Einstellungen" gibt es diverse Einstellmöglichkeiten. Zum einen kann hier unter "System" der GPS-Teil ein- und ausgeschaltet werden, die Einheiten (km, Meilen) können gewählt werden und der Navigationsmodus (Auto, Fahrrad, Fussgänger). Unter "Navigation" werden die bereits besprochenen Routingfunktionen eingestellt, bei "Anzeige" der Anzeigemodus (Tag, Nacht, Auto), die Helligkeit und es kann eine Screenshot-Funktion aktiviert werden. Bei "Uhrzeit" wird die aktuelle Uhrzeit und das Format eingestellt. Bei "Sprache" kann sowohl die Sprache für die Anzeige als auch die Sprachausgabe getrennt eingestellt werden.
Unter "Karte" wird die Kartendarstellung eingestellt sowie festgelegt, ob die zurückgelegte Strecke auf der Karte eingezeichnet werden soll. Auch das Symbol für das Auto in der 3D-Ansicht kann hier ausgewählt werden.
Bei "Sicherheit" gibt es sowohl die Möglichkeit die Bedienung während der Fahrt abzuschalten als auch eine Diebstahlsicherung die die Eingabe eines PIN beim Einschalten ausserhalb einer festgelegten "Sicherheitszone" erfordert. Schliesslich gibt es noch eine Funktion für Annäherungsalarme, also Blitzwarner etc.
Sonstige Bildschirme
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Etwas versteckt gibt es beim nüvi255 auch eine Satellitenansicht. Diese erreicht man durch drei Sekunden langes Drücken auf das Signalstärkesymbol des Startbildschirms. Ein Klick auf die aktuelle Geschwindigkeit der Kartenansicht wechselt zu einer Art Armaturenbrettansicht welche Informationen zu Geschwindigkeit, Strecke, Entfernung zum Ziel, Fahrzeit und Durchschnitt zusammenfasst.
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Bei aktiver Navigation wechselt ein Klick auf den nächsten Abbiegehinweis links oben zu einer Detailansicht des Vorgangs. Ausserdem wird die aktuelle Sprachansage wiederholt.
Ein Klick auf den nächsten Ort oder Strasse in der Leiste oben zeigt eine Liste der Abbiegehinweise für die aktuelle Route. Tippt man hier auf einen der Hinweise, erscheint die zugehörigen Detailansicht.
Fazit
"Feine Sache"
Der nüvi255T ist ein recht günstiges Navigationssystem mit wenig mehr als den nötigen Grundfunktionen. Es erledigt dafür aber seine Dienste unauffällig und zuverlässig, ist klein, leicht, sehr komfortabel in der Bedienung und enthält gutes Kartenmaterial. Etwas unglücklich ist der Kabelsalat durch das dicke Stromversorgungskabel mit Zusatzantenne aber irgend ein Kabel ist immer nötig.
Schön ist auch, dass einem alle Garmin-kompatiblen Karten zur Verfügung stehen, so z.B. Topo-Karten oder es können auch die OSM-Karten verwendet werden.


















