Garmin etrex Vista HCx
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Hierfür ganz herzlichen Dank.
Die etrex-Serie von Garmin gibt es mittlerweile seit etwa 7 Jahren. Man kann an den Geräten recht schön den Fortschritt bei GPS-Geräten beobachten. Der neue Vista HCx unterscheidet sich äusserlich nicht von den letzten Vista-Modellen, aber Garmin wirbt mit einem neuen Chipsatz der eine besonders hohe Empfindlichkeit und lange Batterielebensdauer haben soll. Dieser Test soll zeigen, ob das stimmt...
Erster Eindruck
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Die ansprechende Verpackung enthält neben dem Gerät eine Handschlaufe, ein USB-Kabel zur Verbindung mit dem Computer, die Software Trip & Waypoint Manager (eine abgespeckte Version von Mapsource), eine Kurzanleitung und eine ausführlichere Anleitung, Sicherheitshinweise sowie einen Schraubclip. Dieser kann hinten am Batteriedeckel des Geräts angeschraubt werden und das Gerät so in optional erhältlichen Halterungen für Auto und Fahrrad befestigt werden.
Das Gerät selbst wirkt kompakt. Das liegt vor allem daran, dass Garmin es geschafft hat etwa 170 g Elektronik (mit Batterien) auf die Maße 10,7 cm x 5,6 cm x 3,0 cm (H x B x T) zu packen. Die ersten etrex-Geräte waren noch etwas länger (H), die kartenfähigen Geräte haben aber Displays mit anderen Seitenverhältnissen bekommen (hier 176 X 220 Pixel bei einer Größe von 34 x 43 mm) und die Geräte sind jetzt wirklich handlich geworden.
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Mittlerweile ist auch bei Garmin das Speichern auf einer externen Speicherkarte zum Standard geworden. Beim Vista HCx werden wieder MicroSD-Karten unterstützt und der Slot für die Karte ist im Batteriefach. Als Spitzenmodell der etrex-Serie hat der Vista zusätzlich zum GPS-Empfänger noch einen Luftdrucksensor und einen elektronischen Kompass. Ersteres ist nützlich um eine genauere Höhe zu haben und dient auch ein wenig der Wettervorhersage. Letzteres hilft im Stillstand die Orientierung zu bekommen, z.B. beim Arbeiten mit Karten.
Die neuen Geräte mit dem Kürzel HCX haben ausserdem einen neuen GPS-Empfängerteil von MediaTek (MTK), der besonders empfindlich und stromsparend ist. Im Datenlogger i-blue747 werkelt ebenfalls ein solcher Empfänger und hat dort bereits gezeigt zu welchen Leistungen er fähig ist. Garmin hat sich also ein wenig von den Sirf III Chipsätzen abgewandt, die zwar sehr gut aber auch recht stromhungrig sind.
Design, Handhabung und Verarbeitung
Vom Design her sind die etrex nett aber nichts besonderes. Das Hauptaugenmerk wurde auf die Größe gelegt. Das Gerät wirkt auch robust. Interessant ist, dass der Batteriedeckel jetzt aus Metall (Alu-Druckguss?) gefertigt ist. Möglicherweise eine Konsequenz aus Problemen die es wohl bei den älteren etrex-Geräte gab, da jegliche Halterungen am Batteriedeckel befestigt werden.
Ebenfalls geändert wurde wohl der Click-Stick, eine Art Joystick zur Bedienung. Die Bedienung fühlt sich etwas anders an als noch bei der ersten Vista-Serie. Dort gab es regelmäßig Ausfälle des Sticks und mit einer Änderung könnte das Problem beseitigt worden sein.
Wer bereits die Bedienung mit den fünf an den Seiten angebrachten Tasten von anderen etrex-Geräten her kennt wird sich sofort zurecht finden. Ansonsten muss man sich ein wenig daran gewöhnen.
Auf der rechten Seite befindet sich ein Einschaltknopf der auch die Beleuchtung steuert. Darüber ist eine Art Zurück-Taste die im Menü zurückspringt und auch die verschiedenen Anzeigenseiten durchschaltet. Längeres Drücken dieser Taste schaltet den elektronischen Kompass ein und aus, das kann aber auch basierend auf der Geschwindigkeit automatisch erfolgen.
Auf der linken Seite befinden sich drei Tasten. Die oberen beiden dienen eigentlich nur dazu, um in der Karte zu zoomen, die untere lässt auf jedem Bildschirm das Menü erscheinen.
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Mit dem Click-Stick oben auf dem Gerät wird sowohl in Menüs navigiert als auch der Cursor auf der Karte bewegt. Ein Druck auf der Stick wird als Eingabe gewertet. Das Gerät ist für eine Bedienung mit der linken Hand ausgelegt. Das macht für die meisten Leute (Eben die Rechtshänder) Sinn, da man so mit dem linken Daumen bequem den Click-Stick bedienen kann und die rechte Hand komplett frei hat.
Das Display selbst ist dem Gerät entsprechend klein, sehr klar und auch in der Sonne hervorragend zu lesen. Allerdings erweckt es je nach Lichtverhältnissen einen etwas düsteren Eindruck. Hier hilft zwar die gleichmäßige, regelbare und sehr helle Hintergrundbeleuchtung, aber natürlich auf Kosten der Batterielaufzeit.
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Die Rückseite des Gerätes gibt sich aufgeräumt. Oben hinter einer Gummilasche befindet sich der USB-Port. Dankbarerweise handelt es sich um einen Standard-Min-USB Anschluss. Ein Vorteil daran ist dass man bestimmt bereits ein anderes Gerät hat (z.B. MP3-Player) das den gleichen Anschluss hat und man kein weiteres Kabel braucht. Ebenfalls praktisch ist, dass das Gerät nach Einstecken eines USB-Kabels den Strom von dort bezieht, man also z.B. fürs Auto einen beliebigen Adapter 12V-USB zur Stromversorgung verwenden kann und nicht auf eine Garmin-Speziallösung angewiesen ist. Der Batteriefachdeckel ist wie gesagt aus Metall. Darunter befindet sich natürlich das Fach für die Batterien sowie links senkrecht gestellt der Adapter für die Speicherkarte. Die MicroSD-Speicherkarten sind nicht mal fingernagelgross und eröffnen dem Gerät beliebig Speicherplatz für Karten und aufgezeichnete Tracks. Tracks werden sowohl auf dem Gerät als auch auf Wunsch auf der Speicherkarte gespeichert. Wegpunkte (max. 1000) werden nur auf dem Gerät gespeichert. POIs (Points of Interest) lassen sich ebenfalls auf der Speicherkarte speichern. Hierzu gibt es ein separates Programm von Garmin (englisch) und Datenbanken im Internet. Die Speicherkarte kann übrigens bei eingeschaltetem Gerät gewechselt werden, neue Karten werden dann sofort verwendet.
Empfang
Die "Empfangsqualität" ist vielleicht nicht der erste Punkt nachdem Leute bei einem Gerät fragen, wird aber schnell zum Wichtigsten, wenn man das Gerät benutzt. Die Fähigkeiten von GPS-Geräten haben sich in den letzten 10 Jahren extrem gesteigert. Und das sind wirklich Verbesserungen der Empfangsgeräte, denn auf der Satellitenseite hat sich in Sachen Sendeleistung nicht sehr viel getan. Vergleicht man heute ein mehr als fünf Jahre altes Gerät mit einem ganz neuen Empfänger glaubt man, früher muss es unmöglich gewesen sein GPS-Geräte zu benutzen. Alte Gerät sind einfach darauf angewiesen, mehr oder weniger freie Sicht zum Himmel zu haben und das will man heute nicht mehr akzeptieren.
Wie auch immer, für den Vista HCx hat Garmin das einzig richtige gemacht und verwendet mit dem MTK-Chipsatz den wohl momentan besten verfügbaren Empfänger. Auf dem Foto oben (mit den drei Empfängern) sieht man sehr gut, dass am Fotoort in einem Innenraum (ca. 1 Meter vom Fenster entfernt) nur der Vista HCx Satellitensignale empfängt. Und während die beiden älteren Geräte nicht einen Satelliten finden, schafft der Vista sogar eine Bestimmung der Position.
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Ein Vergleichen oder Prüfen des Empfangs im Freien macht mit diesem Gerät eigentlich keinen Sinn mehr. Selbst in den meisten Häuserschluchten oder Bergtälern sollte ein Empfang möglich sein. Auch in einer Tasche oder im Rucksack oder irgendwo im Auto hat das Gerät keine Probleme mit dem Empfang. Je nach Auto ist auch im Kofferraum (nicht nur bei Kofferraumdeckeln aus Kunststoff) ein Empfang möglich. Auch nachdem der Empfang einmal verloren wurde (z.B. im Tunnel) reagiert das Gerät blitzschnell und zeigt wieder eine Position an sobald die Signale wieder verfügbar sind.
Die typische Zeit nach dem Einschalten bis zur Positionsbestimmung lässt sich unter normalen Empfangsbedingungen nicht messen, da der Willkommensbildschirm länger angezeigt wird als der Empfänger zum Lokalisieren benötigt. Lediglich ein Kaltstart bzw. ein Start nach längerem (Wochen) ausgeschaltet lassen braucht etwas länger (ca. 2 Minuten) und ist natürlich von der Sicht zum Himmel abhängig.
Der Empfang von WAAS/EGNOS-Signalen (an/abschaltbar) gelingt ebenfalls dort problemlos, wo die Sicht zu den entsprechenden Satelliten gegeben ist. Im Freien und mit aktiviertem WAAS/EGNOS zeigt sich der Satellitenbildschirm dann häufig wie im nebenstehenden Bild. Man erkennt auch daran: Die Empfangsleistung ist mehr als beeindruckend.
Batterielaufzeit
Die Batterielebensdauer ist ebenfalls immer ein sehr wichtiger Punkt. Schliesslich möchte man möglichst selten die Batterien wechseln müssen und das Gerät sollte am besten mehrere Tage Urlaub oder Wanderung überstehen ohne dass diverse Ersatzbatterien mitgeführt werden müssen. Bei den letzten neuen Geräten hatte sich Garmin hier nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Die bei den alten Geräten bis zur ersten etrex-Serie erreichten Laufzeiten wurden kaum noch erreicht. Auch das "Update" vom GPSmap60CS zum GPSmap60CSx war in dieser Hinsicht eher ernüchternd. Im wesentlichen wird der Stromverbrauch eines GPS-Handgerätes immer durch den Empfangsteil bestimmt. Und mit der Verwendung des SIRF III Chipsatzes in einigen Geräten wurde der Stromverbrauch so stark erhöht, dass die Laufzeiten letzthin deutlich unter 20 Stunden blieben.
Anders der neue Vista. Mein klassicher Fensterbrett-Test (neue Markenbatterien, mittelmäßige Empfangsbedingungen, keine Displaybeleuchtung, kein Drücken auf den Tasten) hat beim VistaHCx eine Laufzeit von 22 Stunden 20 Minuten gebracht. In Anbetracht der momentan mit ca. 10 Grad für die Batterieen recht tiefen Temperaturen eine sehr gute Leistung. Garmin verspricht zwar Zeiten von bis zu 25 Stunden, jedoch habe ich bei bisher keinem Gerät die vom Hersteller angegebenen Werte erreicht.
Ich erachte alles über 20 Stunden als hervorragenden Wert. Das Gerät wird im übrigen mit zwei Mignon (AA) Zellen betrieben.
Funktionsumfang und Sonstiges
Die Bedienung im Detail zu Erklären ist nicht Sinn dieses Berichts, dafür ist das Handbuch besser geeignet, welches es mittlerweile bei Garmin in diversen Sprachen zum Download gibt (hier). Einen groben Überblick möchte ich aber geben und auf Besonderheiten oder erwähnenswertes hinweisen.
Wer die Garmin-Bedienoberfläche kennt, wird sich heimisch fühlen, andere müssen sich erst "einleben". Grob unterteilt gibt es verschiedene Ansichten die entweder durch Drücken der Taste rechts oben durchgeschaltet werden oder im Menü ausgewählt werden. Die Ansichten die durchgeschaltet werden kann man frei wählen, so dass man sich beispielsweise die Satellitenseite beim Durchschalten der Ansichten nicht anzeigen lassen muss, wenn man nicht will. Zur Konfiguration der Seiten gibt es unter Einstellungen den Menüpunkt Seitenfolge.
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Typische Ansichten die man sich anzeigen lässt sind die Satellitenansicht, Kartenansicht, Kompassansicht, Druck bzw. Höhenansicht, Tripcomputer und Autobahnansicht.
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Die Kartenansicht ist noch konfigurierbar und verändert sich etwas, wenn man im Navigationsmodus ist, also ein Ziel ausgewählt hat. Auch gibt es im Navigationsmodus eine Abbiegeliste und detailliertere Kartenausschnitte für Abbiegevorgänge. Es sei aber gleich hier darauf hingewiesen, dass das Gerät weder Sprachausgabe hat noch die eingebaute Basiskarte zur Navigation wirklich tauglich ist. Die käuflich zu erwerbenden Karten sind hervorragend, die Eingebaute ist es zumindest zur Routennavigation nicht. Wer wirklich vernünftiges Kartenmaterial haben will kommt um diese Zusatzausgabe nicht herum.
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Die Ansicht Tripcomputer ist konfigurierbar und kann wohl alle Werte anzeigen, die das Herz begehrt: Ankunft am Ziel, Ankunftszeit am nächsten Wegpunkt, Auf Kurs, Entfernung bis zum nächsten Ziel, GPS Genauigkeit, Gesamtdurchschnittsgeschwindigkeit, Geschwindigkeit, Gleitverhältnis, Gleitverhältnis zum Ziel, Gutgemachte Geschwindigkeit, Höchstgeschwindigkeit, Höhe, Kilometerzähler, Kurs, Kursabweichung, Peilung, Reisedaueer gesamt, Reisedauer bis Ziel, Reisedauer in Bewegung, Reisedauer im Stand, Reisezeit bis nächster Wegpunkt, Sonnenaufgang, Sonnenuntergang, Steuerkurs, Tageskilometerzähler, Uhrzeit, Vertikalgeschwindigkeit zum Ziel, Vertikalgeschwindigkeit, Wegpunkt/AbbiegungWegpunkt am Ziel, Nächster Wegpunkt, Zeiger, und Durchschnittsgeschwindigkeit in Bewegung.
Die Kompassansicht lässt sich zwischen Peilungszeiger und Kurszeiger umschalten. Im ersten Fall zeigt der Pfeil immer zum Ziel, im zweiten Fall zeigt er in die Richtung wo zu Beginn das Ziel war, ein Strich zeigt die Abweichung von der Kurslinie. Diese Funktion ist für die Seefahrt sehr nützlich, wo man keine Hundekurven fahren will sondern möglichst auf einer vorher festgelegten Kurslinie um vor Hindernissen oder Untiefen sicher zu sein. Für Strassennavigation ist dieser Modus natürlich ungeeignet da man der Strasse folgen sollte. Die Kompassrose zeigt übrigens immer die Richtung oben an, in die man sich gerade bewegt. Im Stillstand bei eingeschaltetem Kompass is oben die Richtung in die man das Gerät hält. Bewegt man sich nicht und hat den elektronischen Kompass aus, wird Norden oben gezeigt.
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Natürlich gibt es Funktionen zum Speichern von Wegpunkten und aufgezeichneten Tracks, zum Zusammenstellen von Routen, Finden von Wegpunkten, Orten, Abbiegungen, Interessanten Punkten (POIs).
Daneben verfügt das Gerät über Annäherungsalarme. Man kann Punkte mit Entfernungen definieren bei deren Erreichen das Gerät einen Warnton und Warnmeldung zeigt. Weiterhin gibt es einen Kalender in den man sich gefundene Geocaches eingetragen lassen kann und der anzeigt wann gute Zeiten für Fischen und Jagd sind. Diese Fischen- und Jagdgeschichte muss eine amerikanische Spezialität sein, sie ist in jedem Garmin-Gerät eingebaut aber ich weiss nichts damit anzufangen.
Zusätzlich gibt es einen recht aufwändigen Taschenrechner, eine Stoppuhr, die Möglichkeit der Anzeige von Sonnenauf- und -untergangszeiten sowie Mondphasen und einige Spiele. Diese sind teilweise mit, teilweise ohne GPS-Funktion zu spielen.
Bei den Einstellungen gibt es eine ganze Reihe von Unterpunkten:
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Bei "System" wird die Sprache, der Batterietyp, WAAS/EGNOS und das Verhalten mit externer Stromversorgung eingestellt sowie die Annäherungsalarme ein/ausgeschaltet.
Bei "Anzeige" wird das Farbschema sowie das Verhalten der Beleuchtung eingestellt.
Der Punkt "Schnittstellen" zeigt eigentlich nur, ob das Gerät verbunden ist. Unten gibt es jedoch noch einen extra erwähnenswerten Button "USB Massenspeicher". Dieser verwandelt den Vista in einen USB-Stick und erlaubt den Zugriff auf die Speicherkarte als Wechseldatenträger vom PC aus. Damit können gespeicherte Tracks direkt und einfach auf den PC geladen werden. Oder man kann den Vista auch als Datentransportmedium "missbrauchen". Das Gerät selbst kann zwar mit MP3s oder Bildern nichts anfangen, man kann die Daten aber beliebig von einem Rechner zum anderen transportieren.
An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass der Vista HCx praktischerweise Tracks auf der Speicherkarte direkt im GPX-Format speichert. Ausserdem, und das war nicht schon immer so, werden für jeden Punkt des Tracks Zeitinformationen gespeichert. Das erlaubt relativ leicht eine Anzeige des Tracks in anderen Programmen oder die Weiterverwendung für Geotagging und ähnliches.
Bei "Töne" können unterschiedliche Tonsignale für unterschiedliche Situationen und Funktionen gewählt werden.
Die Funktion "Seitenfolge" erlaubt wie oben beschrieben die Auwahl und Reihenfolge der Seiten die beim Drücken der Menütaste der Reihe nach durchgeschaltet werden.
Bei "Karte" wird das Verhalten der Karte eingestellt. Also Detaillierungsgrad, welche Karten angezeigt werden, falls mehrere auf das Gerät geladen wurden und viele weitere Anzeige und verhaltensoptionen der Kartendarstellung. Nicht ganz klar ist mir allerdings, warum es pro Speicherkarte immer nur eine Datei mit Kartendaten geben kann. Man kann also nicht mehrere verschiedene Karten nacheinander auf das Gerät laden sondern muss immer wieder den gesamten Satz neu erstellen. Das ist schade, zumal die Übertragung mit gemessenen 433 kB/s (ca. Faktor vier langsamer als ein normaler USB Stick) nicht die Schnellste ist. Wer häufig verschiedene Karten braucht sollte über den Besitz von mehreren kleineren Speicherkarten nachdenken.
Der Vista schließt mit einigen weiteren Funktionen jetzt auch die Lücke zwischen den "Marinegeräten" und den Handgeräten. Die Autobahn-Ansicht, interessanterweise früher nur in der Seefahrt verwendet, sowie Anker- und Annäherungsalarme sind jetzt ebenfalls integriert. Den ebenfalls nur für Fliegerei und Seefahrt verwendeten Kurszeiger gibt es bereits länger in allen Geräten.
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Noch ein Hinweis zur Firmware 2.30. In dieser Version zeigt das Gerät regelmäßig eine seltsame Meldung zur Kompassfunktion an, die recht schnell nervig wird. Mit einem Update auf Version 2.40 wird das behoben. Generell halte ich es für Empfehlenswert, die Firmware eines GPS immer auf dem neuesten Stand zu halten. Garmin bieter da ja mit dem (Webupdater ; englisch) eine sehr komfortable Möglichkeit.
Fazit
Der Vista HCx ist ein hervorragendes Gerät. Die Empfangsleistung ist brillant, die Batterielebensdauer hervorragend. Zugegeben, das Display ist ein wenig klein geraten, aber bei der Gerätegröße ist das nicht anders möglich. Das Gerät bietet an Ausstattung alles, was man so zur Navigation braucht und gewohnt ist. Aber eben nur das und keine neuen Besonderheiten oder genialen Neuerungen. Zu dieser Meinung jedoch mehr im nächsten Kapitel.
Alles in allem: Absolut empfehlenswert, wenngleich unspektakulär.
Zukunft der Outdoor-GPS
Es wäre unfair gewesen, dem Gerät ernsthaft das Fehlen bestimmter "Gimmicks" anzukreiden. Dennoch möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass Garmin nach meiner Ansicht seinem Ruf und Anspruch als Markführer in diesem Sektor nicht (mehr) gerecht wird. Zweifellos, die Gerät sind robust, ausgereift, haben hervorragende Empfänger und mittlerweile auch wieder gute Batterielaufzeiten.
Aber warum beispielsweise ist der Wecker wieder verschwunden (der GPSmap60CS hatte ihn noch). Ich persönlich habe ihn auf Reisen schon häufig verwendet. Das GPS ist immer dabei und ist auch stabil genug um im Koffer ganz unten zu sein. Mein Reisewecker nicht.
Warum haben nicht alle Gerät mit Druckmesser auch die Möglichkeit Daten aufzuzeichnen wenn sie ausgeschaltet sind, wie es der GPSmap60CS konnte? Auch diese Funktion war gerade beim Segeln recht nützlich, da man dort regelmäßig einen Blick auf den Luftdruckverlauf werfen sollte.
Zwei Beispiele für Funktionen die ein Markführer meiner Ansicht nach beibehalten muss, wenn er sie einmal eingeführt hat.
Und wäre es schlimm, wenn die neuen Outdoor-Geräte nebenbei als MP3-Player dienen würden, wie die GPS-Geräte fürs Auto es mittlerweile alle tun?
Oder ist es unvorstellbar, dass ein GPS-Handgerät eine kleine Digitalkamera integriert hat wie jedes Handy heute? Man könnte dann die Positionsinfo auch gleich in die EXIF-Daten schreiben und könnte beispielsweise Wanderungen nett dokumentieren. Mit der passenden mitgelieferten Software ergeben sich da tolle Möglichkeiten. Eine weitere verpasste Chance. Schade.
Ich gehe demnach davon aus, diese Art der tragbaren GPS-Empfänger sind eine vom Aussterben bedrohte Art. In ein paar Jahren wird es vermutlich kein Handy mehr geben ohne GPS-Chip. Karten- und routingfähig sind die heute erhältlichen GPS-Handy-Kamera-MP3-Player bereits. Also warum ein eigenes Gerät kaufen? Und ein extra GPS-Gerät kaufen, nur weil es wasserdicht ist? Das wäre wohl einem Handys auch noch beizubringen. Schau'mer mal, dann seh'mer schon.
An dieser Stelle noch herzlichen Dank an meinen Kollegen Robert Kratzer (RadlKini), dass er mir seinen Vista HCx zum Test geliehen hat.













