GPS-Datenlogger tsi TripMate 852 und TripMate 850
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Transsystems, bekannt beispielsweise durch die zwei grossartigen Datenlogger i-blue 747 und i-blue 747A+ hat mit den Loggern TripMate 850 und 852 zwei Datenlogger im Programm auf die einen Blick zu riskieren Wert ist.
Beide Logger verwenden den vielgelobten 66 Kanal GPS-Chipsatz von MTK mit AGPS-Unterstützung. Auch die übrigen technischen Daten machen neugierig. Ein Betrieb mit Batterie anstatt Akku ist recht selten und eine Datenspeicherung auf Mikro-SD-Karte ist bei Datenloggern bisher nur wenig verbreitet.
Die technischen Grunddaten der Logger 850 und 852 sind sehr ähnlich, weswegen es sich auch anbeitet, beide Geräte in einem Test abzuhandeln.
Der Logger 850 nennt ein kleines LCD-Display sein eigen, ausserdem bietet er eine Bluetooth-Schnittstelle. Der TripMate 850 hat die Möglichkeit, mit einer Frequenz von 5 Hz (also 5 Positionspunkte pro Sekunde) Daten aufzunehmen. Dies dürfte Extremsportler sowie Modellflieger begeistern die immer auf der Suche nach GPS-Loggern sind, die schnelle Geschwindigkeits- und Positionsänderungen einigermassen korrekt mitverfolgen können. Für Wanderer hingegen ist eine Datenrate von 1 Hz mehr als ausreichend.
Lieferumfang und erster Eindruck
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Der Lieferumfang der beiden Logger ist identisch. Da die Geräte mit Batterie betrieben werden gbt es dementsprechend kein Ladegerät. Auch eine CD für die Software wird nicht benötigt, diese ist bereits auf der ebenfalls (bereits im Gerät eingesteckt) mitgelieferten Speicherkarte (1 GB) enthalten.
Somit reduziert sich der Inhalt der Schachtel auf den Logger selbst, eine (englische) Kurzanleitung, eine kurzes (50 cm) USB-Kabel, Batterien, eine Halteschlaufe, die Mini-SD-Speicherkarte (im Gerät) und ein Gutschein für 1 Monat eines kostenlosen locr PRO Accounts.
Überhaupt nicht kann ich jedoch einsehen, warum die mitgelieferte Software im .RAR-Format auf der Speicherkarte hinterlegt ist, aber kein passender Entpacker (z.B. Universal Extraktor) mitgeliefert wird. Es wäre Platz für beides gewesen, ich hätte die Software aber ungepackt bevorzugt, weil es dem Anwender einen zusätzlichen Schritt erspart und unbedarfte Anwender beim Entpacken vielleicht vor neuen Rätseln stehen.
Die Begeisterung für die Logger selbst beim ersten Anblick der Geräte hielt sich in Grenzen. Es ist sofort klar, dass sie keinen Designpreis gewinnen werden. Speziell der in babyblau lackierte TripMate 852 schreckt schon eher ab. Ansonsten wirken die Logger (7.2 x 2.8 x 2.5 cm; 57 g mit Batterien) grösser als sie sind. Ein Grossteil der Gehäuseform wird durch die Tatsache bestimmt, dass zwei AAA-Batterien (die ganz kleinen) darin Platz finden müssen. Im direkten Vergleich zu anderen Loggern sind sie deswegen etwas höher aber nicht unbedingt grösser.
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Leider sind die Gehäuse beider Logger in keiner Weise gegen Regen oder Spritzwasser geschützt. Der Gehäuseaufbau lässt vermuten, dass sie nennenswerten Kontakt mit Wasser nicht überleben. Und ebenfalls ohne es ausprobiert zu haben vermute ich, dass ein Sturz aus mehr als 1 Meter Höhe für die Geräte ebenfalls nur mit Glück glimpflich enden dürfte. Ein wenig Schade für Geräte die explizit für Reisen und andere Aktivitäten im Freien entwickelt und vertrieben werden.
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Beide Logger verfügen auf der Oberseite über entweder LEDs oder ein Display, auf der "hinterseite" über drei Tasten und "unten" befindet sich hinter einer Gummikappe der USB-Anschluss sowie der Slot für die Speicherkarte.
Die Logger werden wie gesagt mit einer 1 GB Speicherkarte ausgeliefert, akzeptieren aber auch grössere Karten (z.B. 4 GB). Die Logger benötigen keine speziellen Treiber und erscheinen nach dem Anstecken am USB-Port als ganz normale USB-Laufwerke. Dies ist ein echter Vorteil gegenüber anderen Loggern bei denen man häufig Probleme mit den USB-Seriell-Treibern und spezieller Auslesesoftware hat. Technikfreaks wird stören, dass man beim Zugriff auf die Logger als USB-Laufwerk keinen Zugriff auf die Programmierung des GPS-Chips hat. Während für andere Logger mit MTK-Chipsatz die Software bt747 controleinen Zugriff zu vielen Detaileinstellungen bietet, lässt sich beim TripMate 852 hier nichts mehr ausrichten. Für den TripMate 850 gilt das nicht, da man hier über die Bluetooth-Schnittstelle noch seriellen Zugriff auf den GPS-Chip hat. Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass das Gerät nicht vom USB-Port mit Strom versorgt wird, die Batterie leert sich also auch beim Auslesen der Daten.
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Auffällig ist auch die mitgelieferte Schlaufe. Diese ist zu klein, um sie - für normale Menschen - als Handschlaufe zu verwenden, hat aber genau die Grösse, um das Gerät durchzufädeln und somit an einer Lasche eines Rucksack oder ähnlichem zu befestigen. Die Befestigungsart stellt auch - da das Gerät so recht heftig baumelt - sicher, dass der Bewegungssensor korrekt arbeitet, doch dazu später mehr. In dieser Lage zeigt die Antenne dann auch in Richtung Himmel, der Empfang ist somit optimal.
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Das nebenstehende Bild zeigt den TripMate 852 mit geöffneter "Motorhaube". Links sieht man den USB-Anschluss, darunter (unsichtbar) befindet sich der SD-Kartenslot. Oben sieht man die kleinen Schalter der drei Tasten, darunter, umgeben von einem schwarzen Schaumgummirahmen die LEDs. Am rechten Rand, senkrecht stehend, befindet sich die kleine GPS-Antenne. Hängt der Logger an der Schlaufem zeigt die Antenne genau nach oben, was für den Empfang optimal ist.
Bedienung
In der Bedienung unterscheiden sich die beiden Geräte nun endlich deutlich.
TripMate 852
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Das Gerät hat vier (eigentlich fünf) LEDs zur Statusanzeige und drei Tasten zur Bedienung. Die erste (runde) Taste, auf dem Bild ganz links oben, dient lediglich zum Ein- und Ausschalten des Loggers. Drei Sekunden halten der Taste schaltet den Logger ein bzw aus. Der Logger beginnt nach dem Einschalten - und sobald er eine GPS Position hat - sofort mit der Datenaufzeichnung. Die zweite Taste speichert manuell einen Punkt. Die Taste muss nur kurz gedrückt werden. Das Speichern eines Punktes wird durch dreimaliges Blinken des grünen Symbols angezeigt. In der NMEA-Datei auf dem Speicherchip wird eine manuell ausgelöste Position entsprechend gekennzeichnet. Die dritte Taste schliesslich schaltet zwischen 1 Hz und 5 Hz Datenrate hin und her. Drei Sekunden Halten der Taste ändert den Modus. Ist der 5 Hz-Modus aktiv, blinkt die rechte grüne LED (Hz) alle 2 Sekunden. Die rote LED links (!) zeigt an, wenn der Speicher des Chips nahezu (blinkt) oder komplett voll (Dauerlicht) ist. Die gelbe LED in der Mitte brennt dauernd solange noch kein ausreichender Satellitenempfang besteht und blinkt alle 2 Sekunden wenn das GPS-Signal empfangen wird.
Schliesslich gibt es ganz links hinter dem kleinen Punkt noch eine weiter Status-LED die nicht in der Anleitung beschrieben ist. Die LED blinkt grün alle 7.5 Sekunden solange der Batteriezustand ausreichend ist. Die LED blinkt rot bei nahezu leerer Batterie. Bei der Datenübertragung mittels USB flackert die LED gelblich.
Während im Dunkeln, in Innenräumen und bei Dämmerung die Statusleuchten gut erkennbar sind, sind sie bei hellem Tageslicht nur sehr schwer bis garnicht zu sehen.
Interessantes Verhalten zeigt der Logger wenn man die beiden rechten Tasten (Point und 5 Hz) 2 Sekunden lang gleichzeitig drückt. Der Logger wechselt in eine Art Diagnosemodus. Zunächst reagieren alle LEDs blinkend auf den Bewegungssensor, drückt man dann die Einschalttaste einmal, leuchtet die Hz-LED, drückt man nochmals leuchtet zusätzlich die Logging-LED (grün), beim dritten Drücken leuchtet auch die Sat-GPS-LED (orange). Danach muss man den Logger aussschalten, dann benimmt er sich wieder normal. Der Logger hat dann, wenn alles ok ist, eine Datei TEST.txt mit dem Inhalt "Test OK!" auf die Speicherkarte geschrieben.
TripMate 850
Der TripMate 850 ist ein wenig vielfältiger in der Bedienung. Der Logger wird ebenfalls mit nur drei Tasten kontrolliert, das integrierte kleine LCD-Display bietet dabei aber Unterstützung. Die runde Taste ganz links dient wiederum zum Ein- und Ausschalten, ist aber zusätzlich in bestimmten Menüs noch eine Art Eingabetaste.
Nachfolgend möchte ich ein klein wenig zur Bedienung schreiben, der Text sollte aber nicht als Anleitung verstanden werden und behandelt nicht alle Details. Ich habe nach kurzem Ausprobieren der deutschen Übersetzung beschlossen, das Gerät auf der Spracheinstellung Englisch zu belassen, da die deutsche Übersetzung so schwer verständlich und manchmal hahnebüchen ist, dass man sich damit vermutlich keinen Gefallen tut.
Nach dem Einschalten befindet man sich in der Hauptansicht. Hier ist der aktuelle Zustand über diverse Icons erkennbar. In der obersten Zeile ist die im aktuellen Menü gültige Bedeutung der beiden rechten Tasten beschrieben, dazwischen blinkt ein Bluetooth-Icon, wenn eine entsprechende Verbindung besteht. Das "seltsame" Icons ganz rechts (Ein Blatt mit Stift?) blinkt, sobald GPS-Daten aufgezeichnet werden, das Loggen also aktiviert wurde.
In der unteren Zeile ist links der Batteriestand zu sehen, das Satellitenicon in der Mitte blinkt sobald ausreichender GPS Empfang anliegt und die Prozentzahl ganz rechts gibt den Füllstandsgrad der Speicherkarte wieder.
Drückt man in dieser Ansicht die mittlere Taste für 3 Sekunden, wird wie beim TripMate 852 ein Punkt manuell geloggt. Kurzes Drücken der Taste schaltet ins nächste Menü.
Das Loggen der Position selbst startet nicht automatisch sondern muss manuell erfolgen. Die Bedienung hierfür finde ich recht gewöhnungsbedürftig.
Durch die Taste ganz rechts wird ausgewählt, ob man das Loggen starten oder Stoppen will. Im Bild oben sieht man den Test "LOG ON". Das bedeutet, dass die Funktion der Ein/Ausschalttaste nun das Starten des Loggens ist. Drückt man nun die Ein/Ausschalttaste kurz, so startet das Loggen und das kleine Symbol ganz rechts oben im Display fängt an zu blinken. Will man das Loggen nun stoppen, muss man zunächst mit der Taste ganz rechts die Funktion der Ein/Ausschalttaste umstellen. Es erscheint dann rechts oben der Text "LOG OFF". Drückt man nun die Ein/Ausschalttaste kurz, so wird das Loggen gestoppt. Will man wieder starten stellt man um aus "LOG ON" usw. Ich finde dieses Vorgehen gewöhnungsbedürftig, verwirrend und umständlich, man muss aber gestehen, dass es ein versehentliches Stoppen des Logs nahezu ausschliesst, da man nicht einfach durch eine falsche Berührung das Loggen stoppt. Vielleicht wäre das Starten und Stoppen auch anders gegangen, z.B. durch längeres Drücken einer bestimmten Taste.
Hier wird die Uhrzeit angezeigt, dabei kann mit dem rechten Knopf (Adjust) die Zeitzone gewählt werden, so dass nicht nur die UTC-Zeit, sondern die lokale Zeit korrekt angezeigt wird. Die Zeitzone wird dann mit den reechten beiden Tasten (UTC+-1) eingestellt, mit der Enter-Taste (Ein/Aus) bestätigt. Diese Ansicht ist beim Geotagging sehr nützlich, wenn man die Uhrzeit der Kamera mit GPS synchronisieren. Ist man faul kann man auch einfach ein Foto der Anzeige mit der Uhrzeit machen und später anhand der Zeit in der EXIF-Datei des Bildes und der Zeit auf dem Foto den Zeitunterschied im Tagging-Programm eintragen. Druck auf die mittlere Taste für zur nächsten Anzeige:
Diese Seite zeigt die aktuelle Position an. Das Anzeigeformat kann nicht umgestellt werden, ebenso gibt es keine verschiedenen Kartendatums, es wird immer WGS84 verwendet, das Format ist ebenfalls fix. Irritierend ist, dass die Einheiten für Minuten und Sekunden ('' und ') vor den Zahlen kommen und vertauscht sind. Eigentlich korrekt wäre die nebenstehende Angabe so:
LAT: 47° 35' 34.78" N
LON: 007° 39' 19.99" E
Ein weiterer Druck auf Menü bringt die Anzeige der Geschwindigkeit und Richtung. Die Richtung wird als Himmelsrichtung, z.B. NW angezeigt. Nochmaliges Drücken der Taste Menü (mittlere Taste) führt zur nächsten Seite.
Diese Anzeige ist etwas eigenartig, lässt sie doch eigentlich erwarten, dass es sich um eine Art Kilometerzähler handelt. Tatsächlich wird jedoch die Entfernung (Luftlinie) zu dem Punkt angezeigt bei dem man die Funktion gestartet hat. Gestartet und gestoppt wird genauso wie beim Loggen, man muss also zunächste die Funktion der Ein/Aus-Taste ändern und dann diese betätigen. Zusätzlich zu "BEGIN" (warum nicht "START"?) und "STOP" gibt es noch "ERASE". Hiermit wird der alte "Startpunkt" gelöscht. Während ich einen "Kilometerzähler" toll gefunden hätte, kann ich mir für die blosse Luftlinienentfernung zu einem definierten Punkt (an dem ich schon gewesen sein muss!) kaum einen Nutzen vorstellen.
Ein weiterer Druck der Taste "Menü" führt zum Setup-Menü, danach beginnt die Reihenfolge von vorn.
Im Setup lassen sich eine ganze Reihe von Parametern einstellen. Das beginnt mit der Sprache, deren deutsche Übersetzung mich mehr verwirrt hat als sie nützt. Zweiter Setup-Punkt ist der Log-Modus. Hier kann entweder eine Zeit "LOG(TIME)" zwischen zwei geloggten Punkten (1, 5, 15, 30 Sekunden, 5, 10 Minuten) eingestellt werden. Alternativ oder zusätzlich kann auch nach jeweils einer definierten Entfernung (5, 10, 30, 100 oder 500 m) geloggt werden. Als dritte Option kann noch die Geschwindigkeit eingestellt werden, ab der geloggt werden soll (3, 6, 10, 50 oder 100 km/h). Diese Einstellungen sind beim riesigen Speicherplatz der zur Verfügung steht eigentlich nur sinnvoll, wenn die Anzahl der Punkte reduziert werden soll, oder aus anderen Gründen unter bestimmten Bedingungen (z.B. Geschwindigkeit) nicht immer geloggt werden soll.
Der nächste Punkt des Setup nennt sich "Smart Log". Zu Zeiten als Speicherplatz wertvoll war, wäre das ein exterm hilfreiche Option gewesen, jetzt ist es noch dazu geeignet unnötige Datenpunkte zu verweiden. Für den Modus "Smart Log" werden zwei Geschwindigkeiten eingestellt. Bewegt man sich unterhalb der ersten eingestellten Geschwindigkeit, wird alle 5 Sekunden ein Punkt geloggt, zwischen der ersten und der zweiten Geschwindigkeit alle 10 Sekunden und oberhalb der zweiten alle 15 Sekunden. Als untere Grenzen stehen 4, 6, 8 und 15 km/h zur Verfügung, für die obere Grenze 30, 60, 100 und 140 km/h.
Der nächste Menüpunkt (LOG MANAGE) beeinflusst das Log-File. Normalerweise wird bei jedem Starten des Logs ein neues .nma-File angelegt, man kann das Gerät aber auch so konfigurieren, dass immer ins gleiche File geschrieben wird.
DIe nächsten beiden Menüpunkte betreffen die EInheit (km oder Meilen) sowie die Dauer der Hintergrundbeleuchtung nach dem letzten Tastendruck (5, 10 oder 30 Sekunden).
Der nächste Punkt "SENSOR" definiert ob das Gerät nach 10 Minuten ohne Bewegung automatisch in einen Stromsparmodus wechseln soll oder nicht. Achtung, diese Einstellung gilt nur bis zum nächsten manuellen Abschalten des Gerätes danach ist der Sensor wieder aktiv.
Die letzte Option "DEFAULT" stellt alle Einstellungen wieder auf die Standardwerte zurück.
Das Gerät bietet also recht vielfältige Einstellmöglichkeiten. Normalerweise sind die Einstellungen zum Loggen die wichtigsten aber mit dem riesigen Speicher wird man vermutlich mit einer Loggingrate von 1 pro Sekunde oder 1 pro 5 Sekunden in allen Fällen gut fahren und kann sich häufiges Umstellen sparen.
Intelligente Stromsparschaltung
Beide Logger haben eine Funktion um Strom zu sparen. Beim TripMate 850 lässt sich diese Funktion per Konfiguration abschalten, beim 852 ist sie immer aktiv. Die ganze Sache funktioniert recht einfach, die Logger haben einen kleinen mechanischen Bewegungs- oder Erschütterungssensor eingebaut, der eine Lageänderung des Gerätes registriert. Man hört den Sensor klappern wenn man das Gerät schüttelt. Wird der Logger 10 Minuten lang nicht bewegt, schaltet er in einen Stromsparmodus aus dem er wieder erwacht, sobald er bewegt wird.
Es hat sich herausgestellt, dass der Sensor im allgemeinen gut funktioniert. Im Auto und vermutlich anderen Fortbewegungsmitteln ist er jedoch nicht zuverlässig. Je nach Lage des Loggers und anschliessender Strassenbeschaffenheit und Fahrweise kann es passieren, dass der Logger sich für ruhend hält.
Beim TripMate 850 schaltet das Gerät übrigens nicht ab, solange eine Bluetooth-Verbindung steht, auch wenn man sich nicht bewegt.
Speichervermögen
Genaugenommen sit der Speicher der TripMate-Logger unbegrenzt, da man ja leicht zusätzliche Speicherkarten mitführen kann. In der Praxis ist bereits das mitgelieferte 1 GB-Modul so riesig, dass man vermutlich kaum an dessen Grenzen stossen wird, selbst wenn man nie Daten löscht. Bei einer Datenrate von 1 Punkt pro Sekunde erzeugt der Logger etwa 850 kB pro Stunde, die 1 GB reichen somit für mehr als 1000 Stunden Daten.
Geloggt werden NMEA-Daten als reines Text-File, ein Datensatz sieht dabei so aus:
$GPGGA,184209.000,4735.6058,N,00739.3102,E,1,6,1.91,345.2,M,48.0,M,,*5A$GPGSA,A,3,23,14,11,31,32,20,,,,,,,2.10,1.91,0.88*0D
$GPGSV,3,1,11,32,76,044,31,20,70,271,25,11,67,155,43,17,36,301,30*7A
$GPGSV,3,2,11,23,34,189,37,33,30,209,,31,19,088,33,14,10,037,30*7B
$GPGSV,3,3,11,19,04,167,,28,02,256,23,13,01,201,*4D
$GPRMC,184209.000,A,4735.6058,N,00739.3102,E,0.00,47.64,131109,,,A*51
Dass die Daten als Textfile und im NMEA-Format geloggt werden ist von Vorteil und bietet maximale Flexibilität. Auf diese Weise kann man die Daten in diversen Programmen und nicht nur mit der mitgelieferten Software verarbeiten.
GPS Empfang
Zum GPS Empfang gibt es bei den modernen Loggern nicht mehr viel zu sagen. Die Geräte unterscheiden sich nicht mehr wesentlich. Entsprechend ist auch der Empfang bei den beiden TripMates ohne Fehl und Tadel. Die gegenüber z.B: dem iBlue747A+ etwas kleinere Antenne könnte eine geringere Empfindlichkeit bewirken, nachprüfen lässt sich das aber nur mit speziellen Messgeräten. Im täglichen Betrieb ist guter Empfang möglich, auch in Innenräumen nahe bei Fenstern oder in oberen Geschossen wo keine Stahlbetondecken sondern nur noch Dachziegel den Weg ins All versperren. Die Zeiten bis zum Positionsfix nach dem Einschalten oder nach einem Signalverlust (z.B. Tunnel) sind im üblichen Rahmen. Mit aktuellen AGPS-Daten ist die Zeit bis zur ersten gültigen Position entsprechend kürzer.
Batterielaufzeit
Die Laufzeit für zwei AAA-Batterien wird mit bis zu zwölf Stunden angegeben. Diese Laufzeit konnte mit normalen Alkaline-Batterien im Versuch erreicht werden, im Versuch hatte ich mit 1 Hz Daten geloggt. Ohne Speicherkarte war die Laufzeit nicht länger so dass vermutlich die Logging-Frequenz keinen Einfluss hat. Ob mit aktiver Bluetooth-Verbindung die Laufzeit kürzer ist, habe ich nicht probiert, vermutlich ja. Übrigens, die in meinem Fall mitgelieferten Original-Batterien waren so schlecht, dass nur eine Laufzeit von knapp über 3 h erreicht wurde. Nicht sehr rühmlich.
Bluetooth (nur 850)
Nur der TripMate 850 (der schwarze) hat ein Bluetooth-Modul integriert. Eine Verbindung zu einem Laptop hat einwandfrei funktioniert, über diese Schnittstelle hat man dann mit entsprechender Software (bt747 control) auch Zugriff auf spezielle Funktionen des MTK-Chipsatzes. Auch AGPS-Daten lassen sich beim TripMate 850 nur über eine Bluetooth-Verbindung aktualisieren, dies kann aber mit Hilfe der mitgelieferten Software GPSView erledigt werden.
Software
Die Software der beiden Logger ist im wesentlichen die gleiche, es gibt lediglich für jeder der beiden Logger noch jeweils ein Zusatztool.
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Für den TripMate 850 ist dies das Programm GPSView mit dem über eine Bluetooth-Verbindung die AGPS-Daten aktualisiert werden können, die Datenrate für die Bluetoothschnittstelle eingestellt werden kann (1-5 Hz) und DGPS aktiviert bzw. deaktiviert werden kann. Weiterhin sieht man die NMEA-Daten, Informationen zum Empfang und kann den Logger neu starten.
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Beim TripMate 852 liegt ein winziges Tool bei, welches nur dazu da ist, die A-GPS-Daten die bei diesem Logger zu aktualisieren, die dann also .EPO-Datei auf der Apeicherkarte abgelegt werden. Mehr Einstellmöglichkeiten stehen für diesen Logger nicht zur Verfügung.
Weiterhin mitgeliefert wird bei beiden Loggern die Locr-Software, die ich nicht weiter beschreiben möchte sowie die Software GPS Photo Tagger.
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Diese Software ist bei allen transystem-Loggern dabei und wird auch von Qstarz als TravelRecorder deren Loggern mitgeliefert. Ich habe sie bereits ganz kurz bei verschiedenen anderen Tests (iblue747A+ und Qstarz BT-Q1300) beschrieben und möchte deswegen an dieser Stelle darauf verzichten. In wenigen Worten beschrieben eignet sich die Software, die auch in deutscher Sprache installiert wird dazu, sowohl die erstellten GPS-Tracks einzulesen als auch JPG-Bilder dazuzuladen, die entsprechenden Daten zu verbinden um den Photos geographische Orte zuzuordnen. Weiterhin können die Tracks mit Photos zu Google-Earth oder als HTML-Datei exportiert werden. Das Programm ist schön gemacht und bietet die wesentlichen Funktionen. Es gestattet auch ein Hochladen der Daten zu locr und flickr. Das Programm muss mit einem dem Loggern mitgelieferten Freischaltcode aktiviert werden.
Fazit
Selten fiel mir das Schreiben des Fazits so schwer wie bei diesen Loggern. Während die meisten technischen Daten absolut begeistern, gibt es ein paar echte Schwachpunkte.
Positiv fallen der leistungsfähige GPS-Chipsatz auf, der Einsatz einer Speicherkarte anstatt fest eingebautem Speicher und die Tatsache, dass die Logger als USB-Speichermedium angesprochen werden können, anstatt über das bisher übliche Konstrukt aus USB-serieller Schnittstelle mit manchmal hakeligem Treiber. Auch die Idee - wenngleich nicht neu, siehe der Holux-Logger - ein Display zu integrieren begeistert. Genauso die Tatsache, dass flexibel weiterverwendbare NMEA-Textfiles gespeichert werden, sowie der "Schüttelsensor" sind Highlights.
Eine echte Schwachstelle ist die recht magere Batterielaufzeit und die Tatsache, dass es Batterien sein müssen. Batterien anstatt eingebaute Akkus ist eigentlich weder ökologisch noch ökonomisch sinnvoll, einzig für Einsatzzwecke bei denen das Laden des Akkus nicht möglich ist, machen wechselbare Energieträger echten Sinn. Wäre die Laufzeit nun wesentlich länger als mit eingebauten Akkus könnte man es jedoch akzeptieren so ist es lästig und teuer.
Weiterhin ist die Bedienung, gerade des 850 nicht völlig durchdacht und der Funktionsumfang wird den Möglichkeiten den das integrierte Display geboten hätte nicht gerecht.
Ein Wetterschutz hätte den Geräten ebenfalls gut zu Gesicht gestanden.
Als Kleinigkeit am Ende sei noch das wenig ansprechende Design genannt.
In der Summe überzeugen mich die Logger nicht wirklich, speziell nicht der TripMate 850. Wer aber auf die eine oder andere positive Eigenschaft besonderen Wert legt, der dürfte durchaus damit glücklich werden. Ich denke die nächsten Generationen von Loggern werden einiges der Ideen aufgreifen und man kann sich darauf freuen.
An dieser Stelle nochmals ganz herzlichen Dank für das zur Verfügung stellen der Logger an:













