Gerätetests
2009-04-12

Seite 1: Erster Eindruck - Seite 2: Menüfunktionen

 

Garmin Oregon 400t

Menüfunktionen

Da es bedingt durch den Touchscreen keine Menü-Taste mehr gibt, über die bestimmte Einstellungen für Karte, Kompass oder andere Ansichten konfiguriert werden können, werden alle Anzeigeseiten und die meisten Einstellungen über das Hauptmenü abgewickelt. Dort sind 24 Icons auf vier Bildschirme verteilt, die Reihenfolge der Symbole kann für jedes Profil einzeln verändert werden.

Menü des Oregon 400 (Screenshots: 50%)
Menu des Oregon 400 - Seite 1 Menu des Oregon 400 - Seite 2 Menu des Oregon 400 - Seite 3 Menu des Oregon 400 - Seite 4

 

Karte

Für die Karte gibt es drei Ansichten: "Norden oben", "In Fahrtrichtung oben" und "Automodus". Während sich die ersten beiden nur durch die Ausrichtung unterscheiden, ist der dritte Modus eine Art 3D-Darstellung und ähnlich dem Autobahnmodus früherer Geräte. Bei Auto-Navis gibt es diese Ansicht mittlerweile auch recht häufig. Immer auf dem Kartenbildschirm zu sehen sind die halbdurchsichtigen Tastenfelder zum Zoomen und das auf allen Seiten vorhandene X mit dem man zurück zum Hauptmenü kommt. Ist man in einem Bildschirm schon in einer "Unterfunktion" wird statt des X ein Rückpfeil gezeigt (siehe rechtes Bild oben).

Durch "Ziehen" auf der Karte kann man sich zu einem anderen Kartenausschnitt bewegen. Antippen der Karte blendet eine Stecknadel ein (Neudeutsch sollte man es wohl "Pin" nennen). Durch "Verziehen" der Karte unter der Stecknadel lässt sich der Punkt "exakt" bestimmen. Nach dem Antippen der dann erscheinenden Statusleiste oben (rechts Bild oben) lässt sich so beispielsweise ein Wegpunkt platzieren. So nett das Bewegen der Karte durch Ziehen ist, die Auswahl eines exakten Punktes auf der Karte, beispielsweise um Informationen zu einer Landmarke zu erhalten ist ein rechtes Gefrickel und gelingt, wenn überhaupt, nur in höheren Zoomstufen. Hier würden sich vielleicht eingeblendete Richtungstasten gut machen. Mal sehen, ob Garmin sich erbarmt.

Befindet man sich im Navigationsmodus, hat also ein Routingziel angegeben, wird die Karte durch weisse Abbiegepfeile ergänzt. Ausserdem wird im oberen Teil der Karte ein zusätzliches Feld mit Abbiegeanweisungen bzw. einer Beschreibung des aktuellen Streckenabschnitts angezeigt. Bei den Übersetzungen würde ich Garmin aber um etwas mehr Sorgfalt bitten. Die etwas kryptischen Texte auf den Bildern rechts meinen: Kreisverkehr, 1. Ausfahrt nehmen" und "NW auf B312". Das Problem dürfte sich leicht - zur Not auch vom User selbst - beheben lassen, da die Übersetzungstabelle für da Gerät als xml-Datei auf dem Gerät liegt. Siehe dazu auch hier.

Zieleingabe

Die Unterseite Zieleingabe ist naturgemäss wenig spektakulär. Hier werden die verschiedenen Kategorien der such- bzw. findbaren Objekte aufgelistet. Das geht von kürzlich gefundenen Elementen über Adressen und Tankstellen bis zu Gezeiten und geografischen Punkten. Je nachdem, was die aktuell installierten Karten so alles hergeben. Die vorinstallierte Karte enthält jedoch bereits eine ganze Menge: Hügel, Berge, Bahnhöfe, Autovermietungen etc. Weiterhin lassen sich natürlich POI-Dateien (Point of Interest) mit dem Garmin POI-Loader oder einfach so auf den Oregon (in ein Unterverzeichnis mit dem Namen POI) speichern. Es gibt z.B. bei Garmin eine Reihe kostenlose POI Dateien.

Ist eine Navigation aktiv, erscheint ein anderes Menü unter diesem Punkt. Damit kann ein neues Ziel gesucht, die Navigation gestoppt oder wechselweise "Auf Straße" oder" Luftlinie" neu berechnet werden.

Leider ist es nicht möglich, Ziele entlang einer bereits berechneten Route zu suchen, eine Funktion die bei modernen Autonavigationssystemen vorhanden ist und durchaus auch nützlich wäre. Beispiel: Welches ist die nächste Tankstelle die man ohne grossen Umweg oder gar Zurückfahren erreicht? Oder: Wo gibt es das nächste Restaurant auf dem Weg?

Zum Thema Zieleingabe und Routing sei noch folgendes erwähnt (Nachtrag 2009-02-01):

Man kann als Ziel auf einen aufgezeichneten oder als .gpx-Datei auf Gerät geladenen Track auswählen. Damit wird es möglich, in Mapsource am PC oder einem anderen Kartenprogramm (z.B. irgendwelchen topographischen Karten) eine Strecke zu zeichnen, diese dann als Track auf den Oregon zu laden und per Zieleingabe nachzugehen. Leider enttäuscht diese Funktion in der Praxis doch sehr. Zwar wird der Track als "Ziel" akzeptiert, entsprechend eingefärbt und auch in die Kompassansicht weist im Prinzip den Weg zum nächsten Routenpunkt, dennoch gibt es hier einiges zu bemängeln. Während beispielsweise der einfacherere Forerunner 405 den Benutzer sauber und zeitgerecht mit Hilfe eines Pfeils dem Track entlang führt, "verpennt" der Oregon regelmässig die Richtungswechsel des vorgegebenen Tracks. Zwar sieht man auf der Karte schon sehr genau, wo man entlang gehen oder fahren muss, es gibt jedoch keine "Abbiegehinweise" und die Kompassansicht wird oft erst dann aktualisiert, wenn man bereits weit am Abzweigepunkt vorbei ist. Insgesamt enttäuschend, speziell für ein ausgewiesenes Outdoor-Gerät. Zum Wandern oder Fahrradfahren ist dieses Verhalten nicht sehr geeignet. Diese Funktion sollte sich Garmin nochmals vornehmen, schliesslich haben sie beim Forerunner 405 ja bewiesen, dass sie es prinzipiell richtig können. Der Vergleich wurde übrigens mit dem identischen Track gleichzeitig auf beiden Geräten durchgeführt.

 

Kompass

Die Kompassansicht ist übersichtlich und enthält neben der Kompassrose noch vier Datenfelder. Tippt man eines der Datenfelder an, so kommt man auf eine Auswahlseite für den Inhalt des Feldes. Das ist recht praktisch. Der Kompass kann zwischen dem Pfeil "Peilung" und "Kurs" umgeschaltet werden. Mangels Tasten geht das aber über Einstellungen im Hauptmenü und nicht direkt von der Kompassseite aus. Das ist einer der kleinen Nachteile der Bedienung über den Touchscreen.

Tippt und hält man den Kompass für mindestens 5 Sekunden, so gelangt man auf die Kalibrationsseite.

 

Wegpunkt markieren

Mit dieser Funktion lässt sich am aktuellen Ort ein Wegpunkt setzen. Diese Funktion wurde im Hauptmenü sinnvoll, da man von anderen Ansichten aus (z.B. der Kartenansicht) nicht sehr gut und genau einen Punkt setzen kann. Beim Oregon gibt es keine MOB-Taste (Mann über Bord), wie es eigentlich für GPS-Geräte, die bei der Seefahrerei eingesetzt werden, gefordert wird.

 

Reisecomputer

Die Seite Reisecomputer enthält im oberen Bereich eine von drei wählbaren Ansichten und darunter sechs ebenfalls frei wählbare Datenfelder. Die Ansicht und Datenfelder können angetippt werden und man gelangt für die Datenfelder zu einer recht umfangreichen Auswahl. Für die Ansicht oben (Dashboard) gibt es drei Ansichten zur Auswahl:

Standard: Zeigt Höhe, Tagesstrecke und Zeit bis zum nächsten Sonnenuntergang bzw. Sonnenaufgang)

Auto: Zeigt Geschwindigkeit, Fahrtrichtung Entfernung zum Ziel und zurückgelegte Entfernung an.

Geocaching: Name, Richtung und Entfernung zum nächsten gespeicherten und noch nicht als gefunden eingetragenen Geocache sowie Anzahl der bereits gefundenen Caches.

 

Einstellungen

Unter diesem Menüpunkt sind nahezu alle Konfigurierungsmöglichkeiten und Einstelloptionen des Gerätes versammelt. Das ist einerseits praktisch, andererseits muss man aus jeder Ansicht zunächst zurück übers Hauptmenü hierher wechseln um etwas zu verändern.

Untermenü Einstellungen
Untermenü Einstellungen  Untermenü Einstellungen  Untermenü Einstellungen  Untermenü Einstellungen

System

Einstellungen der GPS-Funktionalität (Normal, WAAS/EGNOS, Demo); Spracheinstellung; Batterietyp; Töne; Schnittstelle

Anzeige

Beleuchtungsdauer; Hintergrundbild; Screenshot-Funktion; Battery-Save Modus

Karte

Ausrichtung (Nord oder Fahrtrichtung oben); Automatisches Zoomen (bei Navigation); Datenfelder anzeigen; Erweiterte Karteneinstellungen (Textgrösse, Details, etc.); Geladene Kartensätze ein-/ausblenden

Tracks

Aufzeichnung; Aufzeichnungsart (Zeit/Entfernung); Aufzeichnungsintervall

Zurücksetzen

Reisecomputer zurücksetzen; Wegpunkte löschen; Aktuellen Track löschen; Werkseinstellungen wiederherstellen

Einheiten

Entfernung/Geschwindigkeit; Höhe; Tiefe; Lufttemperatur; Druck

Time

Zeitformat (12/24); Zeitzone

Positionsformat

Anzeigeformat der Position; Kartenbezugssystem; Kartensphäroid

Richtung

Anzeige (Grad, Buchstaben Mil); Nordreferenz; Kurs-/Peilungslinie; Kompassaktivierung; Kompasskalibrierung

Höhenmesser

Automatische Kalibrierung; Barometermodus (Feste/Variable Höhe); Luftdrucktendenz speichern; Luftdruckprofileinheiten; Höhenmesserkalibration

Geocaches

Anzeige Namen/Nummern; Anzahl gefundene Geocaches

Routing

Routenpräferenz; Routen berechnen (Auto, Fussgänger etc.); Auf Str. zeigen; Luftlinienübergänge; Vermeidungen einrichten (Autobahnen, Mautstrassen etc.)

Marine

Marine Chart Mode; Tiefenangaben (ein/aus); Leuchtfeuersektoren; Symbolsatz; Marinealarme (Ankeralarm etc.)

Fitness

Herzfrequenzmesser; Fahrrad-Kadenzsensor

Hauptmenü

Einstellung der Reihenfolge der Menüs im Hauptmenü

Profile

Einrichten, Löschen und Umbenennen von Benutzerprofilen

Systeminfo

Info zur Firmware etc.

 

3D-Ansicht

Hinter diesem Menüpunkt verbirgt sich die 3D-Darstellung von Karten mit Höheninformationen. Sind derer keine vorhanden, erhält man lediglich eine Meldung. Die 3D-Ansicht ist technisch sicherlich anspruchvoll, ich würde sie nur unter "nett" einstufen, da sich mir der Nutzen nur sehr bedingt erschliesst. Ich sehe eine Karte lieber von oben. Mit Hilfe der eingeblendeten Tastenfelder lässt sich die Ansicht drehen, verschieben und die Entfernung ändern. Die Ansicht wird ansonsten in Fahrtrichtung ausgerichtet und bei Bewegung auch laufend aktualisiert.

 

Geocaches

Der Oregon unterstützt wie alle neuen Garmin-Geräte das sogenannte "papierlose Geocaching". Es können die wesentlichen Informationen zu einem Geocache (vorzugsweise von www.geocaching.com) als GPX-File auf das Gerät geladen und dort auch angezeigt werden. Seitens Geocaching.com braucht man aber einen Premium-Account um wirklich alle Daten zu einem ausgewählten Cache als GPX-File zu erhalten. Andernfalls bekommt man nur die Kurzbeschreibung. Alternativ kann man sich die gpx-Dateien auch selbst zusammenbasteln. Die gespeicherten Caches können dann durchgesehen, zu Suche ausgewählt und auch als gefunden markiert werden.

Die Funktionen hier finde ich aber teilweise etwas wenig durchsichtig: Wählt man einen Cache zur Suche aus, wird auf die Position navigiert. Will man den Cache dann als gefunden markieren, geht man vom Hauptmenü aus wieder auf die Funktion Geocaches. Dann kann man unter "Geocache suchen" den Cache als gefunden oder nicht gefunden markieren. Die gesamte Geocaching-Funktionalität ist ansonsten nett gelöst, die enge Angliederung an geocaching.com und deren System mit den kostenpflichtigen Premium-Accounts ist mir jedoch nicht ganz so sympathisch obwohl geocaching.com sicherlich die Haupt-Geocaching-Seite ist.

 

Elevation Plot

Der Höhenplot zeigt das Höhenprofil des aktuellen Tracks bzw. bei der Einstellung Höhe gegen Zeit den Höhenverlauf der aktuellen Vergangenheit. Man kann durch Antippen der Graphen einen Punkt im Verlauf auswählen und sich für diesen Punkt Datum/Uhrzeit sowie die Höhe anzeigen lassen. Antippen der Skala links oben bzw. rechts unten erlaubt das Verändern der Vergrösserung für die Höhenachse bzw. die Zeit/Entfernungsachse. Durch "Ziehen" auf dem Display kann man die Darstellung in allen Richtungen bewegen und somit "scrollen". Diese Funktionen sind nett gelöst.

 

Wherigo

Wherigo (hier; englisch) ist ebenfalls ein Dienst von Groundspeak und im Prinzip eine aufgepeppte Variante des Geocaching. Bei Wherigo können diverse Funktionen wie Objekte, Zielgebiete usw. um eine Geschichte herum verwendet werden, die man sich - meist zu einem bestimmten Ort - ausdenkt. Hierzu ist auf dem Oregon ein entsprechender Abspieler installiert, der die "Geschichten" abspielen kann. Bisher (Dezember 2008) gibt es relativ wenige solcher "Geschichten", da sie recht aufwändig zu erstellen sind und das PC-Programm für die Erstellung etwas spröde ist in der Bedienung.

 

Drahtlos freigeben

Mit dieser Funktion lassen sich einzelne Wegpunkte, Routen, Tracks oder Geocaches an andere Geräte die ebenfalls über eine entsprechende Funktion verfügen (bisher Colorado oder Oregon) senden bzw. empfangen. Interessant: Der Oregon hat zwar mit einem Forerunner 405 Kontakt aufgenommen (der ANT-Chip für den Datenaustausch ist wohl der gleiche), wollte aber keine Daten austauschen. Nun, es wird von Garmin auch nicht angegeben, dass das gehen sollte.

 

Bildbetrachter

Da sich der Oregon wie ein USB-Stick benimmt, können auf dem Gerät natürlich auch .jpg-Dateien gespeichert werden. Mit dem integrierten Bildbetrachter können diese (egal in welchem Verzeichnis auf dem Gerät oder der Speicherkarte sie liegen) angezeigt werden. Der Oregon kommt dabei mit erstaunlich grossen (mehrere Megapixel) Dateien klar und erlaubt komfortabel das Vergrössern und Verschieben des Bildausschnitts. Man könnte so, neben Bildern, also durchaus auch nützliche Dokumente wie gescannte Beschreibungen, besondere Karten, Texte etc. auf dem Gerät speichern und bei Bedarf dann darauf zugreifen.

 

Wegpunktmanager

Der Wegpunktmanager dient, wie der Name schon sagt, dazu Wegpunkte zu bearbeiten. Aus der Liste der Wegpunkte kann ein Wegpunkt ausgewählt werden und für diesen stehen dann Optionen zur Verfügung wie das Ändern des Namens, Symbols, Kommentars, Position, Höhe, Tiefe. Ausserdem kann der Wegpunkt an die aktuelle Position versetzt werden, gelöscht werden oder auf der Karte angezeigt werden. Weiterhin gibt es eine Wegpunkt-Projektion wo mit Hilfe von Richtung und Entfernung ein neuer Wegpunkt gesetzt werden kann, der beispielsweise aus einer Karte mit einem Winkelmesser ausgemessen wurde. Diese letzte Funktion ersetzt das "Sight-n-Go" wie es aus früheren Geräten bekannt war.

 

Profiländerung

Hinter diesem Menüpunkt befindet sich die Möglichkeit zwischen den verschiedenen Profilen (z.B. Geocaching, Marine, Fitness etc.) zu wechseln. Damit werden alle Optionen die im Profil gespeichert sind, ebenfalls entsprechend verändert. Ändert man in einem Profil eine Einstellung bleibt diese für nächstes Mal erhalten. Die Sache mit den Profilen ist eine richtig tolle Idee. Endlich muss man nicht immer zwischen verschiedenen Einheiten und anderen Einstellungen hin- und herschalten.

 

Routenplaner

Der Routenplaner dient, wie der Name vermuten lässt, zum Planen bzw. Erstellen von Routen. Für eine Route werden Wegpunkte oder Punkte auf der Karte aneinandergereiht. Eine so erstelle Route kann dann bearbeitet werden. Man kann Stationen verschieben, ergänzen, löschen etc. Die Route kann auf der Karte angezeigt werden oder auch das Höhenprofil entlang der Route dargestellt werden. Gestartet wird eine erstellte Route über die Funktion <Zieleingabe> und dort der Option "Routen".

Eine berechnete und gestartete Strassennavigation auf einer routenfähigen Karte ist zwar ebenfalls eine Art Route, wird aber hier nicht gezeigt. Man sieht die einzelnen Stationen aber unter dem Menüpunkt <Aktive Route>.

 

Aktive Route

In diesem Untermenü werden nach dem Starten einer Navigation die einzelnen Wegpunkte einer aktiven Route angezeigt. Dies können bei "Luftliniennavigation" entweder die definierten Wegpunkte der Route sein oder bei einer "Strassennavigation" die vom Gerät berechneten Abbiegestellen.

Man kann die einzelnen Stationen antippen und auf der Karte anzeigen lassen. Bei Strassennavigation wird bei Abbiegungen etc. der korrekte Weg farblich und durch einen Pfeil hervorgehoben.

 

Track Manager

Der Track Manager dient dazu, aufgezeichnete Tracks zu verwalten. Zunächst werden alle gespeicherten Tracks aufgelistet. Hierbei wird der "Name-Tag" aus dem .gpx-File verwendet. Man kann beliebige .gpx-Files von anderen Geräten auf den Oregon laden und anzeigen lassen, sollte dann aber einen "vernünftigen Namen" eintragen sonst wird es schwer, den Überblick zu behalten.

Der aktuell laufende Track kann komplett oder in Teilen (nach Datum/Uhrzeit) gespeichert werden. Man kann sich den Track auf der Karte anzeigen lassen sowie das Höhenprofil des Tracks anzeigen lassen. Natürlich kann der Track auch gelöscht werden.

Bereits gespeicherte Tracks können auf der Karte angezeigt werden. Man kann dann dort auch die TracBack-Funktion aktivieren, die einen einem Track entlang wieder zurückführt.

Es kann für jeden Track eingestellt werden, ob er grundsätzlich auf der Karte angezeigt werden soll und mit welcher Farbe. Das ist praktisch, wenn man sich für z.B. eine Wanderung einen Weg aus dem Internet heruntergeladen hat und diesen auf der Karte ständig eingeblendet sehen möchte.

Weiterhin gibt es noch eine Funktion zum Umkehren von Tracks.

 

Fläche berechnen

Diese Funktion unterstützt bei der Bestimmung der Fläche eines Gebietes. Zwar wird auch für einen normalen Track die eingeschlossene Fläche bestimmt, aber für Grossgrundbesitzer mag das als eigene Funktion ja dennoch ganz nützlich sein. Vorteil: Man kann sich die Fläche in verschiedenen Einheiten anzeigen lassen.

 

Kalender

Der Kalender bedarf vermutlich nicht viel Erklärung. Es handelt sich um einen ganze einfachen Kalender mit Monatsansicht. Man kann keine Einträge vornehmen und es gibt auch sonst keine weiteren Funktionen.

 

Rechner

Der Taschenrechner ist seit langem ein Begleiter der Garmin-Geräte. Er ist durch den Touchscreen sehr schnell und leicht zu bedienen. Leider jedoch hat es nur die "normale" Variante ins Gerät geschafft. Bei anderen Garmin-Serien kam man in den Genuss eines wissenschaftlichen Taschenrechners. Vielleicht wurde darauf verzichtet, weil sonst die Tasten sehr klein geworden wären.

 

Sonne und Mond

Ebenfalls altbekannt, die Seite mit Daten zu Sonne und Mond. Hier werden zu jedem beliebigen Tag für den aktuellen Standort Sonnen- sowie Mond-, -aufgang und -untergang angezeigt. Weiterhin wird der Mond mit Mondphase abgebildet.

Nachtrag: 2009-05-04: In neueren Firmware-Versionen gibt es ein zusätzliches Icon, welches es gestattet einen anderen als den aktuellen Standort für die Anzeige der Daten auszuwählen. Danke Garmin.

 

Wecker

Nun, der Wecker. Aufmerksame kowoma-Leser wissen es: Ich bin ein Fan davon. Vielleicht weil ich nicht der Handy-Typ bin und deswegen im Urlaub ein anderes Weckobjekt brauche. Jedenfalls ist er beim Oregon wieder da. Der Wecker erlaubt ein einfaches Einstellen der Uhrzeit, zu der geweckt werden soll. Ausserdem zeigt die Seite unten rechts die Aktuelle Uhrzeit an.

Der Alarm ist nicht furchtbar laut, aber vom Ton her so, dass man durchaus aufwacht.

 

Jagd & Angeln

Die Seite Jagd & Angeln ist eine derer, mit denen ich persönlich nie viel anfangen konnte. Ich mutmasse mal, das ist etwas typisch amerikanisches. Jedenfalls zeigt, basierend worauf auch immer (Der Mond spielt wohl eine Rolle), das Gerät an, welche Tage und Uhrzeiten sich gut dafür eignen. Naja...

 

Stoppuhr

Schliesslich gibt es noch die Stoppuhr. Wie für eine Stoppuhr üblich, findet man dort Start - Stopp und Rundenzeit. Zusätzlich zur Zeit wird bei Runden noch die Rundenlänge als Entfernung angezeigt.

 

Fazit

Der Oregon 400t hinterlässt einen insgesamt positiven aber dennoch in mancher Hinsicht durchwachsenen Eindruck.

  • Absolut hervorragend ist die Bedienung mittels Touchscreen, die optische Aufmachung der Menüs und die Geschwindigkeit der Darstellung.
  • Auch der Zugriff auf Daten des Gerätes, von der Karte bis zum Track sind sehr gut gelöst, da sich der Oregon als USB-Stick präsentiert.
  • Die topographischen Karten sind toll. Der grösste Teil von Europa in einem derartigen Detallierungsgrad auf einem Gerät vorinstalliert ist schon beeindruckend. Auch die restliche weltweite Basemap ist ok.
  • Die Batterielaufzeit und GPS-Empfang sind nicht herausragend aber durchaus akzeptabel.
  • Etwas störend ist die Tatsache, dass die Schweiz und Norwegen bei den topographischen Karten fehlen. Allerdings dürfte dies vielen Benutzern, die sich in den beiden Ländern nie aufhalten, egal sein und wer zusätzliches Geld für Mapsource-Karten ausgeben kann und will oder auf die zunehmend verfügbaren freien Karten zurückgreifen möchte, hat mit dem Oregon ein Gerät, dass viel Platz für weitere Karten bietet.
  • Am meisten stört den positiven Eindruck das Display. Es ist mir bei normalem Tageslicht zu schlecht erkennbar. Zu dunkel und mit einem Grauschleier überdeckt. Man kann es jedoch als brauchbar bezeichnen, wenn man die Hintergrundbeleuchtung auf 100% stellt. Bei direkter und voller Sonneneinstrahlung ist es in Ordnung (im richtigen Winkel) und es ist absolut brillant bei Dämmerung, im Dunkeln und in Innenräumen. Vermutlich muss man nach dem aktuellen Stand der Technik diese Abstriche machen, wenn man ein Touchscreen will.

Wer sich noch ein wenig für Tipps und Tricks sowie ein paar technische Details interessiert, möchte vielleicht hier noch ein wenig nachlesen.

 

Fahrradhalterung

Wer damit liebäugelt, das Gerät auch auf dem Fahrrad einzusetzen, möchte vielleicht die Kurzvorstellung der Fahrradhalterung ansehen.