Sportuhr NaviSport NL-1220WH / Globalsat GH-625M
Dieser Testbericht entstand mit freundlicher Unterstützung von:
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Die moderne Technik hält überall Einzug, so auch beim Sport. Sportuhren, auch mit GPS gibt es schon eine ganze Weile von Polar und Garmin, relativ neu sind die Uhren von Navilock. Diese sind baugleich mit den Uhren von Globalsat. Im Test die NaviSport NL-1220WH von Navilock bzw. Globalsat WH-625M.
Beide Uhren gibt es in Varianten mit oder ohne Pulsgurt, getestet wurde die Version mit Pulsgurt.
Für eilige: Nicht lange lesen, gleich zum Fazit.
Lieferumfang und erster Eindruck
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Die Sportuhr kommt in einer unscheinbaren Karton-Verpackung mit Fenster daher, durch die man die Uhr bereits begutachten kann. Erster Gedanke: Ganz schön gross. Doch dazu später.
Der Lieferumfang ist recht ansprechend. Neben der Uhr und dem Pulsgurt ist ein USB-Verbindungskabel enthalten, ein "Netzteil" für eine 12V-Steckdose, ein recht leichtes 240V-Netzteil, eine CD mit Treiber und Software, eine längeres Armband mit kleinem Schraubendreher, eine Fahrradhalterung sowie ein Infoblatt und Werbung für locr. Gedruckte Gebrauchsanleitung gibt es, wie heute üblich, keine.
Die Uhr selbst macht einen robusten, wenngleich Plastik-rustikalen Eindruck. Designwunder ist sie nicht, dass kann Garmin besser, letztlich müssen aber die inneren Werte überzeugen.
Design, Handhabung und Verarbeitung
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Wie schon erwähnt, das Design ist nicht berauschend, Uhr und Pulsgurt machen aber einen sehr guten und soliden Eindruck. Alle Teile erwecken den Eindruck, als würden sie längeren intensiven Gebrauch überstehen, die Verarbeitung ist sehr gut. Die Uhr ist übrigens auch wasserdicht nach IPX7, also geschützt gegen zeitweiliges Untertauchen (30 min; 1 m). Die Uhr wiegt 84 g, ist nicht übermässig zierlich, ist aber - zumindest an typischen Männerhandgelenken - sehr ordentlich zu tragen. Für zierliche Damenhandgelenke ist das Gerät etwas wuchtig und nicht mehr bequem. Der Schnallenverschluss des Armbands ist in der Länge fein einstellbar. Das zusätzlich enthaltene längere Armband dürfte dazu gedacht sein, die Uhr im Winter über einer Jacke anzulegen. Gut mitgedacht. Es empfiehlt sich übrigens die Uhr in jedem Fall am linken Handgelenk zu tragen, da die Antenne unter dem Navilock-Schriftzug ist und bei normaler Armhaltung beim Laufen so einigermassen zum Himmel zeigt. Am rechten Arm dürfte der Empfang potentiell leiden.
Display
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Die Uhr verfügt über ein grafikfähiges schwarzweiss-Display mit 80x120 Pixeln. Es ist angenehm gross (34x24 mm). Hier wird das grosse Gehäuse zum Vorteil, denn es bietet auch Platz für ein grosses Display. Das Display ist hat einen hohen Kontrast und ist bei allen Lichtverhältnissen hervorragend abzulesen. Für Nachteulen bietet es eine angenehm helle grüne LED-Beleuchtung die durch kurzen Druck auf den Einschaltknopf aktiviert wird. Die Beleuchtungsdauer ist von 5 Sekunden bis unendlich in mehreren Stufen einstellbar.
Empfang
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Über den Empfang des NaviSport NL-1200WH kann man sich nicht beklagen. In der Uhr werkelt mit dem Sirf Star III LPx Chipsatz die stromverbrauchoptimierte Variante des bekannt guten Sirf Star III Chips. Übrigens verwendet Garmins Forerunner 405 auch den Sirf II Chip.
Am auffälligsten - übrigens bei bisher allen GPS-Uhren - ist die Wartezeit zur ersten Erfassung der Satelliten beim ersten Einschalten am Tag oder nach ca. 4 Stunden, also wenn die Ephemeridendaten nicht mehr aktuell sind. Hier braucht die Uhr typischerweise ca. 45 Sekunden bis ein Position bestimmt ist. Eigentlich eine gute Zeit um sich ein wenig aufzuwärmen. Die Uhr zeigt mittels einem Balken den Fortschritt an.
An dieser Stelle sei noch im Nachsicht gebeten, da das Gerät naturgemäss keine Funktion für Screenshots bietet, müssen echte Bildschirmfotos herhalten, deren Qualität nicht immer gleichbleibend und brillant sind.
Am rechten Bildschirmrand gibt es zwei Statusicons die über Akkuladestand und GPS-Signal auskunft geben. Solange das Satellitenicon blinkt, sucht das Gerät noch.
Während dem Laufen ist der Empfang konstant gut, nach Unterführungen oder Unterbrechungen in engen Häuserschluchten ist der Empfang nach ca. 1 Sekunde wieder da, die aufgezeichneten Tracks (Standard 1 Sekundenintervall, aber variabel) sind hervorragend und absolut Stand der Technik. Auch die Höhendaten sind für GPS-Verhältnisse sehr gut und subjektiv besser (gefiltert?) als z.B. beim Forerunner 405.
Laufzeit mit einer Akkuladung
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Mit einem fest eingebauten Li-Ion-Akku muss eine Sportuhr genügend Laufzeit bringen, um die Aktivitäten eines typischen Sportlers auch begleiten zu können. Im Test hat es die Navilock NL-1220WL auf knapp 11.5 Stunden gebracht. Ohne Verwendung der Hintergrundbeleuchtung und an einer Stelle mit eher schlechtem GPS-Empfang aber mit aktiviertem Herzfrequenzgurt-Empfänger. Ob letzteres einen Einfluss hat sei dahingestellt, ich finde die Laufzeit absolut zufriedenstellend. Einzig ausdauernde Fahrradsportler könnten nach mehr verlangen. In diesem Fall müsste man sich dann mit einer derartigen USB Akku Batterie Box oder ähnlichem behelfen. Das Laden des Akkus dauert ca. 2 Stunden. Allerdings ist der Speicher mit 56032 Datenpunkten so ausgelegt, dass er nicht wesentlich länger reicht als die Akkuladung. Die Uhr kann 15.5 Stunden lang Daten mit 1 Punkt pro Sekunde aufzeichnen oder entsprechend länger wenn man sparsamer mit den Punkten ist.
Pulsgurt
Der Pulsgurt ist verhältnismässig angenehm zu tragen. Der vordere Teil besteht aus Gummi, der hintere aus Gewebe-Gummiband mit einer Weitenverstellung. Die Schliesse ist leicht bedienbar und hält zuverlässig. Die Uhr erkennt bei aktiviertem Pulsgurtempfang (im Menü einstellbar als Kardiomodus) selbstständig nach dem Anlegen. Der Kontakt war bei mir auch bei trockener Haut gut, der Gurt musste nicht angefeuchtet werden. Der Empfang ist der Signale des Gurts ist stabil und reicht bis auf ca. 2 Meter Entfernung. Da es eine analoge Übertragung ist, kommt es unter Hochspannungsleitungen unter Umständen zu Verbindungsverlust. Das System ist jedoch nicht so extrem empfindlich wie ich die älteren Polar-Gurte in Erinnerung habe. Dennoch: Wer viel an Bahnlinien oder Hochspannungsleitungen entlangläuft könnte Probleme haben. Hier helfen nur Geräte mit digitaler Übermittlung wie z.B. der Garmin Forerunner 405.
Bedienung
Die Bedienung der Uhr erfolgt über sechs normalen Tasten mit gutem Druckpunkt. Auf der linken Seite befindet sich in der Mitte die Ein/Aus-Taste (langer Druck), die auch die Beleuchtung aktiviert (kurzer Druck). Die Taste oberhalb (ESC/LAP) dient als "zurück-Taste" (kurzer Druck), zum Beenden einer Aktivität (langer Druck) sowie zum manuellen setzen von Etappen (kurzer Druck). Die untere Taste schaltet der Reihe nach die verschiedenen Ansichten durch. Auf der rechten Taste befindet sich in der Mitte die "OK"-Taste, die als Start/Stopp-Taste für die Stoppuhr oder in Menüs als Enter-Taste dient. Die obere und untere Taste sind "Auf/Ab"-Tasten in Menüs, Eingabefeldern und dienen zur Auswahl der vier benutzerdefinierbaren Ansichten.
Die Bedienung ist insgesamt recht intuitiv und eingänglich, lediglich an wenigen Punkten braucht man ein wenig "Übung".
Funktionsumfang
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Der Hauptzweck der Uhr ist sicherlich das Anzeigen der zurückgelegten Strecke, Höhe, vergangene Zeit sowie die Geschwindigkeit (aktuell oder Durchschnitt) entweder als km/h oder als Pace (min/km). Weiterhin der aktuelle oder Durchschnittspuls. Zur späteren Nachbearbeitung und -beurteilung zeichnet die Uhr in 1-Sekundenintervallen alle Daten (Position, Höhe, Puls) auf. Weiterhin stehen Funktionen wie Routen, Wegpunkte mit zugehöriger Navigation zur Verfügung. Der Funktionsumfang ist ähnlich wie bei den älteren gelben Garmin etrex oder der geko. All das macht aus der Uhr ein vollwertiges GPS-Gerät. Ach ja, die Uhrzeit kann das Gerät auch anzeigen.
Details zu einzelnen Funktionen
Aktivität
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Soweit so gut, im folgenden möchte ich noch ein klein wenig auf Details eingehen. Die Uhr ist sehr flexibel und bietet ein Menge Einstellmöglichkeiten. Im Hauptmenü gibt es vier Auswahlmöglichkeiten. Unter "Aktivität" findet man die gespeicherten Daten bzw. zurückgelegten und aufgezeichneten Strecken.
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Ruft man eine einzelne Aktivität auf, so werden die wesentlichen Daten dazu angezeigt. Gesamtstrecke, verbrauchte Kalorien, Zeit, Durschnittsgeschwindigkeit (oder Pace) und Durchschnittspuls. Man kann sich die Strecke als Plot (Karte) anzeigen lassen, sich daran zurückführen lassen oder Löschen.
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Unter dem Menüpunkt Übungsstudio verbergen sich diverse Einstellmöglichkeiten. So kann man die Uhr so einstellen, dass die Zeitmessung automatisch stoppt und dann auch wieder startet, wenn man stehenbleibt bzw. eine selbst definierte Geschwindigkeit unterschreitet. Das ist sehr praktisch an Ampeln etc. Weiterhin kann ein Alarm eingestellt werden, der nach einer bestimmten Zeit oder zurückgelegten Entfernung aktiv wird, oder wenn man eine definierte Geschwindigkeit (in km/h oder min/km) über- bzw. unterschreitet. Schliesslich kann auch noch ein Alarm ausgegeben werden, wenn die Herzfrequenz einen definierten Wert über- oder unterschreitet. Die Alarme können als Meldung und auch akustisch stattfinden.
Unter "Kalorien einst." findet man eine Auswahl verschiedener Sportarten (Spazieren, Wandern, Rennen, Radeln, nach Zeit). Je nach Einstellung werden die verbrauchten Kalorien ein wenig anders berechnet. Ausserdem kann hier zusätzlich mitgeführtes Gewicht (z.B. Gepäck) angegeben werden. Die persönlichen Einstellungen (Alter, Geschlecht, Gewicht) werden in einem anderen Menü angegeben.
Unter "Etappeneinst." kann noch angegeben werden ob man automatisch jeweils nach einer angegebenen Entfernung eine Etappe anlegen möchte. Das Gerät berechnet dann bestimmte Werte wie Durchschnittsherzfrequenz etc. etappenweise.
Unter "Einheit einst." wählt man schliesslich noch die Geschwindigkeits- und Entfernungseinheiten. Hier stehen km, Meilen sowie Seemeilen zur Verfügung, für Geschwindigkeiten die Einheiten km/h und mph bzw. min/meile und min/km.
Navigation
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Unter dem Menüpunkt "Navigation" verbirgt sich die Möglichkeit die Kartenansicht zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Karte meint bei diesem Gerät eine grafische Darstellung der aufgezeichneten bzw. gespeicherten Strecke und von Wegpunkten, keine Strassen- oder topographische Karte. Es gibt ein Untermenü "Routen" in dem Wegpunkte zu Routen zusammengehängt werden können. Diese können dann "abnavigiert" werden. Weiterhin sind Funktionen wie das speichern eines Wegpunkts (mit Namen) sowie eine Suchfunktion für Wegpunkte vorhanden. Die etwas kryptisch bezeichnete Funktion "zum Anfang" aktiviert ein Zurückführen zum letzten Startpunkt.
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Eigenartigerweise wurde die Funktion ins Deutsche mit "Wechsel" übersetzt. Das verwirrt dann mit einem seltsamen Menüpunkt nach dem Start (Wechsel stoppen) und beim Anwählen eines Wegpunkts. Wenn man es weiss, kein Problem.
Hinter dem Menüpunkt "GPS Info" verbirgt sich schliesslich noch eine Ansicht der Satellitenkonstellation und Signalstärke.
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Der Menüpunkt "Datenlink m. PC" im Hauptmenü ist selbsterklärend, damit wechselt die Uhr in dem Kommunikationsmodus mit dem Computer. Die Uhr fragt im Übrigen auch beim Einstecken des Datenkabels, ob in diesen Modus gewechselt werden soll. Nebenbei bemerkt: Der seriell-USB-Konverter (und vermutlich auch die Ladekontrolle) ist im Kabel untergebracht, was bedeutet, dass der Computer bereits beim ersten Einstecken des Kabels nach dem Treiber verlangt. Dies spart vermutlich wertvollen Platz in der Uhr.
Konfiguration
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Der letzte Haupt-Menüpunkt beherbergt eine ganze Reihe von allgemeinen Einstellmöglichkeiten. Unter "Einstellungen" findet man Einstellungen zur Uhrzeit (12h/24h), Zeitzone und Sommerzeit. Weiterhin ob Töne bei Meldungen und Tastendrücken oder nur bei Meldungen oder nie abgegeben werden sollen. Weiterhin kann man die Sprache umstellen und ob und nach welcher Zeit die Uhr automatisch abschalten soll, falls die Stoppuhr nicht gestartet wurde.
Ausserdem gibt es Einstellungen zum Display-Kontrast sowie die Zeit, die die Hintergrundbeleuchtung aktiv sein soll.
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An dieser Stelle findet man auch die Möglichkeit bis zu vier benutzerdefinierte Ansichten zu definieren, die zwischen einer und vier Datenfelder enthalten kann. Zur Auswahl stehen eigentlich alle denkbaren Datenfelder mit Informationen zu Geschwindigkeiten, Puls, Höhen, Kalorien, Zeiten usw. Sehr praktisch sind die verschiedenen eigenen Ansichten, so kann man sich beispielsweise eine Ansicht definieren mit Werten die beim Laufen interessieren (wie auf dem Bild) und eine andere z.B. fürs Fahrrad fahren mit km/h anstatt Pace.
Ebenfalls unter "Einstellungen" werden unter "Benutzerprofil" die Informationen zum Benutzer hinterlegt. Dazu gehören, Name, Geschlecht, Geburtsdatum (das ist klar sinnvoller als das Alter), Gewicht und Grösse. Diese Daten werden zur Berechnung des Maximalpuls und dem Kalorienverbrauch verwendet.
Auch unter "Einstellungen" findet sich die Option, die NMEA-Daten immer an der Schnittstelle auszugeben (GPS-Maus Funktion) sowie die Möglichkeit das Aufnahmeintervall zwischen 1 und 20 Sekunden zu verändern.
Konfiguration - Weitere Menüs
Der zweite Menüpunkt "GPS Einstellen" erlabt den GPS-Teil abzuschalten sowie EGNOS/WAAS zu aktivieren/deaktivieren. Ob und wie sich letzteres auf den Stromverbrauch auswirkt weiss ich nicht, man kann aber davon ausgehen, dass in vielen Fällen (Laufen, Radfahren) aufgrund von wechselnder Abdeckung der Empfang der geostationären Satelliten sowieso nicht gut sein wird. WAAS/EGNOS funktioniert richtig gut nur wenn der Empfang gen Süden sehr gut ist.
Unter "Herzfreq. einst" gibt es noch die Möglichkeit, die Puls-Funktion zu aktivieren/deaktivieren sowie festzulegen ob die Herzfrequenz zur Kalorienberechnung einbezogen wird. Weiterhin lässt sich hier die Herzfrequenz-Zielzone (Min/Max) definieren.
Die Funktion "Standardwerte" setzt alle Einstellungen zurück und unter "Systemaktualisierung" wird die Uhr in einen Update-Modus gebracht. Man kann dann eine neue Firmware aufspielen.
Ansichten beim Gebrauch
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Nachdem nun so ziemlich alle Menüs ausführlich erklärt wurden möchte ich noch ein wenig die Ansichten beim Gebrauch beschreiben. In einer Ansicht wie der nebenstehenden startet man - am besten nachdem der GPS-Empfang ok ist, ist aber nicht zwingend - die Stoppuhr durch Druck auf die ok-Taste. Hat man die Auto-Pause-Funktion aktiviert, wechselt das Gerät sofort in den Pausenmodus. Fängt man nun an, sich zu bewegen, läuft die Uhr und die Werte werden regelmässig aktualisiert. Man kann nun mit der Taste links unten ("PG") die Seiten durchschalten: Benutzerdefinierte Ansicht - Karte (falls aktiv) - Hauptmenü - Position. Bei der Benutzerdefinierten Ansicht kann man mit den Auf/Ab-tasten (rechts) eine von vier benutzerdefinierten Ansichten oder die Anzeige der Uhrzeit dauerhaft auswählen. In der Kartenansicht wird mit den Tasten "gezoomed" und in der Positionsansicht wechselt man zwischen Position in Gradangaben (WGS84) und dem UTM-Gitter.
Rückführen an einem Track
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Eine recht interessante Funktion ist das Zurückführen entlang einem Track. Dies kann entweder ein bereits aufgenommener Track sein beispielsweise weil man einfach 5 km in eine Richtung gelaufen ist und nun zurückgeführt werden will. Oder man kann auch einen Track über die Software hochladen und diesem dann vorwärts oder rückwärts folgen. Das funktioniert auch mit selbst gezeichneten Tracks, jedoch muss man für eine korrekte Funktion des Richtungspfeils sehr viele Punkte zeichnen. Hat man nur wenige Punkte siehr man die Strecke zwar auf der karte aber die Pfeilfunktion funktioniert nicht. Ausserdem sollte man den "Piepser" in diesem Fall deaktivieren, der macht einen in diesem Fall durch ständiges generve wahnsinnig.
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Um die Funktion zu aktivieren, wählt man im Menü "Aktivität" unter "Aktivitätsinfo" den gewünschten Track aus und wählt dann "zurück führ?". Auf der Kartenansicht erscheint der gewählte Track dann gepunktet und (bei vielen Trackpunkten) sieht man rechts oben einen "korrigierenden" Richtungspfeil falls man vom Kurs abweicht. Man kann so in jedem Fall mit Hilfe der "Kartenfunktion" eine geplante Strecke ablaufen oder abfahren. Sehr intolerant ist das Gerät allerdings dann, wenn man sich nicht genau an den vorgezeichneten Weg hält. Die Uhr erkennt nicht, wenn man sich vom rechten Weg entfernt und später wieder auf den Weg zurückkehrt, weil man z.B. eine Abkürzung genommen hat. Oder wenn man nicht am Anfang startet sondern mittendrin. Die Uhr besteht dann akustisch darauf, dem Weg korrekt zu folgen. Das stört aber nur dann, wenn man den Piepser aktiviert hat, sonst merkt man ausser dem denn "falschen" Pfeil in der Ecke nichts davon. Und man kann trotzdem die Karte zur Kontrolle nutzen. Das ist ok so.
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Im Zusammenhang mit der Navigation gibt es noch eine Kompassansicht und eine geteilte Kartenansicht, die die Richtung und Entfernung zum Start/Ende oder einem Wegpunkt anzeigt. Hier zeigt der Pfeil aber immer direkt zum Punkt, nicht entlang des Weges.
Insgesamt ist die Möglichkeit, auf diese Weise einem selbst gezeichneten Track (siehe dazu auch den Artikel Tracks&Routen) zu folgen eine ganz tolle Möglichkeit um neue Strecken zu Laufen/Fahren die man am Computer geplant hat. Die Kartenfunktion ist ein echter Mehrwert gegenüber anderen GPS-Sportuhren die diese Funktion nicht haben.
Software
Kurz vorweggenommen: Die mitgelieferte Software macht was sie soll, reisst aber nicht vom Hocker. Durch das Vorhandensein eines Plugins für Sporttracks für die GH-625 ist die Verwendung dort ebenfalls sehr komfortabel und man braucht die Original-Software nur zum Aufspielen von gezeichneten Tracks, falls man diese Funktion nutzen will. Ab und an hat das Plugin herumgezickt und ich musste die Daten mit der mitgelieferten Software herunterladen, als .gpx speichern und in Sporttracks importieren.
Noch ein Wort zur Kombination Treiber/Software. Ich hatte es auch zwei Vista-Rechnern nicht geschafft die Software zum laufen zu bringen, es kam keine Verbindung zur Uhr zustande. Eigentlich heute kaum zu glauben und falls es nicht nur mein Problem war, ist es vermutlich in einer neueren Version behoben. Unter Windows XP lief alles sofort.
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Die Software zeigt nach dem Start einen Kartenbildschirm, Kalender und eine Funktionsleiste an sowie nach Auswählen einer gespeicherten Aktivität (Track) aus dem Kalender Informationen zu dieser Aktivität und eine Grafik mit Geschwindigkeit, Höhe und Puls. Diese Ansicht wie auch die karte kann gezoomt werden. Hat man Zwischenzeiten (Laps) manuell (Esc-Taste) oder automatisch (Zeit- oder Entfernungsabhängig) definiert, werden diese ebenfalls angezeigt und es lassen sich dazu Informationen anzeigen. Man kann die aufgezeichneten Tracks auch in Google Earth oder Google Maps anzeigen lassen sowie in verschiedenen Formaten exportieren oder auch importieren. Hier werden die wichtigsten Formate (gpx, kml, nmea) unterstützt, was toll ist. Ausserdem lassen lassen sich Tracks wie auch Wegpunkte zwischen Software und Uhr austauschen und die Daten auf der Uhr löschen.
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Eine Funktion für eher verspielte Naturen ist die Möglichkeit, die Aktivität nochmals abzuspielen. Dabei zeigen Tachos unten die aktuellen Werte für Tempo, Höhe und Puls und der Marker auf der Karte bewegt sich entlang der zurückgelegten Strecke. Lustig, jedoch keine entscheidende Funktion.
Es sei noch angemerkt, dass die deutsche Übersetzung teilweise ein wenig holprig ist. Folgende Fehlermeldung ist so lustig, dass ich sie einfach zeigen muss. Es ist allerdings nicht herauszulesen, was das Problem war:
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Was war die Ursache? Nun, ich hatte in der Ansicht rechts eine Zwischenzeit anstatt die ganze Aktivität ausgewählt und wollte sie auf die Uhr laden.
Da ich von der Möglichkeit, gezeichnete Tracks auf die Uhr zu speichern und dann abzulaufen so begeistert bin, möchte ich das hier noch ganz kurz erklären.
1.) Man zeichnet einen Track z.B. bei GPSiesund speichert diesen als .gpx oder .kml. Siehe dazu auch den Artikel Tracks&Routen.
2.) Man öffnet den Track in der GS-Sport Trainingssoftware unter "Dateien" - "Öffnen" und wählt ja bei der Frage ob der Track in die Datenbank aufgenommen werden soll. Der Track ist nun im Kalender am heutigen Tag aufgenommen worden. Man muss aber kurz einen anderen Tag auswählen, damit die Liste der Tracks aktualisiert wird, was irritierend ist.
3.) Man wählt die Aktivität (nicht nur die Lap) durch anklicken aus.
4) Man sendet die Aktivität mit "Datenübertragung" "Trackpunkt / Upload zum Gerät" an die Uhr.
5) Man wählt an der Uhr unter "Aktivität - "Aktivitätsinfo" den gerade hochgeladenen Track aus und aktiviert mit "zurück führ?" die Navigation.
6) Jetzt sieht man auf der Kartenansicht gepunktet die geplante Strecke und kann auch ganz normal in der Datenfelderansicht die Stoppuhr starten.
Wie oben erwähnt sollte man den Piepser deaktivieren, denn er wird dabei nerven.
Fahrradhalterung
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Zum Schluss noch etwas zur Fahrradhalterung. Was auf den ersten Blick als seltsame Gummiklammer erscheint ist eine recht durchdachte und gut funktionierende Fahrradhalterung. Sie wird um den Lenker gelegt und die Uhr mit dem Armband daran wie am Arm befestigt. Die Uhr lässt sich gut positionieren, ist absolut sicher befestigt und die ganze Konstruktion lässt sich leicht wieder abnehmen oder an einem anderen Fahrrad befestigen. Ohne Kleben oder Kabelbinder. Sehr gut durchdacht.
Fazit
Absolute empfehlenswerte Alternative zu anderen GPS-Sportuhren.
Die NaviSport NL-1220WH bzw. Globalsat GH-625M ist eine tolle Sportuhr mit sehr gutem Preis-Leistungsverhältnis. Obwohl sie vom Design her nicht zu den elegantesten gehört, bietet sie sehr gute technische Leistungen und eine enorme Funktionsvielfalt. Sie deckt damit alle Wünsche und Anforderungen an ein solches Gerät ab. Besonders hervorzuheben ist neben dem kompletten Lieferumfang die "Kartenansicht". Diese ist zwar einfach, macht es aber ganz komfortabel möglich mit dem Gerät vorgeplante Strecken entlang zu laufen.
Einzig Damen mit zierlichen Handgelenken sollten vielleicht prüfen, ob ein kleineres Gerät wie der Garmin Forerunner 405 geeigneter ist.

























