Gerätetests
2009-04-12

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Holux M241

Software

Auf der mitgelieferten CD befindet sich die Treiber und Software für alle aktuellen Holux-Logger. Für den M-241 installiert man den USB-Seriell-Treiber (CP210) damit das Gerät erkannt wird. Da viele Logger und auch andere Geräte die eigentlich intern eine serielle Schnittstelle haben, diesen Treiber brauchen, muss nicht für jedes Gerät ein eigener Treiber installiert werden. Bei mir funktionieren z.B. alle drei Logger (i-blue 747, G-Rays WBT-201 und Holux M-241) mit den gleichen Treibern.

Das Tool zum Programmieren und Auslesen der Daten (HoluxUtility) ist eine einzelne EXE-Datei und muss nicht installiert werden. Sie man einfach in ein Verzeichnis kopiert werden. Das Tool läuft unter Windows XP und Vista (als Administrator ausführen).

Weiterhin gibt es noch ein kleines Programm (Mini GPS-Viewer) zur Datenanzeige an einem Pocket PC, nicht allerdings zum Auslesen der Daten.

Das Utility bietet die wichtigsten Grundfunktionen. Man kann das Gerät programmieren (Log nach Zeit oder Distanz), die Daten auslesen und in verschiedenen Formaten (Text; Google Earth .kml, NMEA-Format und GPX-Format) speichern. Weiterhin lassen sich Fotos die sich in einem angegebenen Verzeichnis befinden direkt Datenpunkten zuordnen und dann zusammen mit dem Track in Google-Earth anzeigen. Ein Geotagging mit Schreiben der Aufnahmeposition in die EXIF-Daten des Bildes wird nicht unterstützt. Hierfür braucht man ein zusätzliches Programm wie z.B. Geosetter.

Der Startbildschirm der Software erlaubt die Auswahl d es COM-Ports (hier muss man evtl. probieren um den richtigen zu finden) und zeigt den Verbindungsstatus sowie die Daten des verbundenen Geräts an. Nett: Man kann dem Logger einen Namen geben der nachher auch in den gespeicherten Dateien als Namensteil wiederzufinden ist.

 

Der zweite Reiter "Track Log Setting" bietet die Möglichkeit das Aufzeichnungsintervall auszuwählen sowie die Daten auszulesen.

 

Nach Klick auf Upload erscheint ein weiteres Menü in dem man den Speicherort der Daten eintragen kann. Weiterhin kann man dort bereits ein Verzeichnis angeben, in dem sich Bilder befinden. Diese werden dann Datenpunkten zugeordnet und mit in die Google-Earth-Datei gespeichert die immer automatischzusaätzlich zum Holux-File (.trl) erstellt wird.

Normalerweise wird jedes durch Start-Stop am Logger erzeugte Tracksegment in eine eigene Datei geschrieben. So lassen sich Tracks von mehreren Tagen schön aufteilen. Aktiviert man "Write Total Track Log", so wird zusätzlich zu den einzelnen Tracks noch ein Gesamttrack mit allen alle Daten im Logger erzeugt.

Nach Klick auf "OK" werden die Daten gespeichert, wobei das Speichern der kml-Dateien einige Minuten dauern kann. Erst wenn der OK-Button schwarz wird, ist das Programm fertig und man kann zwischendurch schon den falschen Eindruck gewinnen, das Programm wäre abgestürzt. Hier ist etwas Geduld gefragt.

Der dritte Reiter enthält Funktionen zum Umwandeln des Holux-Dateiformats .trl in die Formate Text (Kordinaten als Liste), Google Earth (kml), NMEA und GPX. Weiterhin kann die Zeitzone korrigiert werden.

Beim letzten Reiter schliesslich können Tracks mit Bildern kombiniert werden. Leider werden die Positionen nicht in die EXIF-Daten der Bilder geschrieben, die Software erzeugt lediglich eine Google-Earth kml-Datei die neben dem Track auch die Bilder in einem kleinen Format enthält.

Unter "Photo Combine Setting" lässt sich eine bekannte Zeitdifferenz zwischen Logger und Kamera einstellen. Die Software akzeptiert aber eine Differenz von 2 Minuten und ordnet die Bilder dann trotzdem zu.

Geotagging von Fotos
Geotagging von Fotos

Das Ergbnis in Google-Earth kann dann wie folgt aussehen:

Bilder und Track in Google-Earth
Luftbild: © Google Earth/Flotron Jermann
Bilder und Track in Google-Earth

Leider werden aber standardmässig alle Trackpunkte angezeigt und man findet die Punkte kaum, denen ein Fotos zugeordnet wurde. Man muss also zunächst alle Punkte abwählen und dann die mit Foto wieder anwählen, damit man ein sinnvolles Bild erhält.

 

Fazit

Der Datenlogger Holux M-241 bringt zweifellos einige Neuerung unter den Datenloggern mit. Einen Datenlogger mit einem kleinen Display auszustatten und ihm ein paar Grundfunktionalitäten eines Hand-GPS zu verpassen erhöht den Nutzen des Geräts deutlich. Immerhin kann man damit mit Hilfe einer Karte navigieren, die Richtung und Geschwindigkeit jederzeit ablesen und auch zurückgelegte Strecken messen.

Die Empfangsqualität ist ausgezeichnet. Batterielaufzeit und Speicherkapazität sind gut. Die Beurteilung, ob die Verwendung einer Batterie anstatt eines Akkus eine gute Sache ist, bleibt jedem selbst überlassen. Beides hat Vor- und Nachteile.

Die Einstellungen für die Aufnahmerate sind jedoch verbesserungsfähig (eigentlich ist nur die 5 Sekunden-Einstellung nötig). Für "high-end" Anwendungen wo die Anzahl der Satelliten, Signalstärke etc. geloggt werden soll ist der Logger weniger geeignet, da nur die Position, Höhe und Zeit aufgezeichnet werden. Für alle die eine zurückgelegte Strecke aufzeichnen wollen und später eventuell noch Bilder den Punkten zuordnen wollen ein absolut geeignetes Gerät.

Ich hätte mir noch gewünscht, dass das Gerät wasserdicht ist, zumal das sportliche Äusssere dies sowieso vermuten liesse.

Alles in allem ein rundum gelungener GPS-Logger der sicher viele Freunde findet.

 

Ausblick

Ob an einem solchen Gerät dann die Bluetooth-Funktionalität noch nötig ist, ist fraglich. Als nächstes wünscht man sich eine Wegpunktnavigation dazu und schon landet man bei einem kleinen GPS-Handgerät mit viel Speicher zum Aufzeichnen von Strecken...

 

Wer jetzt noch ganz neugierig ist, kann einen Blick auf das Innenleben des Holux M-241 werfen.