Gerätetests
2008-03-26

GPS-BT-Datenlogger Holux M-241

Dieser Testbericht entstand mit freundlicher Unterstützung von:

Hierfür ganz herzlichen Dank.

 

Datenlogger gibt es ja nun schon länger, sie haben aber meist den Nachteil, dass man nur anhand des Blinkens von verschiedenen farbigen LEDs Auskunft über den Betriebszustand erhält. Holux hat jetzt einen neuen Logger vorgestellt, der mit einem Display ausgestattet ist und somit eine Brücke zwischen einem klassischen GPS-Gerät und einem Datenlogger schlägt.

Die technischen Daten des Holux M-241 lesen sich hervorragend.

Das Gerät, welches durch das Design an eine Filmdose erinnert, ist mit einem MTK-GPS-Chipsatz (MT3328) ausgestattet, der sich ja bereits einen hervorragenden Ruf in anderen Geräten erarbeitet hat. Dies verspricht beste Empfangsleistungen. Neben dem bereits erwähnten LCD-Display ist eine weitere Besonderheit die Tatsache, dass der Logger über keinen Akku verfügt sondern mit einer einzelnen Mignon (AA) Zelle betrieben wird. Die so erreichte Laufzeit wird mit typisch 12 h angegeben. Das integrierte Bluetooth-Modul (V.1.2; class 2) sollte eine reibungslose Kommunikation mit PDAs, Handys und Laptops ermöglichen.

 

Lieferumfang

Der Datenlogger kommt in einer ansehnlichen Blister-Präsentationspackung. Darin findet man folgende Bestandteile: Das Gerät selbst, eine Umhängeschlaufe, ein USB-Kabel, eine Batterie (AA), eine 12V-Spannungsverorgung fürs Auto mit Mini-USB-Stecker, ein mehrsprachiges Handbuch, eine CD mit Treiber und Software, diverse Konformitätserklärungen und eine Garantiekarte. Zudem eine DVD mit einer Demo-Version der smart2go-Software für Handynavigation.

Das Gerät gehört mit 74 x 31 x 29 mm und 62 g (mit Batterie; 39 g ohne) nicht zu den kleinsten verfügbaren Loggern, hat aber noch eine recht angenehme Größe. Das Gerät wirkt ausreichend robust und Holux hat auch daran gedacht, den Batteriedeckel, der sich an der Unterseite befindet, gegen verlieren zu sichern. Trotz des sportlichen Outdoor-Designs wurde (unverständlicherweise) darauf verzichtet, das Gerät wasserdicht oder -geschützt zu bauen. Darauf wird aber in der Anleitung explizit hingewiesen.

Der Holux M-241 von unten und seitlich mit offenem Batteriefach
Der Holux M-241 von untenDer Holux M-241 seitlich mit offenem Batteriefach

 

Bedienung

Das Gerät besitzt an der Unterseite einen Schiebeschalter zum Ein- und Ausschalten, zwei gummierte Tasten an der Seite und ein LCD-Display (32 x 9 mm; 128 x 32 Pixel) welches beim Einschalten oder Drücken einer der Tasten für 10 Sekunden grünlich (LED) beleuchtet wird.

Die Bluetooth-Funktion kann nicht separat geschaltet werden, der Logger hält sich in eingeschaltetem Zustand immer im Standby-Modus auf und akzeptiert eine Verbindung. Ängstliche Naturen können hier ein kleines Sicherheitsrisiko für die Daten sehen, da über Bluetooth alle Funktionen gesteuert werden können. Bei den begrenzten Bluetooth-Reichweiten ist das jedoch eher wenig kritisch.

Mit Hilfe der beiden Tasten können alle Funktionen gesteuert werden, das Display zeigt den Betriebszustand und andere Daten an.

Für einen Logger ist es ungewöhnlich, dass ich ein ganzes Kapitel der Bedienung widme, der M-241 hat jedoch Funktionen die nahezu an die der allerersten GPS-Handgeräte heranreichen. Über die Menütaste können verschiedene Informationen abgerufen bzw. Betriebsmodi durchgeschaltet werden: Status, Uhrzeit, Position, Geschwindigkeit mit Himmelsrichtung und Höhe, zurückgelegte Distanz und Einstellungen. Auf dem Display sieht man jeweils in der obersten Zeile die Funktion die die beiden Tasten in diesem Modus haben.

Auf dem Display sind links und oben anhand verschiedener kleiner Symbole verschiedene Betriebszustände erkennbar:

Links oben das T bedeutet, dass das Aufzeichnen der Datenpunkte nach Zeit geschieht (z.B. alle 5 Sekunden). Steht hier ein D, wird nach Distanz geloggt (z.B. alle 50 Meter). Darunter das Lineal zeigt, dass die Entfernungsmessung gestartet wurde. Diese Funktion ist eine Art Tageskilometerzähler und erlaubt unabhängig vom Loggen für beliebige Streckenabschnitte die Entfernung zu messen (Start/Stop). Darunter zeigt das Symbol eines laufende Männchens, dass das Loggen gestartet wurde. Das Schloss ganz unten schliesslich zeigt, dass die beiden Tasten gesperrt wurden. Diese Sperre wird durch gleichzeitiges Drücken beider Tasten erreicht und verhindert ein versehentliches Verstellen der Betriebsmodi.

Rechts oben wird der Batteriezustand angezeigt. Allerdings nur in drei Stufen (voll, fast leer, leer).

Das Bluetooth-Symbol zeigt, dass eine Bluetooth-Verbindung aufgebaut wurde, das Satellitensymbol zeigt, dass GPS-Empfang und ein Fix vorhanden ist.

In den verschiedenen oben beschriebenen Betriebsmodi haben gibt es noch Untermenüs und die Tasten haben dort unterschiedliche Bedeutungen. ich möchte hier nicht die Anleitung ersetzen aber doch kurz auf die verschiedenen Möglichkeiten eingehen:

Sat/Punkte Werden das Satellitensymbol und die Zahl freier Punkte angezeigt, startet bzw. stoppt ein Druck auf Enter die Datenaufzeichnung.
Zeit Wird die Uhrzeit angezeigt, so kann durch Drücken der Enter-Taste in ein Menü gewechselt werden, in dem die Zeitzone (UTC+-X) eingetragen werden kann.
Position Wird die Position angezeigt erzeigt der Druck auf Enter einen manuellen Log-Punkt.
Distanz Wird die Distanz angezeigt, startet bzw. stoppt ein Druck auf Enter die Entfernungsmessung.
Setting Bei Setting kommt man mit Enter zur ersten Einstelloption.

 

Unter Setting gibt es folgende Einstelloptionen:

Dist.By Einstellen ob die Distanzmessung als Luftlinie zum Startpunkt oder entlang der Route berechnet wird.
km/mile Einstellen ob die Distanz in km oder Meilen angezeigt wird.
Log Rcd

Einstellen ob bei vollem Speicher die Aufzeichnung gestoppt werden soll oder die ersten Werte überschrieben werden sollen.

Log by Time Einstellen alle wieviel Sekunden ein Datenpunkt aufgezeichnet werden soll. Diese Auswahl stellt gleichzeitig die Aufzeichnung auch auf den Zeitmodus (T) ein. Möglich sind hier 5, 10, 15, 30, 60 und 120 Sekunden.
Log by Dist. Einstellen der Entfernung nach der ein Datenpunkt aufgezeichnet werden soll. Diese Auswahl stellt die Aufzeichnung auch auf den Distanzmodus (D). Möglich sind hier 100, 150, 300, 500, 1000 Meter (m) oder Fuss (ft). Tipp: Wer also alle ca. 30 Meter einen Punkt gesetzt haben will, sollte die Einheiten auf Meilen ändern und hier 100 ft einstellen.
Language Einstellen der Sprache (Englisch, Chinesisch)
Erase Löschen der aufgezeichneten Datenpunkte.
Default Setzt alles auf Standardeinstellungen zurück.
Back Verlassen des Setting-Untermenüs.

 

Obwohl die Bedienung eigentlich einfach ist, tendiert man dazu anfangs immer die falsche der beiden Tasten zu drücken. Da man aber in den Settings normalerweise nicht häufig unterwegs ist, braucht man die Menü-Taste später nur zum Durchschalten der Anzeige und die Enter-Taste zum Starten und Stoppen der Datenaufzeichnung und Distanzmessung.

 

Ergänzung (2008-03-26):

In der neu verfügbaren Firmware 1.11 sind jetzt auch Intervalle von 1 Sekunde oder 50 m möglich. Ausserdem gibt es als Sprache im Gerät auch Deutsch zur Auswahl.

Ab Firmware 1.13 bzw. dem zugehörigen neuen Utility werden auch Höhendaten geloggt und in Files geschrieben. Dafür reduziert sich die Anzahl Datenpunkte auf 104000.

 

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