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Garmin GPSmap60CS
Zusatzfunktionen
Vor ich Routing und Routenplanung anspreche noch kurz ein paar Hinweise zu zusätzlichen Funktionen, die im Gerät integriert wurden.
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Der GPSmap60CS hat einen Taschenrechner integriert, der sowohl ein wissenschaftliches als auch ein normales Layout besitzt. Eine tolle Idee ist die Weckfunktion, die natürlich auch bei ausgeschaltetem Gerät funktioniert. Das spart auf Reisen einen separaten Wecker. Die Stoppuhr ist vermutlich seit dem Forerunner mit im Programm, da sie auch die Möglichkeit bietet Rundenzeiten zu erfassen. Dabei können die Runden automatisch über die zurückgelegte Entfernung erfasst werden. Oder es lässt sich z.B. die Zeit messen, die man für eine vorgegebene Strecke benötigt. Eine nette Sache für GPS-Jogger.
Die Sonne und Mondansicht ist vermutlich jedem bekannt und zeigt Mondphase und Sonnen- sowie Mond- Auf- und Untergang an. Natürlich gibt es auch die Jagd bzw. Fischen-Funktion, die mittels Sonnenstand und Mondphasen die aktuellen Bedingungen für diese Tätigkeiten vorhersagt.
Neu ist noch der Kalender, der eine Tages, Wochen- und Monatsdarstellung unterstützt und sowohl die Jagd- bzw. Fischen-Bedingungen als auch an diesem Tag gesetzte Wegpunkte anzeigt. Dadurch hat man die Möglichkeit z.B. einen Wegpunkt zu suchen, den man vorige Woche Montag auf einer Wanderung gesetzt hatte, dessen Namen man aber nicht mehr weiss.
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Das Gerät ist Bluechart-kompatibel, dass heißt es kann Sonderfunktionen, die nur die Bluechart-Seekarten unterstützen. Da ich nicht über solche Karten verfüge, kann ich darüber nichts sagen. Das Gerät unterstützt auch Vorhersagefunktionen für Gezeiten. Zumindest ist der POI-Database für Amerika sind Tidenstationen enthalten, so dass ich Bilder hiervon zeigen kann.
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Ebenfalls bei jedem "Marine"-GPS vorhanden sind Annäherungsalarme, bei denen für jeden Wegpunkt eine Entfernung gesetzt werden kann. Nähert man sich einem Wegpunkt bis auf diese Entfernung, so ertönt ein auswählbarer Alarm und eine Meldung wird angezeigt. Auch werden die "Alarmkreise" auf der Karte angezeigt. Bei dieser Funktion ist im Moment noch ein Fehler in der deutschen Übersetzung, der zu einer etwas eigenartigen Bildschirmdarstellung führt. Man kann aber davon ausgehen, dass Garmin diesen Bug in einer der nächsten Firmwares beheben wird. Screenshots erfassen keine Meldungen, deshalb muss hier ein Foto herhalten.
Autorouting
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Die spannendste Neuerung im GPSmap60CS ist vermutlich das Autorouting. Das Gerät beherrscht als erstes der Garmin-Handhelds eine Routenberechnung und Zielführung auf dieser Route. Dies funktioniert sowohl mit der integrierten Basemap als auch mit Mapsource City-Select-Karten. Diese Kartensoftware gibt es auch als Autonavigations-Paket mit Halterung und Stromversorgungskabel. Nachfolgender Text bezieht sich auf die Möglichkeiten, welche die Basemap bietet, da mir die CitySelect-Karten nicht zur Verfügung standen. Ergänzung: Den Test zu den CitySelect-Karten gibt es hier.
Bevor die Begesiterung zu hohe Wellen schlägt, sei vornweg gesagt, dass die Basemap nur sehr eingeschränkt zur Navigation geeignet ist. Es ist eine nette Demonstration der Fähigkeiten und macht Lust auf mehr, nützen tut es nichts. Dazu sind die Karten einfach zu ungenau und enthalten zu wenig Straßen. Die Basemap beschränkt sich auf die Hauptstraßen wie Autobahnen mit den wichtigsten Ausfahrten, Landstraßen und grössere Ortschaften. Das ist auch verständlich, denn die Datenmengen sind riesig. So hat die aktuelle CitySelect-Karte der kleinen Schweiz einen Datenumfang von 43 MB, Deutschland bringt es auf über 300 MB. Verständlich, dass eine Basemap für mehr als ganz Europa da nicht allzuviel bietet.
Leider wird kein Autorouting mit den normalen Mapsource Metroguide Karten unterstützt, was nicht ganz verständlich ist, da auf dem PC ja seit einiger Zeit Routen so berechnet werden können, dass sie den Straßen folgen. Andererseits hat der Datenumfang zwischen Metroguide und CitySelect nochmals deutlich zugelegt, so dass offensichtlich hier noch mehr Informationen vorhanden sind.
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Für das Autorouting sind diverse Einstellungen möglich, wie bereits weiter oben erwähnt wurde. Nach Auswahl von Goto auf einen Wegpunkt kann zwischen "Luftlinie" und "Straße folgen" gewählt werden. Die Routenberechnung erfolgt dann relativ zügig.
Wenn der Navigationsmodus aktiv ist, gibt es einige neue Ansichten. Zum einen erstellt das Gerät eine Liste mit Abbiegeanweisungen und Entfernungen zwischen den Abbiegepunkten der Route. Durch Auswahl einer solchen Anweisung wird auf die Kartenansicht umgeschaltet, wobei die entscheidende Stelle dann vergrößert darstellt wird. Das Bild zeigt den Nachtmodus. Mit den Auf/Ab-Tasten lassen sich die Routenpunkte durchgehen und so die gesamte Routenführung jederzeit ansehen.
Während der Fahrt wird akustisch zunächst eine Vorwarnung auf eine "Abbiegestelle" ausgegeben und die Kartenansicht eingeblendet. Nähert man sich dem entsprechenden Punkt weiter, so wird die Zeile mit der Entfernungsangabe rot und es erfolgt nochmals ein akustisches Signal. Wenn die Karte entsprechend genau ist und der Empfang stimmt sollte so eine recht gute Möglichkeit zur Navigation gegeben sein. Wie gesagt läßt sich das mit der Basemap nur auf Autobahnen einigermassen sinnvoll durchführen.
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Hat man einen Abbiegepunkt passiert, so schaltet (ab Firmware 3.30) die Ansicht wieder auf die Übersichtskarte um.
Das nebenstehende Bild (linke Hälfte) zeigt eine berechnete Route in der Kartenansicht.
Es sei noch erwähnt, dass die Track-Funktionen so erweitert wurden, dass beim Speichern eines aufgezeichneten Tracks ein beliebiger Anfangs und Endpunkt des aufgezeichneten Tracks ausgewählt werden kann. Fährt man mit dem "Mauszeiger" dabei auf einen Punkt entlang des Tracks, so erhält man die Zeitinformation zu diesem Punkt. Das Speichern eines vollständigen aufgezeichneten mehrstündigen Tracks scheint dem Gerät bzw. der aktuellen Firmware manchmal Probleme zu bereiten, das Speichern wird dann nie von alleine beendet. Auch das vermutlich ein Bug, der noch behoben wird. Oder das Speichern eines langen Tracks dauert wirklich mehr als 5 Minuten, was ich aber bezweifle. Die Tracback-Funktion, also das Zurückführen entlang einer aufgezeichneten Strecke bietet ebenfalls die Möglichkeit, einen Punkt des Tracks als Ziel auszuwählen (siehe rechts Bild).
Bei der Tracback-Funktion werden Routinginformationen angezeigt wie beim Folgen einer Route aber ohne die Abbiegeliste.
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Natürlich kann man auch am Gerät selbst Routen zusammenstellen. Die entsprechenden Routenpunkte können aus der Liste der verfügbaren Wegpunkte ausgewählt werden oder aber über die Karte eingegeben werden. Das nebenstehende Bild zeigt das Zufügen (ADD) eines Punktes zu einer Route. Dies klappt seltsamerweise nicht mit benannten Orten, diese lassen sich nur über die Finden-Funktion für Ortschaften in die Route einbauen.
Die Verbindung zum Ausgangspunkt wird als gestrichelte Linie gezeichnet. Auf den beiden Bildern ist auch zu sehen, welchen Effekt die neu eingeführte "Declutter"-Funktion hat, wmoit die dargestellten Details aufs wichtigste reduziert werden. Es werden also die meisten Wegpunkte und Kartenbeschriftungen, die Kartendetails abdecken könnten ausgeblendet. In den zusammengestellten Routen können die Wegpunkte dann in der Reihenfolge verschoben und gelöscht werden, sowie neue Punkte ein- und angefügt werden. Wird die erstellte Route zur Navigation verwendet gibt es wieder die Möglichkeit den Straßen zu folgen oder über die Luftlinie zu navigieren.
Mapsource Trip & Waypoint Manager
Erstmals hat es Garmin geschafft neben dem Übertragungskabel auch Software zur Verwaltung von Wegpunkten usw. mitzuliefern. Ein logischer Schritt und bei längerem Nachdenken wird unverständlich, warum diese Software nicht einfach für jeden zum Download bereitsteht und somit allen Garmin-Besitzern zur Verfügung gestellt wird. Wer die Mapsource Software kennt, weiss bereits alles, was es zu wissen gibt. Die im Trip & Waypoint Manager integrierte Karte entspricht einer abgespeckten Worldmap, ist aber doch noch detailierter als die Basemap des Gerätes.
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Die Software beherrscht die Übertragung von Wegpunkten, Routen und Tracks zu und vom GPS, erlaubt das Setzen und Ändern von Wegpunkten und Routen. Es können die gleichen Kartenbezugssysteme und Schreibweise für Koordinaten gewählt werden wie in den Geräten. Zusätzlich gibt es noch einen "Verfolgungsmodus", bei dem die aktuelle vom GPS gelieferte Position in der Karte dargestellt wird. Dies macht erst Sinn, wenn man detailierte Karten für das Mapsource-Programm hat. Der in obigem Bild dargestellte Detailgrad entspricht dem Maximum das vorhanden ist.
Fazit
Der neue GPSmap60CS ist ohne Zweifel ein Spitzengerät. Es gibt fast nichts daran auszusetzen. Das Display ist hervorragend, der Empfang ist es ebenfalls und sogar die Batterielaufzeit ist mehr als erstaunlich. Wenn der Preis keine Rolle spielt und die Größe nicht so kritisch ist, dass nur ein geko in Frage kommt, ist der GPSmap60c(S) meiner Meinung nach das beste Garmin Handheld-GPS, dass es momentan gibt.
Aber natürlich ist ein Listenpreis von €699 nicht gerade ein Schnäppchen, zumal man schnell Lust auf mehr Karte und Autorouting bekommt und das passende CarKit mit Mapsource CitySelect nochmals mit etwa €300 zu Buche schlägt. Der Straßenpreis liegt wie üblich etwas tiefer, siehe z.B. hier. Alles in allem hat man damit €1000 für ein Handgerät ausgegeben. Für dieses Geld bekommt man natürlich auch einen PDA mit GPS-Maus und entsprechenden Karten der ebenfalls Routing-Funktionen hat aber diese sind dann aber nicht so kompakt, haben wesentlich kürzere Batterielaufzeiten und sind nicht wetterbeständig. Auf der anderen Seite haben sie aber ein noch größeres und höher auflösendes Display und meist auch Sprachausgabe.
Wer ein kompaktes Rundum-GPS auf höchstem Niveau sucht, der liegt mit dem GPSmap60C(S) sicher richtig und meiner Ansicht nach ist er sein Geld wert.
Lesen Sie auch den Testbericht zum CarKit hier, der die Routingfunktionen der CitySelect-Karten genauer unter die Lupe nimmt.
An dieser Stelle noch herzlichen Dank an Ron Henderson, denn durch sein geniales Programm g7towin hat er es erst möglich gemacht, in diesen Testbericht Screenshots einzubauen.
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