Garmin Forerunner 405
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Mit zunehmender Marktdichte an Sportuhren mit GPS werden die Modelle nicht nur vielfältiger, sondern auch optisch gefälliger. Das Paradestück von Garmin ist derzeit der Forerunner 405, schick genug um als Armbanduhr herzuhalten und vielfältig genug, um praktisch alle Trainingsziele zu unterstützen.
Lieferumfang und Zubehör
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Den Forerunner 405 gibt es in zwei Farben, das obligatorische schwarz und eine Farbe die Garmin als smaragdgrün bezeichnet, im Volksmund aber eher unter beige rangieren würde. Neben dem Gerät beinhaltet der Lieferumfang ein Netzteil mit Ladeklemme, den USB ANT® Stick, eine gedruckte Kurzanleitung und ein Handbuch auf CD. Optional gibt es eine Version mit Pulsbrustgurt. Die Zubehörpalette reicht von Fahrradhalterung und Tragetasche zu Trittfrequenzsensor und Laufsensor.
Optischer Eindruck und Bedienung
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Der Forerunner hat ein Kunststoffarmband, das ergonomisch geformt ist und sogar ganz passabel um ein schmales Damenhandgelenk passt. Das Display ist natürlich weniger groß als bei den Vorgängermodellen 301 und 305. Dennoch ist es sehr übersichtlich und auch während des Laufens oder Fahrens gut ablesbar. Man kann sich individuell zusammenstellen, welche Werte auf den Datenfeldern angezeigt werden sollen
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Die einfach zu- und abschaltbare Displaybeleuchtung ist sehr hell und macht eine Benutzung im Dunkeln komfortabel.
Der Touchring ist gewöhnungsbedürftig. Anfangs schien er mit mir zu machen, was er will, aber wenn man den "Dreh" mal raus hat, kommt man damit sehr schnell zu den gewünschten Eingaben. Mir hat es geholfen, die Empfindlichkeit auf niedrig zu stellen und lieber etwas energischer darauf zu tippen. Das verhindert auch das lästige Verstellen durch die Berührung mit Kleidungsstücken, zum Beispiel einem Jackenärmel.
Die Menüführung finde ich ziemlich intuitiv, das Gerät lässt sich auch ohne exzessives Studium des Handbuchs in die gewünschte Konfiguration bringen.
Batterie
Das Gerät verfügt über einen fest eingebauten Lithium-Ionen-Akku, der mittels Netzteil an der Steckdose geladen wird. Garmin gibt im Stromsparmodus – also wenn das Gerät nur als Uhr genutzt wird – eine Lebensdauer von 2 Wochen an. Leider lässt sich das Display nicht komplett "abschalten" sondern zeigt immer die Uhrenansicht an. Damit verbraucht der Forerunner auch zwangsläufig immer Strom. Im Trainingsmodus hält der Akku gerade mal 8 Stunden (die Herstellerangabe deckt sich mit meinem Dauerversuch, bei dem das Gerät nach 8 Stunden und 4 Minuten aufgab), was von Freizeitläufer bis Marathon sicher ausreichend ist. Beim Aufzeichnen einer Fahrradtour kann man dabei schon an die Grenzen kommen. Die Ladezeit beträgt etwas unter 3 Stunden.
Herzfrequenzgurt
Dieser entspricht dem Stand der Technik – er ist angenehm zu tragen und die Übertragung funktioniert ohne Aussetzer. Das Signal ist digital codiert und wird damit weder durch das Signal des Trainingspartners noch durch die Oberleitung der Strassenbahn gestört.
Satellitenempfang
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Der Forerunner 405 benötigt in der Regel zwischen 30 und 60 Sekunden um eine Position zu empfangen, wenn die Trainingsabstände nicht allzu lang sind und keine Ortswechsel vorgenommen wurden. Mitunter liegen die ersten paar hundert Meter noch etwas neben dem Kurs, danach schlägt sich der Forerunner auch im Wald und in Häuserschluchten passabel. Dies mag an der clever positionierten Antenne liegen, die unterhalb des Displays sitzt und damit bei der typischen Armhaltung während des Laufens nach oben zeigt.
Lediglich die Höhenangaben (Gesamtaufstieg und Gesamtabstieg) sind zumindest beim Laufen zu nicht viel zu gebrauchen, da die GPS Daten nicht durch einen barometrischen Höhenmesser unterstützt werden.
Datenübertragung und Software
Die Datenübertragung zum Computer erfolgt kabellos über den USB ANT® Stick. Die Übertragung funktioniert absolut zuverlässig und über eine Distanz von mehreren Metern. Sofern der Computer läuft, beginnt die Datenübertragung bereits, während ich noch im Flur die Schuhe ausziehe und sobald ich beim Computer angekommen bin sind die Trainingsdaten bereits verfügbar.
Um die Daten zu verwalten, kann man entweder die Garmin Trainings Center Software auf dem eigenen Computer installieren, oder die on-line trainings community „Garmin Connect“ nutzen.
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Die Trainingscenter Software kann auf der Garmin Homepage kostenlos heruntergeladen werden, sie ist aber ein bischen enttäuschend. Die gelaufene Strecke kann man auf einer Karte anzeigen lassen, wobei die enthaltene Base Map nur sehr rudimentär ist. Die Trainingssoftware funktioniert aber mit allem Garmin Kartenmaterial, das optional zu erwerben ist. Da die Trainingssoftware mit der Mapsource-Software kompatibel ist, lässt sich wie dort auch anderes Kartenmaterial benutzen. So beispielsweise frei erhältliche Karten. Als vollständige Alternative kommt auch Laufsoftware wie SportTracks in Frage die den Forerunner 405 unterstützt.
Neben der Strecke kann man im Trainingscenter Daten wie Herzfrequenz, Geschwindigkeit (als Pace), und Höhe grafisch und entfernungsabhängig anzeigen lassen.
Das Benutzerprofil erlaubt die Eingabe trainingsrelevanter Parameter wie Alter, Geschlecht und Gewicht. Ferner enthält die Software diverse Basis-Trainingsprogramme (13 zum Laufen, 8 zum Fahrradfahren), die man nach Belieben modifizieren oder ergänzen kann.
Was mir an der Software zum Beispiel fehlt, ist eine Möglichkeit die Daten zweier Läufe der selben Strecke sinnvoll (in einer Ansicht) zu vergleichen.
Immerhin bietet die Software die Möglichkeit, gelaufene Daten direkt nach Google Earth zu exportieren. Dabei werden nicht nur die Streckenpunkte, sondern auch Geschwindigkeits- und Herzfrequenzdaten übertragen. Besonders bei neuen Strecken macht es Spaß, den Lauf hinterher auf dem Satellitenbild zu verfolgen.
Strecken und Trainings
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Bereits gelaufene Strecken kann man im Trainingscenter mit Streckenpunkten versehen (zum Beispiel Informationen einzeichnen wie „Wasser“ oder „Gipfel“) und an das Gerät zurück senden. Die Strecken kann man dann wieder ablaufen, wobei einem ein Richtungspfeil den Weg weist. Bereits gelaufene Strecken kann man auch gegen den Virtual Partner absolvieren.
Das Trainingscenter bietet leider nicht die Möglichkeit, um neue Strecken aus den Karten zu erstellen und auf den Forerunner zu laden. Es besteht aber die Möglichkeit, mit anderen Programmen Strecken zu erstellen und in das Trainingscenter zu importieren, um sie von dort an den Forerunner zu schicken. Dazu müssen die erstellten Strecken als .tcx Datei gespeichert werden. Ich nutze hierzu die Seite www.gpsies.com, die das Erstellen von Strecken auf verschiedenen Kartenmaterialien erlaubt. Die Strecken können von dort direkt an den Forerunner geschickt oder als "Garmin Course" gespeichert werden. Man kann auf gpsies.com sogar den geplanten Pace oder die Dauer für die Strecke eingeben. Diese Daten werden ebenfalls an die Uhr geschickt und ermöglichen, sogar für neue Strecken gegen den Virtual Partner zu laufen.
Die Streckenführung durch das Gerät erfolgt wahlweise durch Richtungspfeile oder eine Ansicht mit Kompassrose. Bei Abweichungen vom Kurs erhält man eine Warnmeldung. Vorausgesetzt man gibt sich beim Zeichnen etwas Mühe und spart nicht an den Streckenpunkten, kann man mit dieser Funktion problemlos unbekannte Strecken absolvieren.
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Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich auf der bereits gelaufenen Strecke zurückführen zu lassen. Hierbei erfolgt die Wegleitung mittels der Kompassrosenansicht.
Beim Erstellen von Trainingsplänen sind der Fantasie kaum technischen Grenzen gesetzt. Trainingsschritte kann man durch Zeit, Distanz, Herzfrequenz oder Kalorienverbrauch begrenzen oder durch das Drücken der Rundentaste. Als Trainingsschrittziel kann man Tempo, Herzfrequenz oder Schrittfrequenz in einem bestimmten, selbst definierbaren Bereich halten oder einfach „kein Trainingsziel“ wählen.
Fazit
Der Forerunner 405 ist ein cleverer Trainingspartner und schicker Motivator. Ich habe ihn zwar geschenkt bekommen und hätte mir selbst vermutlich keinen gekauft; Jetzt möchte ich ihn aber auf keinen Fall mehr missen.
Testbericht: Anja Köhne









