Garmin Forerunner 201
Das verwendete Testgerät wurde mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt von:
Hierfür ganz herzlichen Dank.
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Den Garmin Forerunner 201 gibt es mittlerweile schon eine ganze Weile und auch die "Draussen-Saison" für Joggen, Inline-Skaten und Radfahren neigt sich gerade wieder dem Ende zu oder zumindest erschwert das Wetter die Motivation. Trotzdem oder gerade deshalb möchte ich einen Blick auf den Garmin Forerunner 201 blicken, der einem vielleicht hilft, den inneren Schweinehund zu überwinden und sich auch in den Wintermonaten sportlich zu betätigen.
Erster Eindruck, Design und Handhabung
Das Gerät kommt in der garmin-typischen Klarsichtpackung daher die direkt einen Blick auf das Gerät zulässt. Teil der Packung ist, neben dem Gerät selbst, eine Verlängerung des Klettbands zur Befestigung am Arm, das Ladegerät mit Ladeschale bzw. Verbindungskabel zum PC sowie ein Handbuch in englischer, deutscher und (weil es sich um ein schweizer Gerät handelt) in französischer Sprache. Zudem liegt noch ein englisches Quick-Start-Guide bei. Software liegt leider keine bei, kann aber bei Garmin kostenlos heruntergeladen werden.
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Das Gerät macht, wie von anderen Garmin-Geräten bekannt, einen stabilen und gut verarbeiteten Eindruck. Obwohl es sich auf den ersten Blick nicht gerade um ein zierliches Gerät handelt, immerhin ist es 17 mm dick, trägt es sich dank des praktischen Klettarmbandes sehr angenehm am Arm. Speziell beim Joggen merkt man überhaupt nicht, dass man es trägt, schliesslich ist es mit 77 g ein echtes Leichtgewicht.
Lediglich beim Radfahren ist ein Tragen am Handgelenk nicht optimal, da durch das Abknicken des Handgelenks nach oben das Gerät etwas stört. Hier empfiehlt sich eine Befestigung am Arm, was dank der Klettbandverlängerung auch auf der Bekleidung (z.B. im Winter) kein Problem darstellt.
Zur Bedienung des Gerätes findet man sechs Knöpfe am unteren Rand des Gerätes. Der linke Knopf ist nur fürs ein- und ausschalten sowie das Licht zuständig. Mit dem Knopf "mode" werden Ansichten durchgeschaltet oder man geht eine Ebene zurück, der Knopf "enter - start/stop" dienst in Menüs zur Auswahl und zum Starten und Stoppen der Uhr beim Training. Wird der Knopf "reset - lap" länger gedrückt, wird die letzte Trainingseinheit gelöscht, wobei die wichtigsten Daten wie Entfernung, die Strecke usw. in die Trainingsdatenbank übernommen werden. Während des Trainings dient der Knopf auch zum Markieren einer Runde. Die Knöpfe sind unterschiedlich gearbeitet, so dass man sich auch im dunkeln ganz gut zurechtfindet.
Display
Das Display ist, bezogen auf die Größe des Gerätes selbst, riesig. Das ist gut und auch notwendig, da man gerade beim Laufen keinen so klaren Blick hat wie gewohnt. Da es jedoch nicht nur gross sondern auch gestochen scharf, sehr kontrastreich und auf Wunsch nachts sehr hell mit grünen Leuchtdioden gleichmässig beleuchtet wird, sollte in Verbindung mit der grossen Schrift das Ablesen keine Probleme bereiten.
Angenehm fällt auf, dass das Gerät bei aktivierter Beleuchtung bei jeder Meldung (z.B. "schneller") das Display für einige Sekunden einschaltet.
Batterielaufzeit
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Das Gerät ist mit einem fest eingebauten Lithium-Ionen Akku ausgestattet, der ihm eine Laufzeit von tatsächlich etwa 15 Stunden ermöglicht. Für den normalen Sportler sollte diese Laufzeit ausreichend sein, und auch der Marathon-Läufer braucht sich keine Sorgen machen. Wer natürlich eine dreitägige Klettertour mit dem Gerät aufzeichnen will, sollte sich überlegen, 0b das die richtige Anwendung ist.
Das Laden dauert ca. 2 Stunden. Beim Einschalten wir die Restlaufzeit angezeigt und dieser Angabe kann man wesentlich mehr vertrauen schenken als bei Geräten mit herausnehmbaren Akkus, da bei fest eingebauten Akkus das Gerät besser über den Energiehaushalt Bescheid weis als sonst.
Zum Laden wird der Forerunner 201 in die "Dockingstation" eingeklickt, die sowohl die Verbindung zum Computer als auch zum Ladenetzteil herstellt. Das Gerät wird geladen, sobald es mit dem Stromnetz verbunden ist, egal ob es ein- oder ausgeschaltet ist.
Zu diesem Kombikabel allerdings kann ich Garmin absolut nicht beglückwünschen. Leider ist (auch das ist wohl garmin-typisch, da es beim 60CS bereits auftrat) das Verbindungskabel zum Computer mit einer Gesamtlänge von 120 cm zwischen COM-Schnittstelle und Forerunner so kurz geraten, dass man bei einem normalen Midi-Tower der am Boden unter einem Schreibtisch steht, und dessen Schnittstelle hinten ist, den Forerunner irgendwo am hinteren Ende des Schreibtisches liegen hat, damit das Kabel reicht. Der zweite Kritikpunkt ist das Netzteil. Ich könnte mir vorstellen, dass der Forerunner von Sportlern gerne auch mal mit in den Urlaub genommen wird. Und natürlich muss dann auch das Netzteil mit. Aber warum um alles in der Welt muss es ein Trafo-Netzteil mit 270 g Gewicht sein? Ein Schaltnetzteil mit gleicher Leistung hätte nur etwa ein viertel gewogen und wäre auch nur halb so gross. Vermutlich ist sowohl Kabellänge als auch die Wahl des Netzteils eine Frage der Kosten. Aber manchmal sind es eben diese scheinbar kleinen Dinge, die einen Ärgern und ob die Kosten bei den Garmin-Stückzahlen wirklich so ins Gewicht fallen?.
Empfang
Die Empfangsqualität ist schwer zu beurteilen, da das Gerät keine Displayseite mit Satellitensignalen hat und auch keine NMEA-Daten ausgibt. Gefühlsmässig kann die Empfangsstärke und auch Geschwindigkeit bei der Erfassung nicht ganz mit einem mehr als doppelt so teuren GPSmap 60CS mithalten, zumal die Antenne viel kleiner ist. Vielleicht mag aber auch ein Garmin-Ingenieur bei diesem Satz ins Schmunzeln geraten, falls in beiden Geräten der gleiche GPS-Teil enthalten ist, aber es ist halt meine subjektive Meinung.
Insgesamt bietet das Gerät trotzdem einen guten Empfang, der durchaus mit anderen Geräten wie die der Geko-Serie zu vergleichen ist. Liest man jetzt verschiedene Meinungen im Internet über den Forerunner 201 dann schwanken diese Meinungen, speziell des Empfangs wegen, zwischen hervorragend und absolut unbrauchbar.
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Aber warum das?
Ich denke hier gehen sowohl die Erwartungen als auch die Nutzungsbedingungen stark auseinander. Wer zum einen glaubt, das Gerät könne ihm immer auf wenige Meter genau die zurückgelegte Strecke zeigen, der irrt. Wer zudem noch glaubt, das ganze funktioniert irgendwo mitten in einer Stadt oder in tiefem Wald, vielleicht noch im Gebirge, der wird das Gerät am Ende für unbrauchbar halten.
Wer hingegen damit zufrieden ist, dass die Strecke auf ca. ±5 % stimmt und vorwiegend in relativ freiem Gelände läuft, vielleicht noch ohne extrem viele Kurven, der wird überglücklich sein mit der Genauigkeit.
Dazu kommt noch, dass es Zeiten gibt, zu denen so wenige Satelliten so ungünstig am Himmel stehen, dass jedes Gerät Schwierigkeiten haben wird, bei nicht optimalem Empfang eine "perfekte" Positionsbestimmung durchzuführen.
Als Fazit würde ich sagen: Nicht zu empfehlen ist ein GPS basiertes Gerät jedem, der vorwiegend in der Stadt oder in dichtem und evetuell noch dazu hügeligen Wald einen Sport treibt. Das gilt nicht nur für den Forerunner.
Das Bild oben zeigt die aufgezeichneten Tracks von vier Läufen der gleichen Runde (ca. 4.3 km) an vier verschiedenen Tage und Uhrzeiten. Die Strecke geht anfangs (rechts) zwischen Häusern durch, zwischendurch kurz durch ein bewaldetes Stück (nicht zu erkennen) and immer wieder an Reihen von Bäumen vorbei (ganzer gerader Weg nach Nordosten). Bei gleicher Runde schwankten die gemessenen Strecken zwischen 4,22 und 4,34 km. Natürlich ist da auch mit drin, dass ich nicht immer "Ideallinie" laufe.
Funktionsumfang
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Nach dem Einschalten begrüsst einen der Forerunner mit einem Startbildschirm und anschliessend sieht man das Empfangsstärkefenster (erstes Bild). Sobald der Balken für die Signalstärke "voll" ist, ist das Gerät bereit zum Training.
Jetzt kann man natürlich einfach den Knopf "start/stop" drücken und loslaufen. Man sieht dann die Geschindigkeit als Pace (Minuten pro Kilometer), die Zeit und die zurückgelegte Strecke. Drückt man auf "mode" kommt man zu verschiedenen Ansichten und schliesslich ins "Hauptmenü" (drittes Bild). Hier warten die Unterfunktionen Protokolle, Trainingsassistent, Navigation und Einstellungen auf eine Erkundung.
Protokolle
Hier findet man die gespeicherten Informationen zu den bisher absolvierten Trainingseinheiten.
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Man kann auswählen, ob man zunächst eine Liste der Trainingseinheiten nach Tagen Wochen oder insgesamt angezeigt bekommen soll (erstes Bild). Wählt man z.B. Auswertung nach Tagen, wird die Liste der Tage mit gespeicherten Trainingseinheiten angezeigt und man kann auswählen, welche Einheit angezeigt werden soll. Gibt es in einer Einheit mehrere Runden, können auch diese getrennt eingesehen werden und die Strecke kann auch in einer vereinfachten Kartendarstellung angezeigt werden (drittes Bild). Zu jeder Runde einer Trainingseinheit werden Strecke, Zeit, Geschwindigkeit und errechneter Kalorienverbrauch angezeigt. Auch kann eine Runde oder Trainingseinheit einzeln gelöscht werden.
Trainingsassistent
Unter dem Menüpunkt "Trainingsassistent" finden sich die wirklich interessanten Funktionen des Forerunner (erstes Bild).
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So gibt es hier die Möglichkeit unter "Auto Pause/RD" einzustellen, ob der Timer automatisch stoppen soll, wenn man eine bestimmte Geschwindigkeit unterschreitet, z.B. in Ausruhphasen. Zudem kann nach einer definierten Strecke eine neue Runde ausgelöst werden.
Virtual Partner
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Unter dem Unterpunkt "Virtual Partner" findet sich eine der vermutlich meistgebrauchten und nützlichsten Funktionen des Gerätes. So kann man für ein Training einen wie der Name schon sagt, virtuellen Partner mitlaufen lassen, der einen bestimmten Pace, also Geschwindigkeit vorgibt. Dieser läuft zuverlässiger und sturer als jeder echte Partner und treibt einen damit ziemlich an, ein vorgegebenes Tempo auch wirklich zu laufen. Die Laufgeschwindigkeit des Partners (Bild eins) kann über Distanz und Zeit (Bild zwei), Zeit und Geschwindigkeit (Pace) oder Distanz und Geschwindigkeit (Pace) eingegeben werden. Gestartet wird der Lauf wie ein normaler Lauf mit "start/stop" (Bild drei). Während man läuft zeigt der Bildschirm immer an, wie weit man sich vor oder hinter seinem virtuellen Partner befindet. Man kann auch die anderen Ansichten mit Zeit, Geschwindigkeit usw. auswählen. Damit man auch sofort sieht, ob man vorn liegt oder ins Hhintertreffen gerät, ist das untere Feld immer dann mit weisser Schrift auf schwarzem Grund, wenn man zurückliegt und mit schwarzer Schrift auf weissem Grund, wenn man vorn liegt. Auf diese Weise kann man eine geplante Geschwindigkeit recht gut einhalten. Am Ende der geplanten Strecke bzw. Zeit sagt einem der Forerunner sowohl akustisch als auch auf dem Bildschirm dann auch recht klar, was Sache ist (Bild fünf).
Intervall Training
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Ebenfalls nützlich ist die Funktion Intervall Training. Hier kann man sich Strecken und Zeiten für ein Intervall-Training einstellen. Das Gerät überwacht dann, dass man Zeiten oder Strecken des Intervall-Trainings einhält. Die Intervalle können über Strecke, Pausezeit, Strecke, Pausenstrecke, Zeit, Pausenzeit und Zeit, Pausenstrecke gewählt werden (erstes Bild). Schliesslich gibt man noch die Anzahl Wiederholungen ein (zweites Bild). So lässt sich z.B. ein Intervall-Training einstellen bei dem man 1 km laufen muss, dann 2 Minuten ausruhen darf. Und das ganze 5 mal. Bei allen Menüs mit Zahlen gibt es einige vordefinierte Zeiten bzw. Entfernungen und die Möglichkeit, eigene Werte einzutragen (drittes und viertes Bild).
Pace-Alarm
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Mit Hilfe des Pace-Alarm (Geschwindigkeits-Alarm) kann man eine gewünschte Ober- und Untergrenze für den Pace bzw. die Geschwindigkeit einstellen, wobei einen das Gerät bei Nichteinhalten des gewählten Rahmens während des Trainings sowohl akustisch als auch optisch ziemlich deutlich aber nicht penetrant (hört nach einiger Zeit auf bis zum nächsten unter bzw. überschreiten) dazu anhält schneller bzw. langsamer zu laufen oder zu fahren.
Zeit-/Dist.-Alarm
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Schliesslich gibt es noch einen Alarm, der nach einer vorgegebenen Zeit bzw. Strecke anspricht. Hier kann eine Zeit oder eine Strecke eingegeben werden, nach der der Alarm ausgelöst wird (zeites Bild).
Navigation
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Das Untermenü Navigation finden sich eher GPS-typische Funktionen, die mancher von anderen GPS-Geräten her kennt. Hier kann eingestellt werden, ob in den Ansichten die Kartendarstellung angezeigt wird oder nicht. Es können Wegpunkte anhand der aktuellen Position oder durch Eingabe der Koordinaten gesetzt werden (Markiere Position; erstes Bild). Es kann dabei für jeden Wegpunkt ein Symbol und ein Name vergeben werden (zweites Bild).
Es können auch gesetzte Wegpunkte gesucht und dann per "Goto" als Navigationsziel eingestellt werden (drittes bis fünftes Bild). Das Gerät weist einem dann mit Hilfe eines Richtungspfeils, der Entfernungsangabe und der voraussichtlichen Zeit bis zum Eintreffen zu diesem Wegpunkt (sechstes Bild).
Bei normalem Training in unbekanntem Gebiet in dem man einfach nur "drauflosgelaufen" ist, kann man sich auch zum Startpunkt zurücklotsen lassen (letztes Nenüpunkt Bild eins). Weiterhin kann man die Kartenansicht zwischen Norden oben und eigene Richtung oben umstellen.
Einstellungen
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Die letzte Untergruppe sind diverse Einstellungen zu finden (erstes Bild). Hier findet sich z.B. unter Zeit die Einstellung der Zeitzone, ob die Zeit im Format 12 h oder 24 h angezeigt werden soll und ob die Sommer-/Winterzeitumstellung automatisch erfolgen soll (zweites Bild).
Bei "Einheiten" kann zum Einen zwischen Meilen und metrischen Einheiten gewählt werden, weiterhin kann vom Laufmodus, der mit Pace-Angaben arbeitet, also Minuten-pro-Kilometer in einen allgemeineren Geschwindigkeitsmodus geschaltet werden, der mit Kilometer-pro-Stunde arbeitet. Das ist dann für Radfahrer und Inline-Skater praktischer. Alle Menüpunkte und Funktionen, die den Pace oder die Geschwindigkeit verwenden werden damit ebenfalls umgeschaltet.
Bei "Feldauswahl" kann für die benutzerdefinierte Ansicht während des Trainings für jedes des drei Felder eine beliebige Angabe eingestellt werden. Hier stehen zur Auswahl: Bester Pace, Distanz, Durchschnitts-Pace, Gesamtdistanz, Gesamtzeit, Höhe, Kalorien, Neigung, Pace, Pausenstrecke, Pausenzeit, Runden, Runden-Pace, Rundenlänge, Rundenzeit, Durchschnitts-Rundenzeit, Uhrzeit und Zeit.
Und unter "Profile" (Bild vier) kann man einige Werte für verschiedene benannte Geschwindigkeiten eingeben. Diese Geschwindigkeiten tauchen in einigen Menüs zur Auswahl auf, so dass man nicht immer die Zahlenwerte neu eingeben muss. Auch gibt man hier sein Gewicht ein, welches vermutlich zur Berechnung der verbrauchten Kalorien dient.
Noch ein Wort zu den Kalorienangaben. Den Kalorienangaben des Forerunner 201 ist vermutlich noch weniger zu trauen wie denen der Pulsuhren. So gesteht mir der Forerunner für meine 4,3 km Strecke 295 kcal zu, wohingegen meine Polar-M32-Pulsuhr mir immerhin 451 kcal dafür gutschreibt. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo da draussen (oder war es dazwischen?).
Weiterhin kann bei den Einstellungen die Beleuchtungsdauer und der Kontrast der Anzeige eingestellt werden sowie die Sprache und ob jeder Tastendruck mit einem Ton bestätigt erden sollen, nur Mitteilungen oder ob das Gerät stumm bleiben soll.
Schliesslich gibt es noch eine Funktion um das Gerät in die Grundeinstellungen und eine Info-Seite zum Gerät. Getestet wurde das Gerät mit der Firmware 3.40.
Software Forerunner Logbook
Die Software zum Gerät ist mehrsprachig und ermöglicht ein Auswerten der Trainingsdaten am PC. Der Funktionsumfang ist allerdings relativ eingeschränkt wenngleich ausreichend. Links sieht man einen Explorer-artigen Aufbau der Trainingseinheiten nach Wochen. Rechts diverse graphische Darstellungsarten. So lässt sich zwischen einer Anzeige der Pace und Geschwindigkeit der Trainingseinheit umschalten, es gibt eine Anzeige des Höhenprofils und eine vereinfachte Kartendarstellung der zurückgelegten Strecke. Zudem werden Zeit, Durchschnittspace und -geschwindigkeit sowie Kalorienverbrauch angezeigt. Enthält eine Trainingseinheit mehrere Runden, können die Informationen sowohl für jede Runde als auch die gesamte Einheit angezeigt werden.
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Der Forrunner 201 erlaubt jedoch auch die Übertragung der Daten an alle Programme, die das Garmin-Datenformat unterstützen. Es gibt keine Möglichkeiten Daten im NMEA-Format auszugeben, als GPS-Maus eignet sich das Gerät daher nur, wenn die Software das Garmin-Format untersützt, die zurückgelegten Tracks jedoch können mit verschiedener Software ausgelesen und analysiert werden. Man ist also nicht auf das "Logbook" angewiesen.
Fazit
Der Garmin Forerunner 201 ist ein solides Trainingsgerät vor allem für Läufer mit einigen einzigartigen Funktionen. Aber sicher haben auch Inline-Skater und Radfahrer ihren Spass damit. Es funktioniert recht zuverlässig, ist sicher und angenehm zu tragen und ist so leicht, dass man es kaum spürt. Die Funktionen die geboten werden beinhalten eigentlich alles was man sich wünscht. Und gerade die Funktion "Virtual Partner" sorgt auch wirklich für ein Erfüllen der Trainingsziele.
Da das Gerät auch noch einfache Navigationsaufgaben erfüllt, bringt dem Sportler auch die Navigation mit GPS näher und kann zwischendurch als "Parkplatz-wiederfinde-Gerät" dienen.
Eines wäre noch genial gewese: Die Kompatibilität mit Polar-Pulsuhren. Wäre das Gerät in der Lage, die Daten des Pulssenders zu empfangen, und mit aufzuzeichnen wäre es perfekt. Schade, dass es hier nicht zu einer Kooperation zwischen Garmin und Polar gekommen ist. So kann man sich damit trösten, dass sich die Geräte zumindest nicht gegenseitig stören und man ja zwei Arme hat. Vielleicht werden zukünftige Forerunner-Generationen eine Pulsfunktion haben.
Über etwas muss man sich jedoch absolut klar sein. Der Forerunner ist ein GPS-Gerät. So genau und zuverlässig dieses System sein kann, man muss über die Limitationen Bescheid wissen. In dichtem Wald und in der Stadt wird man vermutlich wenig Freude an dem Gerät haben. Hier sind noch mehr Probleme als bei anderen GPS-Geräten zu erwarten, da der Forerunner auf einen kontinuierlichen Empfang der Signale angewiesen ist, sonst fehlt am Ende ein Stück der Strecke. Bei anderen Anwendungen mit GPS-Geräten genügt meist ein kurzes: "Ach, ich bin hier".
Ich kenne jedoch gute Läufer, die mit dem Gerät zufrieden sind und auch für ihr Training verwenden. Der normale Wald- und Wiesenläufer sollte mit dem Gerät glücklich werden.
An dieser Stelle nochmals herzlichen Dank an Ron Henderson, denn durch sein geniales Programm g7towin hat er es erst möglich gemacht, in diesen Testbericht Screenshots einzubauen.




















