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GPS-Datenlogger i–Blue747 / Wintec WBT-201
Bluetooth Empfänger
Hier gibt es nicht viel zu sagen. Beide Geräte haben sich problemlos sowohl mit einem D-Link Bluetooth USB-Stick als auch mit einem Laptop und einem Motorola RAZR V3X verbinden lassen und brav ihre NMEA Daten abgeliefert.
Die Reichweite im Freien beträgt (gegen einen Laptop) etwas mehr als die angegebenen 10 Meter wobei der i–Blue747 einen Tick weiter weg noch zu empfangen war als der WBT201. Das könnte am grösseren Gehäuse liegen, möglicherweise ist auch die BT-Antenne etwas grösser geraten.
Toll ist, dass beim WBT201 alle Funktionen der Software auch über eine Bluetooth-Verbindung verwendbar sind, wohingegen zur Programmierung und zum Auslesen der Daten beim iBlue747 ein USB-Kabel angeschlossen werden muss. Damit die findigen Leser mich nicht Lügen strafen, sei erwähnt, dass es natürlich für den i–Blue747 bereits eine kleine Anleitung gibt, wie durch Nachrüsten eines Widerstands diese Funktionalität ebenfalls hergestellt werden kann. Der Umbau ist ursprünglich für den 737 beschrieben, funktioniert aber auch beim 747. Alles funktioniert einwandfrei, nur das Auslesen der Daten ist ein wenig "wackelig". Der Vollständigkeit halber sei natürlich darauf hingewiesen, dass bei solchen Massnahmen die Garantie verfällt.
In Sachen Bluetooth ist schneidet der iBlue747 geringfügig besser ab.
Der i–Blue747 hat hier noch eine interessante Option: Ist das Gerät im Modus "Nav", ist also die Bluetooth-Funktion aktiv, schaltet sich der Empfänger nach dreissig Sekunden ohne aktive Bluetooth-Verbindung in einen Standy-Modus aus dem er automatisch beim Wiederaufbau der Verbindung erwacht. Im Standby-Modus ist der GPS-Teil ebenfalls deaktiviert, das Gerät loggt also nichts, kann dafür bis zu 360 Stunden (Herstellerangabe) in diesem Modus arbeiten, bevor der Akku leer ist.
Speichervermögen
Ebenfalls wichtig für einen Datenlogger ist natürlich, dass er auch genügend Daten speichern kann um auch umfangreiche Touren speichern zu können. Obwohl heute bereits 1 GB USB-Sticks sehr günstig sind, scheinen bei anderen Geräten andere Gesetze zu gelten. Hier sind die Speicherkapazitäten wesentlich kleiner.
Der Wintec WBT-201 ist in der Lage 131072 Datensätze zu speichern. Als Daten werden mindestens Zeit, Position, Höhe und Geschwindigkeit gespeichert. Schade nur, dass die echten NMEA-Informationen nicht komplett gespeichert werden, wie es der i-blue747 macht. Satelliteninformationen etc. sind im Log nicht enthalten.
Zusammen mit fünf verschiedenen Aufzeichnungsmodi ergibt das Daten, mit denen man arbeiten können sollte. So kann bei einer vorgegebenen Richtungsänderung in Grad ein Punkt gespeichert werden, wobei man eine minimale und maximale Geschwindigkeit zwischen denen aufgezeichnet wird auswählen kann. Oder man kann fünf Geschwindigkeiten angeben die vier Geschwindigkeitsbereiche definieren und zusätzlich Zeitintervalle für das Loggen. So kann beispielsweise bei langsamer Geschwindigkeit häufiger oder auch weniger häufig geloggt werden als bei hohen Geschwindigkeiten. Auch möglich ist loggen in bestimmten Zeitabständen, wobei auch hier eine minimale und eine maximale Geschwindigkeit definiert werden kann, so dass z.B. im Stand nicht geloggt wird. Die nächste Variante loggt jeweils nach einer bestimmten zurückgelegten Strecke wobei auch hier Geschwindigkeiten definiert werden können. Und schliesslich lässt sich das Gerät so einstellen, dass es jeweils nach einer bestimmten Entfernung und Zeit einen Punkt aufzeichnet, weider mit möglichen Geschwindigkeitsbegrenzungen.
Ein kleines praktisches Beispiel: Loggt man z.B. alle zehn Meter, was beispielsweise wenn man mit dem Auto unterwegs ist schon recht genaue Tracks ergibt, reicht der Speicher für eine Strecke von über 1300 Kilometern. Oder man loggt alle 30 Sekunden, dann kann man über 45 Tage lang loggen. Man sollte in jedem Fall jedoch die Akkulaufzeit im Auge behalten, wenn das Gerät nicht dauerhaft am Strom (z.B. im Auto am Zigarettenanzünder) hängt. Ist der Speicher voll, rutschen übrigens die ältesten Werte automatisch aus dem Speicher.
Der i–Blue747 bietet deutlich weniger Speicher. Gleichzeitig ist es ein Vorteil und Nachteil, dass man sehr detailliert angeben kann, was gespeichert werden kann. Da keine Berechnung erfolgt, wie lange der Speicher mit den angegebenen Parametern reichen wird, muss man gut schätzen. Bei einer Einstellung, die gut für Google-Earth-Plots geeignet ist (Position, Höhe, Geschwindigkeit, Entfernung, Gültigkeit) reicht der Speicher für knapp 50000 Datenpunkte. Verzichtet man z.B. auf die Geschwindigkeit erhöht sich der Wert leicht. Zu sparsam sollte man jedoch nicht sein, sonst verweigert das beigefügt Programm schon mal den Dienst oder plottet nicht in Google Earth. Will man nur Position und Höhe, kommt man auf ca. 70000 Punkte. Über die Software lassen sich auch bei diesem Gerät verschiedene Aufzeichnungsmodi wählen. Man kann getrennt voneinander Zeitabstände und Entfernung zwischen zwei zu speichernden Punkten wählen und auch eine Mindestgeschwindigkeit vorgeben. Also beispielsweise: Logge alle 25 Meter oder einmal pro Minute aber nur bei Geschwindigkeiten über 5 km/h. Weiterhin gibt es zwei Varianten, wie das Gerät mit einem vollen Speicher umgehen soll. Die Aufzeichnung stoppen oder die ältesten Werte verwerfen.
Insgesamt hat der WBT-201 in Sachen Logging deutlich die Nase vorn. Das Gerät hat den grösseren Speicher und ist flexibler bei der Wahl der Aufzeichnungsmodi. Beiden Geräten hätte ich noch gewünscht, dass sie sich beim Anstecken an den USB-Port als Laufwerk präsentieren, aber das verträgt sich nicht mit den GPS-Empfängerchips, die eigentlich alle so ausgelegt sind, dass sie NMEA-Daten über eine serielle Schnittstelle senden und dort auch Kommandos empfangen. Das erkennt man auch daran, dass beide Geräte zum Erkennen am USB-Port auch USB-Seriell-Wandlertreiber brauchen.
Laufzeit der Akkus
Nächster Halt: Prüfung der Akkulaufzeit.
Die Akkulaufzeit ist immer interessant bei GPS-Geräten und so natürlich auch bei GPS-Datenloggern. Ein Vergleich der beiden Geräte ist einerseits ungerecht, da der WBT-201 kleiner ist und auch der Akku kleiner ausfällt, andererseits nützt klein allein auch nichts, wenn die Laufzeit nicht stimmt. Also wird zunächst mal gnadenlos verglichen:
Ich habe mich entschlossen, zwei verschiedene Tests durchzuführen.
Zunächst einen ganz normalen "Fensterbrett-Test". Der Laufzeittest wurde gleichzeitig mit dem Aufzeichnen des Tracks für die Genauigkeit durchgeführt. Jeder Empfänger konnte bei mittelmässigen Empfangsbedingungen einfach so lange Daten aufzeichnen, wie der Akku gereicht hat. Bei beiden Geräten war der Akku natürlich voll geladen, der Akku auch schon einige Male geladen und entladen und Bluetooth war deaktiviert. Die Aufzeichnungsrate war mit 10 Sekunden auch bei beiden Geräten gleich.
Hier zeigt sich der i–Blue747 deutlich überlegen. Mit über 30 Stunden schlägt er den WBT-201 um eine über die Hälfte längere Laufzeit (knapp 18 Stunden).
Der zweite Test ist ein "worst case" Test. Bluetooth wird aktiviert, und der Empfänger wird an einem Ort platziert, an dem er keinen Satellitenempfang hat, sich also permanent im Aquisition-Modus befindet. Das stellt somit den Fall dar, wo der Empfänger eine maximale Menge Strom verbrauchen sollte und die Akkulaufzeit demnach minimal sein müsste. Schlimmeres ist im wirklichen Leben jedenfalls nicht zu erwarten.
Erwartungsgemäss sinken bei beiden Geräten die Laufzeiten deutlich. Wie auch nicht verwunderlich behält der i–Blue747 jedoch die Nase vorn und erreicht mit fast 17 Stunden eine um sechs Stunden längere Laufzeit als der WBT-201.
Interessanterweise lässt sich der Akku des WBT-201 im i–Blue747 einsetzen, was einen direkten Vergleich erlaubt. Im "worst-case" Test läuft der i–Blue747 knapp 11 Stunden mit dem kleinere Akku des WBT201, das sind 62 % der Laufzeit mit dem 1000 mAh-Akku. Die Akkukapazität des WBT-201 lässt sich also also auf 650 mAh schätzen und somit ergibt sich der in der Tabelle eingetragene Stromverbrauch der beiden Geräte.
| Gerät | worst-case | "Normal" | ||
| i–Blue747 | 17h 39m | 57 mA | 30h 40m | 33 mA |
| WBT-201 | 10h 41m | 61 mA | 16h 27m | 40 mA |
Aus dem - zugegebenermassen geschätzten - Stromverbrauch lässt sich schliessen, dass die deutlich kürzere Laufzeit des WBT210 vor allem auf den wesentlich kleineren Akku zurückzuführen ist. Man bezahlt hier, wie so oft, Grösse mit verminderter Akkulaufzeit.
Software
Beiden Geräten liegt eine einfache und speziell für die Geräte "gestrickte" Software bei, die die Programmierung der Parameter erlaubt sowie das Auslesen der Daten und die Konvertierung oder das Speichern der Daten in unterschiedlichen Formaten. Die Software des WBT201 beherrscht sogar ein Geotagging von JPG-Bildern basierend auf einem aufgezeichneten Track.
i–Blue747 - GPS DataLog
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Die Software des i–Blue747 gibt sich schon sehr spartanisch. Nach dem Start fragt die Software nach dem COM-Port an dem der Logger angeschlossen ist. Hierbei handelt es sich wie erwähnt um einen virtuellen COM-Port der entweder durch den mitgelieferten seriell-USB-Treiber (bei Kabelverbindung) oder den Bluetooth-Treiber erzeugt wurde. Hat man den richtigen Port ausgewählt, und eine Verbindung ist zustandegekommen, wechselt die Software in den NMEA-Ansichtsmodus, in dem man die Anzahl Satelliten, einen Skyview und die aktuell ankommenden NMEA-Daten angezeigt bekommt.
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Die Software ist in drei Bereiche unterteilt: Configuration, Satellite Information und Data Log List.
Im ersten Menü gibt es neben der Einstellung der COM-Verbindung noch die Auswahl der über die Schnittstelle ausgegebenen NMEA-Datensätze (Output Period), drei Seiten für die Logger-Konfiguration (Autolog Option, Log Format und Other Setting).
Unter "Output-Period" kann eingestellt werden, welche NMEA-Datensatz über die Schnittstelle ausgegeben wird und wie häufig.
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Auf der Seite "AutoLog Option" können die Bedingungen ausgewählt werden, unter denen Daten geloggt werden.
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Bei "Log Format" kann nun eingestellt werden, welche NMEA-Datensätze oder Einzeldaten geloggt werden sollen. Hier sollte man nicht zu sparsam sein, sonst kommt es leicht zu Fehlfunktionen des Programms oder Google-Earth zeichnet nicht. Will man später die Daten in Google-Earth ansehen, empfiehlt es sich die "Select for Google Earth" Optionen auszuwählen. Dann hat man sicher alles, was man wissen will.
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Unter "Other Setting" gibt es schliesslich nur die zwei Optionen "Overwrite" und "Stop". Im ersten Fall werden die alten Daten gelöscht, wenn der Speicher voll ist, im zweiten Fall hört die Aufzeichnung auf.
Die letzte Kategorie ist "Data Log List". Hier können die Daten vom Gerät gelesen werden, was erstaunlich lange dauert und ab und an auch mal spontan abbricht.
Hat man die Daten heruntergeladen können sie als .CSV (Text mit Komma getrennt), .KML (Google Earth) oder .NMA (NMEA-Datensätze) gespeichert werden. Mit "Draw Map" werden die Daten direkt in Google Earth gezeichnet (wenn GE auch installiert ist).
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Wer mit der mitgelieferten Software nicht richtig warm wird oder neben Windows vom PocketPC, Palm, Mac oder Linux auf die Einstellungen und Daten zugreifen will, dem sei die Software "About MTK GPS Datalogger Device Control" hier empfohlen. Nach dem Entpacken der ZIP-Datei findet man ein File "run_ex.bat", das die Anwendung unter Windows startet.
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