Astronavigation
2009-04-13

Astronavigation

Astronavigation, also Navigation mit Himmelskörpern passt thematisch einerseits nicht sehr gut zu GPS, andererseits hervorragend. Das eine stützt sich auf modernste Elektronik und Datenverarbeitung, das andere nur auf grundlegende physikalische und mathematische Prinzipien. Aber dennoch ist das Prinzip in vieler Hinsicht ähnlich und GPS ist auf eine gewisse Art auch eine Astronavigation. Und beides funktioniert überall auf der Erde gleich. Da die Navigation mit dem Sextanten aber zweifellos sehr interessant ist und die Beschäftigung mit den Grundlagen auch das Verständnis über die Gestalt der Erde als Kugel erhöht, möchte ich diesem Thema einige Seiten widmen.

Es handelt sich um mehrere Einzelseiten und ich möchte das Verzeichnis links nicht überfrachten. Deshalb findet das Inhaltsverzeichnis hier auf der ersten Seite Platz.

 

Die Funktionsweise eines Sextanten

Bestimmung des eigenen Breitengrades mit Hilfe der "Mittagsmethode"

Beispiel zur Berechnung des Breitengrades aus einer Messung

Bestimmung des eigenen Längengrades mit Hilfe der "Mittagsmethode"

Systematische Fehler bei der Messung und deren Korrektur

Die allgemeine Methode wie sie in der Seefahrt Verwendung findet

Berechnen von Tabellenseiten wie im nautischen Jahrbuch

 

Für alle, die noch tiefer in Geschichte des Themas einsteigen wollen, hier noch ein paar Hinweise:

Der Sextant

Bausatz für einen voll funktionstüchtigen Sextanten aus stabiler Pappe. Sehr gut für einen ersten Einstieg, da Profi-Sextanten erstaunlich teuer sind. Für "Landeier" gut mit dem künstlichen Horizont zu kombinieren, da man dann keinen Blick auf den Horizont benötigt.

Der künstliche Horizont

Zusatzbausatz für den künstlichen Horizont zum obigen Sextanten. Dadurch benötigt man keinen Blick mehr auf den Horizont sondern kann auch an Land die Sonnenhöhe recht exakt bestimmen.

Längengrad

Dava Sobels Längengrad erzählt, wie der Wissenschaftler und Uhrmacher John Harrison im 18. Jahrhundert eines der kompliziertesten Probleme der Geschichte löste:

Die Bestimmung der Ost-West-Position auf See.

Auch als Taschenbuch und DVD erhältlich.

Der Navigator

Der Portugiese Ferdinand Magellan nimmt in der Geschichte der Seefahrt einen besonderen Platz ein. Als er im Oktober 1516 König Manuel den Glücklichen in Lissabon um das Kommando auf einer der königlichen Karavellen bittet, lehnt der Regent dieses Ansinnen schroff ab. Magellan kehrt seiner Heimat den Rücken und wendet sich nach Spanien. Bei König Karl I. findet er Gehör: Nicht südöstlich über den Indischen Ozean, sondern südwestlich über den Atlantik will er sie sagenhaften Gewürzinseln der Melukken erreichen. 1519 bricht Magellan mit fünf Schiffen von Sevilla auf. Damit nimmt die größte Seereise der Geschichte ihren Anfang.

 

(An dieser Stelle möchte ich Herrn Otto Wöhrbach; Leiter des Planetariums Freiburg, ganz herzlich dafür danken, dass er uns in einem Astronavigationskurs das Prinzip der Astronavigation so hervorragend und interessant nahe gebracht hat, dass es möglich wurde, aus dem resultierenden Mitschrieb diese Seiten zu gestalten.)