Kontrollsegment (Bodenstationen)
Die Kontrolle über das GPS-System liegt vollständig in der Hand der US-Armee. Zur Überwachung der Satelliten dient eine "Master Control Station" sowie vier weitere Monitorstationen der U.S. Luftsteitkräfte auf Hawaii, den Ascension Islands, Diego Garcia und Kwajalein. Im August und September 2005 wurden noch weitere sechs Monitorstationen der NGA (National Geospatial-Intelligence Agency) zum Überwachungsnetz hinzugefügt. Dadurch kann jeder Satellit rund um die Uhr von mindestens zwei Monitorstationen empfangen werden. Dies ermöglicht die genauere Überwachung der Umlaufbahnen und führt zu einer genaueren Beschreibung der Bahnen. Für den Endnutzer ergibt sich draus eine etwas verbesserte Positionsgenauigkeit. In Zukunft sollen noch fünf weitere NGA Stationen hinzugefügt werden, so dass jeder Satellit immer von mindestens drei Stationen empfangen werden kann. Dadurch lässt sich eine wesentliche Verbesserung der Integritätsüberwachung des Systems erreichen.
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Die passiven Monitorstationen sind nichts weiter als GPS Empfänger, die alle im Sichtbereich befindlichen Satelliten verfolgen und auf diese Weise Messdaten der Satellitensignale sammeln. Die Monitorstationen senden diese Rohdaten an die "Master Control Station" zur Weiterverarbeitung. Die Stationen Ascension Islands, Diego Garcia und Kwajalein sind auch Sendestationen für Korrekturdaten.
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Die "Master Control Station" befindet sich in der Schriever
Air Force Base (ehemals Falcon AFB), die knapp zwanzig Kilometer östlich
von Colorado Springs liegt. Das "50th Space Wings 2nd Space
Operations Squadron" ist für den Betrieb des GPS Systems verantwortlich.
Hier werden die Daten der Monitorstationen 24 Stunden am Tag in Echtzeit
ausgewertet und daraus Informationen über die Uhren und Bahnen der
Satelliten gewonnen. Auf diese Weise können eventuelle Fehlfunktionen
schnell festgestellt werden. Aus den Informationen werden auch neue Ephemeridendaten
berechnet. Ein bis zwei mal pro Tag werden diese Daten dann zusammen mit
anderen Kommandos über Sendeantennen der Stationen auf den Ascension
Islands, Diego Garcia oder Kwajalein über ein S-Band Signal (S-Band:
2000 - 4000 MHz) an die Satelliten zurückgesandt.
Die Satelliten des Block IIR sind in der Lage, Signale mit anderen
GPS-Satelliten auszutauschen und können dadurch ihre Bahndaten selbst
korrigieren, wodurch sie theoretisch nur alle 180 Tage eine Verbindung
mit den Bodenstationen benötigen.
Aktuelle Informationen zum Zustand des GPS-Systems finden sich hier und hier (englisch).
Benutzersegment (GPS-Empfänger)
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GPS-Satellitenempfänger lassen sich mittlerweile so kompakt bauen, dass sie sogar in eine Armbanduhr integriert werden können. Die meisten der heute angebotenen Geräte für den Privatgebrauch haben etwa die Größe eines Mobiltelefons. Alle heute angebotenen Geräte haben mindestens 12 Kanäle, d.h. sie können die Daten von bis zu 12 Satelliten gleichzeitig verarbeiten und auswerten. Ältere Geräte mussten die Auswertung teilweise nacheinander durchführen, wodurch die wesentlich langsamer und ungenauer waren, sowie empfindlicher auf Störungen reagiert haben. Geräte für den professionellen Einsatz (Vermessung, Militär) sind typischerweise etwas größer und aus verschiedenen Gründen wesentlich genauer.




