Dimensionen
Das geplante Terrarium soll für Taggeckos geeignet sein. Taggeckos leben überwiegend auf Bäumen und halten sich praktisch nie auf dem Boden auf. Daher legen sie eher Wert auf einen hohen Lebensraum als auf eine grosse Quadratmeterzahl, und wir wählten als Maße 50 – 60 cm Breite, etwa 40 cm Tiefe und 80 cm Höhe. Die genauen Maße ergaben sich nach der Wahl des Unterschranks. Hier hat sich übrigens ein Badezimmerunerschrank von IKEA aus verschiedenen Gründen angeboten, auch wenn das für ein Wohnzimmer zunächst ein eigenartiges Möbelstück sein mag: was so als Terrarien- oder Aquarienunterschränke verkauft wird ist meist weder schön noch preisgünstig. Und die Aussparung auf der Oberseite des Schränkchens - eigentlich für den Waschbeckenabfluss gedacht - hat sich hervorragend geeignet, um unsere Wasserzufuhr aus dem Vorratsbehälter im Unterschrank durch den Boden des Terrariums ins Innere zu leiten.

Materialien

Die Seiten, Deckel, Rückwand und Türen sind aus 4 mm Floatglas vom Glaser. Alle zugänglichen Kanten wurden aus optischen und verletzungtechnischen Gründen geschliffen bestellt. Da für die Regulierung der Luftfeuchte ein Mininebler sorgt, der sich außerhalb des Terrariums befindet, muss der erzeugte Nebel ins Terrarium geleitet werden. Wir beschlossen, diese Zuleitung in den Boden zu integrieren und den Wasservorrat sowie den Nebler im Unterschrank unterzubringen. Die Bodenplatte hätte aus 4 mm starkem Polystyrol-Kunststoff (Hobbyglas aus dem Baumarkt) gefertigt werden sollen. Leider lässt sich Polystyrol (nachgewiesenermaßen) nicht mit Silikon kleben. Daher wird die Bodenplatte ebenfalls aus Glas gefertigt und das Loch für die Zuleitung des Nebels bereits vom Glaser an der richtigen Stelle geschnitten.

Die Kanten des Terrariums wurden unten und an den Seiten mit 10 x 10 mm Aluminium L-Leisten verkleidet. Das sieht hübsch aus und verdeckt eventuelle unschöne Klebenähte.
Die Frischluftzufuhr im Terrarium ist sehr wichtig, um Staunässe und damit verbundenes Schimmeln und Fäulnis zu vermeiden. Im Terrarium werden dafür vorne unter den Türschienen und hinten oben im Deckel Lüftungsgitter eingebaut, die einen langsamen Durchzug von Frischluft erlauben. Je nach Grösse der Geckos und den damit verbundenen Futtertieren sollte man darauf achten, dass die Löcher des Gitters nicht zu gross sind.
Sowohl das Gitter als auch passende Schienen für die Schiebetüren haben wir bei Terraristik-Versendern aus dem Internet bestellt.

Innenausbau

Die Rückwand wurde mit einer dünnen Schicht Fliesenkleber modelliert. Dabei wurden 4 "Taschen" aus Styropor angeklebt und ebenfalls mit Fliesenkleber verkleidet. Diese sollen die Bepflanzung der Rückwand ermöglichen. Aus optischen Gründen haben wir noch 4 halbierte Bambusstäbe mit eingebaut. Um die unatraktive Farbe des Fliesenklebers zu verdecken wurde die Rückwand dann mit einer zweiten Schicht Fliesenkleber gestrichen, den wie mit verschiedenen Grün- und Brauntönen Dispersionsfarbe abgetönt hatten.
Den Boden des Terrariums haben wir ca. 8 cm dick mit Blähton (für Hydrokulturen) ausgelegt, in der Hoffnung das er Feuchtigkeit speichert und zu einer hohen Luftfeuchtigkeit beiträgt. Die Inneneinrichtung wird darüber hinaus von Bambusstäben verschiedener Länge und Dicke bestimmt.