Die Pflanzen in
einem Regenwaldterrarium sind neben einer für Zimmerpflanzen
ungewöhnlichen Temperatur auch einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit
ausgesetzt. Daher eignen sich nicht gerade alle gängigen Zimmerpflanzen
für die Begrünung eines Feuchtterrariums. Nach einer ersten
„Literaturrecherche“ in einem Pflanzenpflegebuch haben
wir uns für die folgenden Pflanzen als Anfangsbegrünung
entschieden:
Sansevieren
(Bogenhanf): optisch nicht jedermanns Geschmack. Bei Geckos
sollen sie aber wegen ihrer glatten, breiten Blätter ein sehr
beliebter Sitzplatz sein. Ausserdem sind sie einfach aus Blattstecklingen
zu ziehen und vertragen eine praktisch beliebig hohe Luftfeuchtigkeit.
Unsere Stecklinge sind allerdings noch nicht so weit, dass man sie
einpflanzen könnte.
Ficus
Pumilla: verträgt hohe Luftfeuchtigkeit und rankt
sehr eifrig. Der Ficus Pumilla ist zum Beispiel gut geeignet zur
Begrünung der Rückwand. Unserer wohnt oben auf einem dicken
Bambusrohr. Dort sitzt er allerdings so dicht unter der Lampe, dass
er fast täglich gegossen werden muss - zusätzlich zum
Einnebeln des Terrariums.
 Farne:
die meisten Farne vertragen oder benötigen hohe Luftfeuchtigkeit.
Allerdings haben Farne meist sehr spezifische Anforderungen an die
Lichtverhältnisse. Wir haben versuchsweise einen kleinen Nestfarn
(links) und einen Saumfarn (rechts) eingepflanzt.
Der Nestfarn wuchert begeistert, wohingegen der Saumfarn trotz regelmässigen
Giessens vertrocknet zu sein scheint.
Bromelien:
sie sind aus verschiedenen Gründen prädestiniert für
die Begrünung von Terrarien. Zum einen vertragen sie hohe Feuchtigkeit
und Temperaturen. Ausserdem benötigen sie nur sehr wenig Substrat
um darin zu Wurzeln.
Tillandsien:
sie haben den Vorteil, dass sie kein Substrat zum Wurzeln benötigen.
Man kann sie einfach irgend wo hin kleben oder hängen. Zum
Überleben müssen sie nur ab und zu bespüht werden.
Orchideen:
Versuchsweise haben wir eine Orchidee der Gattung Cattleya
eingepflanzt. Sie hat zwar innerhalb von 2 Wochen ihre Blüten
verloren, bildet aber jetzt nach einem viertel Jahr einen neuen
Trieb.
Bambus:
neben abgestorbenen Bambusstangen verschiedener Durchmesser haben
wir auch grünen Bambus, der noch Triebe bildet, in das Terrarium
eingepflanzt. Die grünen Bambusstangen kann man beliebig durchschneiden
und in Wasser stellen, sie treiben immer wieder Blätter oder
Wurzeln.
Bergpalme:
da auch die Bergpalme einer der Kandidatien ist, die mir im normalen
Raumklima schneller vertrocknen, als ich sprühen kann, haben
wir ein Versuchsexemplar ins Terrarium gepflanzt.
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